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12/2001 Redaktion "niedersächsisches ärzteblatt" und Online-Redaktion der ÄKN Hannover, den 13.12.2001 |
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| Aus Kammer und KV |
Niedersächsische Ärzteschaft wählte neue Kammerversammlung
Hannover (äpn) - Die mehr als 30.000 niedersächsischen Ärzte und Ärztinnen haben eine neue Kammerversammlung. An den Wahlen, die am Wochenende in Hannover ausgezählt worden sind, beteiligten sich 13.718 von 30.994 wahlberechtigten Medizinern, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 44,26 Prozent. Zu wählen waren in 6 Wahlkreisen aus 267 Bewerberinnen und Bewerbern 104 Mandatsträger, die in der 15. Wahlperiode der Jahre 2001 - 2005 das neue, vergrößerte Ärzteparlament (bisher 98 Sitze) bilden werden.
Erstaunlich hoch ist die Anzahl der Newcomer in der Kammerversammlung: 44 der Mandatsträger wurden neu gewählt. In dem Kammerorgan haben die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte die Mandatsmehrheit; sie stellen 68 Delegierte, die Kliniker 32, 4 Delegierte kommen aus dem Bereich des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. 16 Mandatsträger sind Frauen, was einem Anteil von 15,38 Prozent entspricht. 27 Ärztinnen und Ärzte (25,96 Prozent) repräsentieren das Fachgebiet Allgemeinmedizin.
Mit dem amtierenden Kammerpräsidenten Prof. Dr. med. Heyo Eckel und seiner Stellvertreterin Dr. med. Cornelia Goesmann sowie den Dres. Helmut Anderten, Christina Correns, Folkert Hinrichs und Lothar Sause sind - bis auf Prof. Dr. med. Andreas Creutzig, der nicht mehr kandidierte - alle derzeitigen Vorstandsmitglieder in das Ärzteparlament wiedergewählt worden.
Die konstituierende Sitzung des Gremiums findet am 23. Januar 2002 statt. Dann stehen die Vorstandswahlen und die Wahlen der Ausschüsse im Mittelpunkt der Tagesordnung. Erstmalig können sich nach den landesgesetzlichen und satzungsrechtlichen Bestimmungen drei oder mehr Ärztinnen und Ärzte zu Gruppen ("Fraktionen") zusammenschließen.
Ausführliche Informationen über das Wahlergebnis auf der Website der ÄKN: www.aekn.de
Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen zeichnen Ärzte-Homepages im Internet aus / Jury von ÄKN und KVN entwickelt Standards zur Bewertung guter medizinischer Websites in Niedersachsen
HANNOVER (äpn/kvn-pr). Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) und Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) haben am 12. Dezember 2001 erstmals ihre Homepage-Preise für "beste und gute medizinische Websites 2001" verliehen. ÄKN-Vorstands- und Jurymitglied Dr. med. Christina Correns überreichte heute in Hannover den drei Preisträgern der "besten medizinischen Websites 2001" in Niedersachsen wertvolle Sach- und Geldpreise.
Der erste Preis ging an Dr. med. Harald Walter aus Peine (http://www.gynpraxis-drwalter.de/) Den zweiten Preis erhielt die Gemeinschaftspraxis Dr. med. Markus Heck, Prof. Dr. med. Hans-Joachim Schurek und Dr. med. Ulrich Welling in Lingen (http://www.nze-lingen.de/). Mit dem dritten Preis wurde die Gemeinschaftspraxis Dr. med. Gerhard Hinz und Dr. med. Friedhelm Ulbrich in Göttingen (http://www.lungenpraxis-goettingen.de/) ausgezeichnet.
Weitere elf Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer erhielten das Prädikat "gute medizinische Website 2001":
- Dr. med. Peter
Bauch, Alfeld: http://www.Alfeld.de/vereine/pallium/
- Dr. med. Ralph Patrick Beigel, Hannover: http://www.Dr-Beigel.de/
- Dr. med. Thilo Brunnée, Bad Zwischenahn: http://www.brunnee-dr.de/
Dr. med. Joachim Gärtner/Dr. med. Andrea Servatius,
Rotenburg/Wümme: http://www.gaertner-servatius.de
- Dr. med.
Roderich Garcea/Dr. med. Wolfgang Sonnentag, Braunschweig: http://www.radiologie-bohlweg-bs.de/
- Dr. med. Markus Hedemann/Dr. med. Axel Roczyk/Dr. med. Andreas
Hedemann, Hameln: http://www.praxisHR.de/
- Dr. med. Jürgen Kirsten/Dr. med. Andreas W. Schneider,
Winsen/Luhe: http://www.urologen.net/schneider-kirsten/
- Dr. med. Angelika Pape-Streller/Dr. med. Andreas Streller,
Bückeburg: http://home.t-online.de/home/streller/
- Dr. Peter Schachinger/Dr. med. Bernd U. Tripcke/Wolfgang
Schulz, Bergen: http://www.bergen-suelze.de/
- Dr. med. Walter Vorderstraße, Weyhe-Leeste: http://www.lungendoktor.com/
- Dr. med. Jost Wetter-Parasie, Northeim: http://www.wetter-parasie.de/
Neben der Preisen erhalten die ausgezeichneten Wettbewerbsteilnehmer einen Button "beste" beziehungsweise "gute medizinische Website", den sie auf ihrer Homepage führen können. ÄKN und KVN hatten über das niedersächsische ärzteblatt zur Teilnahme am Wettbewerb aufgerufen.
Der Jury von ÄKN und KVN war besonders daran gelegen, nachvollziehbare Qualitätskriterien zur Beurteilung der eingegangenen 33 Bewerbungen aus Niedersachsen zu erarbeiten. Sie hat sich dabei am "Code of Conduct" der "Health on the Net Foundation" orientiert und einen auf diesem Code basierenden Bewertungskatalog entwickelt. Er umfasst die Bewertung der
- Navigation auf
den Seiten ("Ist sie übersichtlich? Funktioniert sie
einwandfrei?");
- gegebenen medizinischen Informationen ("Sind sie sachlich
richtig und verständlich aufbereitet?");
-
Präsentation der Praxisorganisation ("Ist sie klar
beschrieben?");
- Angaben zum Umgang mit E-Mail-Anfragen ("In welchem
Zeitrahmen werden sie abgearbeitet? Wird erklärt, dass die
Anfragen vertraulich behandelt werden?");
- Aktualität des Angebots ("Wird angegeben, wann die Seite
zuletzt aktualisiert wurde?");
- Zeitdauer des Aufrufs der Seiten;
- berufsrechtlichen Korrektheit der gemachten Angaben
"Die ausgezeichneten Seiten im Internet sind nicht nur hervorragende Beispiele für Solidität und Innovation, sondern auch für die sich auf elektronischem Wege entwickelnde Kommunikation zwischen Praxisteams und Patienten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, ärztlichen Sachverstand auch im Internet zu präsentieren", sagte Dr. Correns anlässlich der Preisverleihung.
SUPPORT sucht Unterstützer / Unterschriftenaktion gestartet
Nachdem sich die Verbände der Gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen endgültig geweigert haben, zur Weiterfinanzierung von SUPPORT beizutragen, mußte die Ärztekammer Niedersachsen nun die Konsequenzen aus dieser Blockadehaltung ziehen. Deswegen wird die Ärztekammer ihre bisherigen Aktivitäten zum Ende des Jahres einstellen.
Nun regt sich aber entschiedener Widerstand in der Region! Bürgerinnen und Bürger, Studentinnen und Studenten, Kirchenvertreter beider Konfessionen, aber auch Politikerinnen und Politiker aller Parteien sowie nicht zuletzt Patienten und ihre Angehörigen machen sich für den Erhalt von SUPPORT stark.
So sammeln zahlreiche Freiwillige in der Bevölkerung Unterschriften, mit denen die Verantwortlichen in Politik und Krankenkassenverbänden aufgefordert werden, geeignete Rahmenbedingungen und eine ausreichende Finanzierung sicherzustellen, damit auch in Zukunft der Wunsch vieler unheilbarer Kranker erfüllt werden kann, im häuslichen Umfeld betreut zu werden und dort auch in Würde zu sterben. Daneben werden von den Entscheidungsträgern explizit auch konkrete Schritte zum Erhalt von SUPPORT gefordert.
Viele Delegierte der Versammlung der ÄKN, die am 10.11.2001 in Hannover getagt hat, sowie nahezu alle Mitglieder des Kammervorstandes haben den besagten Forderungen mit ihrer Unterschrift bereits Nachdruck verliehen. In nur 14 Tagen lagen schon mehr als 5.000 Unterschriften vor. Die Aktion muß aber unbedingt weiter gehen: Es ist deshalb wichtig, daß diese Resolution landesweit noch von möglichst vielen anderen Personen unterstützt wird.
Sie können sich jetzt die Unterschriftenliste unter http://www.gwdg.de/~pctgoe/Seiten/News/news.htm downloaden, ausdrucken und in der Praxis, in der Klinik, an anderen Arbeitsplätzen und auch im Bekanntenkreis unterzeichnen lassen. Die ausgefüllten Vordrucke sollten anschließend an die AG SUPPORT, Waldweg 35, 37073 Göttingen geschickt werden. Über diese Adresse oder telefonisch unter 0551-394069 können die Unterschriftenlisten auch jederzeit als fertige Ausdrucke angefordert werden. Die AG SUPPORT wird die Listen zunächst zentral sammeln und dann schließlich im Rahmen einer Pressekonferenz an die verantwortlichen Politiker auf Landes- und Bundesebene übergeben.
| Wissen |
Demokratische Republik Kongo: Verdacht auf hämorrhagisches Fieber / Ärzte ohne Grenzen untersucht Ausbruch
Berlin (ots) - Die internationale medizinische Organisation Ärzte ohne Grenzen untersucht einen möglichen Ausbruch von hämorrhagischem Fieber in der Demokratischen Republik Kongo. In der westlichen Provinz Kasai wurden 30 Infektionen festgestellt, von diesen Patienten sind bereits 17 verstorben. Ein weiterer Fall wurde aus dem Nordosten des Landes, in der Region Watsa, gemeldet.
Hämorrhagisches Fieber wird durch verschiedene Viren ausgelöst, die zu Krankheiten wie beispielsweise Ebola, Gelbfieber oder Marburg-Virus führen. Derzeit ist noch unklar, welches Virus den neuen Ausbruch verursacht hat. Hämorrhagisches Fieber geht mit gefährlichen inneren Blutungen einher, die meist tödlich enden.
Mitarbeiter des kongolesischen Gesundheitsministeriums, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von Ärzte ohne Grenzen haben ein sechsköpfiges Team gebildet, um festzustellen, um welches Virus es sich handelt. Das Team ist bereits in die Provinz Kasai aufgebrochen.
Schon 1995 und 1999 bekämpfte Ärzte ohne Grenzen den Ausbruch von Ebola und Marburg-Virus in der Demokratischen Republik Kongo. Damals lag der Schwerpunkt von Ärzte ohne Grenzen darauf, möglichst früh neue Fälle aufzuspüren und die Infizierten zu isolieren. Darüber hinaus hat die Organisation die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten über die Krankheit aufgeklärt und nationales Gesundheitspersonal geschult, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.
Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de
| Aus Forschung und Wissenschaft |
Erstmals in Deutschland selbstständige Abteilung Genetische Epidemiologie in Göttingen eingerichtet
(ukg) Professor Dr. Heike Bickeböller ist seit Oktober 2001 Leiterin der neu gegründeten Abteilung Genetische Epidemiologie im Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen. Die Abteilung gehört zum Zentrum Interdisziplinäre Einrichtungen - Informatik, Statistik und Epidemiologie und ist die erste selbstständige Abteilung dieser Fachrichtung in Deutschland. Arbeitsschwerpunkte sind die Untersuchung genetischer Einflüsse bei komplexen Erkrankungen und die Entwicklung statistischer Verfahren hierfür. Ziel ist ein besseres Verständnis für die Auswirkung der individuellen genetischen Zusammensetzung auf Krankheitsentstehung, Verlauf, Prognose und Therapie auch im Wechselspiel mit Umweltfaktoren wie zum Beispiel Rauchen. In Kooperationen im Nationalen Genomforschungsnetz werden beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems erforscht. Die Abteilung deckt damit nicht nur die klassische Epidemiologie ab, sie hat auch große Bedeutung für die Klinische Forschung.
Professor Heike Bickeböller wurde 1961 in Lüdinghausen geboren und studierte Mathematik und Physik in Düsseldorf. 1993 wurde sie an der University of Washington, Seattle (USA) promoviert. Danach war sie bei INSERM, Unité 155, Epidémiologie Génétique in Paris und am Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie am Klinikum rechts der Isar tätig. 1998 habilitierte sie sich an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität München mit ihrer Schrift zum Thema "Der Transmission/Disequilibrium Test: Erweiterungen und statistische Eigenschaften". Zuletzt war Prof. Bickeböller am Institut für Epidemiologie im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München tätig.
Weitere Informationen: Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin, Abt. Genetische Epidemiologie, Prof. Dr. Heike Bickeböller, Humboldtallee 32, 37073 Göttingen, Tel.: 0551/39-14019
Prof. Dr. Cornelia Behrens neue Vizepräsidentin der FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Das Konzil der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen hat Professor Dr. Cornelia Behrens in seiner Sitzung am 14. November zur neuen Vizepräsidentin für den Aufgabenbereich Forschung, Technologie- und Wissenstransfer sowie EDV und Rechenzentrum gewählt. Behrens erreichte mit 55 Ja- gegenüber 17 Nein-Stimmen und ohne Enthaltungen gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Sie ist Nachfolgerin von Professor Dr. Olaf Paulsen vom Fachbereich Bauingenieurwesen in Holzminden. Die 47-Jährige lebt in Hildesheim und ist am Fachbereich Wirtschaft Professorin für Gesundheitsmanagement, insbesondere Gesundheitsökonomie und Sozialpolitik im Studiengang Krankenversicherung. Sie hat federführend den Studiengang für Absolventinnen und Absolventen der Medizinalfachberufe Logopädie, Ergo- und Physiotherapie am Fachbereich Sozialpädagogik aufgebaut.
Georg-Haas-Preis geht an Göttinger Nierenforscher / Dr. Michael Zeisberg erhält Auszeichnung für Forschungen zu chronischem Nierenversagen
(ukg) Dr. Michael Zeisberg, Abteilung Nephrologie und Rheumatologie - Bereich Humanmedizin Universität Göttingen hat den mit 5.000 Mark dotierten Georg-Haas-Preis der Deutschen Dialysegesellschaft niedergelassener Dialyseärzte e.V. bekommen. Der Preis ist nach Dr. Georg Haas, einem Pionier der Dialysetherapie, benannt. In seiner Promotionsschrift beschäftigte sich Dr. Zeisberg mit dem Fortschreiten chronischer Nierenerkrankungen bis zum terminalen Nierenversagen. Dabei konnte er zeigen, dass Basic Fibroblast Growth Factors (FGF-2) ein wichtiger Faktor ist, der das Fortschreiten der chronischen Niereninsuffizienz vermittelt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Zukunft möglicherweise dazu beitragen, neuartige Therapiekonzepte zu entwickeln, um das Fortschreiten der chronischen Niereninsuffizienz zum terminalen Nierenversagen zu verhindern. In Deutschland benötigen derzeit über 60.000 Patienten eine dauerhafte Nierenersatztherapie wie Dialyse oder Nierentransplantation.
Dr. Michael Zeisberg wurde 1971 in Hamburg geboren und studierte Humanmedizin in Hamburg, Göttingen und Boston. 1997-1998 war er Stipendiat des Graduiertenkollegs "Molekularbiologische Analyse pathophysiologischer Prozesse" und promovierte 2001 in Göttingen. Danach war er in der Abteilung Nephrologie und Rheumatologie (Leiter Prof. Dr. Gerhard Anton Müller) des Bereichs Humanmedizin tätig. Seit Januar 2001 ist Dr. Zeisberg als Research Fellow im Programm für Matrixbiologie im Beth Israel Deaconess Medical Center der Harvard Medical School in Boston tätig. Dort wird er zunächst für zwei Jahre seine Forschungsarbeiten mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fortsetzen. Ein Foto ist über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erhältlich.
Weitere Informationen: Dr. M. Zeisberg, Program for Matrix Biology, Renal Division, Dept. of Medicine, Beth Israel Deaconess Medical Center, & Harvard Medical School, 330 Brookline Ave, RW 511, Phone: (01)-617-667-0467, E-Mail: mzeisber@caregroup.Harvard.edu
Ausbildung für Hildesheimer Gesundheitstraining beginnt im Januar 2002 / Erstmals wird Variante für mentales Training bei Patienten mit Hypertonie und Niereninsuffizienz vermittelt
Hildesheim, 28.11.2001 - Im Januar 2002 beginnt die Ausbildung zum Hildesheimer Gesundheitstrainer (HGT) für Ärzte, Psychologen und Pädagogen im Energie- und Umweltzentrum in Springe-Eldagsen nahe Hannover. Neu ist die Variante für zielgerichtete Gesundheitsverbesserung bei Herz- und Kreislauferkrankungen und dem damit zusammenhängenden Schutz der inneren Organe, speziell der Niere.
Ziel der einjährigen berufsbegleitenden Ausbildung des Instituts für Therapie und Beratung der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen ist, einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und präventiven Behandlung zu leisten. Heilkundige erhalten neue Arbeitsfelder und Betätigungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen.
Der Hildesheimer Psychologe Prof. Dr. Gerhart Unterberger und fünf weitere Ausbilder qualifizieren an insgesamt acht Wochenendblöcken für die selbständige Ausübung des Gesundheitstrainings mit Patienten. In einem Wechsel von praktischen Übungen, Theorieelementen und Selbsterfahrungen werden die Grundlagen und Methoden der Heilungsförderung vermittelt. Inhalte sind die Bereiche Onkologie, Allergologie, Herz und Kreislauf und Prävention. Das Hildesheimer Gesundheitstraining ist klinisch getestet und hilft chronisch kranken Menschen mittels der Hypnotherapie und Verhaltenstherapie Heilungsprozesse mental zu fördern. Studien beweisen die Erfolge.
Forschungsprojekte zum Hildesheimer Gesundheitstraining werden vom Land Niedersachsen unterstützt. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen und vielen Kliniken wird das Training ständig weiterentwickelt und getestet. Erster Termin der Ausbildung ist der 25. Januar 2002. Weitere Informationen und Anmeldeformulare gibt es unter www.hildesheimer-gesundheitstraining.de, E-Mail: it@fh-hildesheim.de oder Tel.: 05121/ 881 421.
Neuer Management-Studiengang für das Gesundheitswesen in Hannover / GISMA Business School, Krannert Graduate School und Medizinische Hochschule Hannover unterzeichnen Absichtserklärung - erster Jahrgang startet voraussichtlich im April 2002
Die Hannover School of Health Management (HSHM i.G.) und die GISMA Business School gehen eine Kooperation ein. Die HSHM als derzeit in Gründung befindliche Tochtergesellschaft der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wird den ersten Management-Studiengang (Master of Business Administration) in Europa anbieten, der spezifisch auf das Gesundheitswesen zugeschnitten und auf einem medizinischen Campus angesiedelt ist. Klassische Management-Grundlagen wird die Fakultät der Krannert Graduate School of Management der amerikanischen Partneruniversität Purdue University durch GISMA vermitteln. Spezifische gesundheitswirtschaftliche Lehrinhalte wird die HSHM beisteuern.
Pro Studiengang sind 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorgesehen. Sie sollten bereits Führungspositionen im Gesundheitswesen (Krankenhaus, Versicherungen, biotechnologische Industrie, Pharmaindustrie, Medizintechnik) innehaben. Das 22-monatige Curriculum ist berufsbegleitend konzipiert und wird komplett in englischer Sprache angeboten. Es besteht aus insgesamt sechs zwei-wöchigen Präsenzmodulen und internetbasierten Lernphasen. Der Studiengang ist gebührenpflichtig (ca. 30.000 EURO). Er schließt mit einem international akkreditierten Grad eines Master of Business Administration (MBA) ab, der von der Purdue University verliehen wird. Der erste Jahrgang startet voraussichtlich im April 2002.
Ziel des Studienganges ist die Management-Ausbildung von internationalen Führungskräften, die sich den Herausforderungen der veränderten globalisierten Gesundheitswirtschaft stellen müssen. Die praxisnahe Kombination von Spitzenmedizin und Know-how im Management wird durch die besondere Konstellation der Partner in Hannover garantiert.
Kontakte für weitere Informationen: Dr. Ursula von der Leyen, MHH, E-Mail: VdLeyen@aol.com, Dr. Annegret Hosang, Julia Grossnick, GISMA Business School, E-Mail: info@gisma-hannover.de, Telefon: (0511) 546 09 36
Gesichts-Chirurgen lassen neue Knochen wachsen / Neue Methode fördert schnellere Heilung bei Knochenfehlbildungen im Gesicht
(ukg) Mit einer neuartigen Methode, der so genannten "Distraktionsosteogenese", können Gesichts-Chirurgen des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen Gesichtsknochen in kurzer Zeit verlängern beziehungsweise wachsen lassen. Notwendig ist diese Methode zum Beispiel bei Kleinkindern, die durch einen verkürzten Unterkiefer oder auch durch ein stark zurückliegendes Mittelgesicht unter funktionellen Problemen, wie Atemnot oder hervortretenden Augäpfeln leiden. "Durch die hervortretenden Augäpfel ist es nicht mehr möglich, das Auge zu schließen," sagt Prof. Dr. Dr. Johannes Hönig, Abt. für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie - Bereich Humanmedizin. In Deutschland gibt es rund 200 Kinder, die unter solchen Fehlbildungen des Gesichtsknochens leiden. Bislang mussten sie sich langwierigen Operationen unterziehen und mit einem längeren Krankenhausaufenthalt rechnen.
Um diesen Patienten mit der Methode zu helfen, wird der Gesichtsknochen künstlich gebrochen und von außen mit einem so genannten "Distraktor" fixiert. Diese dreidimensionale spezielle Apparatur wird nun täglich um einen Millimeter verstellt, so dass der Abstand der beiden Knochenseiten einen Millimeter größer wird. Dieser Millimeter Knochenabstand wird nun täglich vom Körper selbst wieder aufgebaut. Der Knochen wächst nach, um den künstlichen Abstand zu schließen. Muss der Unterkiefer zum Beispiel um 15 Millimeter verlängert werden, so wird zunächst die Apparatur außen am Kiefer angebracht, dann folgt eine Woche Einheilzeit. Danach trägt der Patient 15 Tage lang den Distraktor, bis das Ergebnis erreicht wird. Anschließend muss noch für wenige Wochen das Ergebnis stabilisiert werden. Mit dieser Methode ist im Vergleich zu früheren Vorgehensweisen eine schnellere Heilung von Knochendefekten im Gesicht möglich.
Diese zukunftsorientierte, sehr aufwendige und komplizierte Operationsmethode ermöglicht sehr frühzeitig die Nachentwicklung des Gesichtsschädels auf einfache Art und Weise. Sie trägt zur schnellen gesellschaftlichen Rehabilitation der Kinder bei, die früher durch Gesichtsfehlbildung benachteiligt wurden und oft psychisch schwer belastet waren. Ein Vorteil der Methode ist darüber hinaus, dass die Kinder nicht mehr über Wochen im Krankenhaus bleiben müssen. Die Eltern können, unter ärztlicher Anleitung, selbst die einzelnen Gesichtsschädelknochen ihres Kindes in die gewünschte Position bewegen, ohne dem Kind bei der "Schrauberei" Schmerzen zuzufügen.
Die Methode wurde jetzt im Rahmen eines Workshops des Arbeitskreises "Craniofaciale Osteologie" der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Arbeitskreis wurde 1994 gegründet. Er tagt alle zwei Jahre in Göttingen. "Craniofaciale Osteologie" erfasst sämtliche Erkrankungen des Gesichtsschädelknochens. Leiter des Arbeitskreises ist Professor Dr. Dr. Johannes Hönig. Anliegen ist es vor allem, eine gute Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen zu fördern und eine interdisziplinäre Patientenversorgung zu gewährleisten. Zu den Disziplinen, die im Arbeitskreis zusammenarbeiten gehören Gesichts- und Kieferchirurgen, Unfall-, Neurochirurgen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Zahnärzte, Pathologen und Ingenieure.
Weitere Informationen: Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin, Abt. für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie, Prof. Dr. Dr. Johannes Hönig, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen, Tel.: 0551/39-2854
Welche Rolle spielen die Chromosomen-Enden bei Tumoren? Deutsche Krebshilfe fördert Projekt von MHH-Wissenschaftlern mit 430.000 Mark
Was hat die Regenerationsfähigkeit von Zellen mit der Entstehung von Tumoren zu tun? Dies untersucht eine Arbeitsgruppe um Dr. Karl Lenhard Rudolph aus der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die Deutsche Krebshilfe e. V. fördert das Projekt für zwei Jahre mit insgesamt 430.000 Mark.
Je älter Zellen werden, desto weniger können sie sich regenerieren. Molekulare Ursache ist die stetige Verkürzung von Telomeren - sie bilden das letzte Endstück der Chromosomen. Diese Verkürzung wirkt als biologische Uhr, die die Anzahl von Zellteilungen misst und begrenzt. Im Rahmen des jetzt beantragten Vorhabens soll erforscht werden, wie sich die verkürzten Telomere auf die Entstehung von Krebs auswirken. Bereits heute weiß man, dass Chromosomen bei Verlust der Telomere instabil werden - damit ließe sich die gehäufte Krebsentstehung während der Alterung und bei chronischen Erkrankungen erklären.
Weitere Informationen gibt gern Dr. Karl Lenhard Rudolph, Telefon: (0511) 532-6766, E-Mail: Rudolph.Lenhard@mh-hannover.de
Dem Nachwuchs große Chancen! Akademie für Ethik in der Medizin e.V. schreibt 2. Nachwuchspreis "Ethik in der Medizin" aus
(ukg) Die Akademie für Ethik in der Medizin e.V. (AEM) in Göttingen hat zum zweiten Mal ihren Nachwuchspreis ausgeschrieben. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 2.500 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Arbeiten und Projekte aus dem Gesamtgebiet der Ethik in der Medizin von Personen bis zum vollendeten 30. Lebensjahr (Geburtsjahr 1971 oder jünger). Die Verleihung des Preises soll im Rahmen der Jahrestagung der AEM 2002 erfolgen. Die AEM wurde 1986 in Göttingen gegründet.
Als qualifizierende wissenschaftliche Arbeit gilt eine noch nicht publizierte Veröffentlichung oder ein wissenschaftlicher Bericht zu einem durchgeführten Projekt aus dem medizinischen, pflegerischen, philosophischen, juristischen oder sozialwissenschaftlichen Bereich zu aktuellen Fragen der Ethik in der Medizin. Bewerbungen mit einer wissenschaftlichen Arbeit von maximal 30 Seiten sind bis zum 31. Mai 2002 an die Geschäftsstelle der Akademie für Ethik in der Medizin e.V., Humboldtallee 36 in 37073 Göttingen zu richten.
Weitere Informationen: Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin, Akademie für Ethik in der Medizin e.V., Dr. Alfred Simon, Humboldtallee 36, 37073 Göttingen, Tel.: 0551/39 - 96 80, Internet: www.aem-online.de
Internetportal der Kompetenznetze in der Medizin / Gebündelte Informationen für Ärzte und Patienten
www.kompetenznetze-medizin.de - unter dieser Internetadresse haben Ärzte und Patienten ab sofort schnellen Zugang zu aktuellen Informationen über verschiedene Krankheiten und ihre Behandlung. Ob Rheuma oder Schlaganfall, Blutkrebs oder Depression, Lungenentzündung oder Parkinson: Das neue Portal führt die Internetpräsenzen der Kompetenznetze in der Medizin zusammen. Patienteninformationen, der aktuelle Stand des medizinischen Wissens zu definierten Krankheitsbildern, Studienregister, Veranstaltungstermine für Betroffene, Ärzte und andere Fachleute sowie weitere themenspezifische Service- und Informationsleistungen bieten die Netze auf ihren Internetseiten an.
In den Kompetenznetzen haben sich bundesweit Zentren der Spitzenforschung, führende Versorgungseinrichtungen, engagierte niedergelassene Ärzte sowie Selbsthilfeorganisationen zusammengeschlossen. Die Kooperation hat zum Ziel, den Austausch zwischen Grundlagenforschung und klinischen Forschern zu fördern, den Transfer von Forschungsergebnissen in die Patientenversorgung zu beschleunigen sowie den Dialog mit Betroffenen und mit der Öffentlichkeit zu führen. Initiator der Netzwerke ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das die Kompetenznetze fünf Jahre lang mit bis zu 5 Millionen DM pro Jahr fördert. Bisher sind zwölf Netzwerke aktiv, die sich jeweils um ein spezifisches Krankheitsbild kümmern, das wegen seiner Häufigkeit, wegen einer hohen Mortalitätsrate oder aufgrund beträchtlicher Behandlungskosten von großer gesundheitspolitischer Bedeutung sind.
Weitere
Informationen finden Sie unter:
www.kompetenznetze-medizin.de
www.dlr.de/pt/gf/kompetenznetzetreffen
www.kompetenznetz-lymphome.de/Presse/PI-15.11.2001.htm
Eintragung in die Arztauskunft Niedersachsen lohnt sich / Zugriffsrekord am Nikolaustag
15.812 Zugriffe verzeichnete die Arztauskunft Niedersachsen am 6. Dezember 2001 - ein Grund mehr für niedersächsische Ärztinnen und Ärzte, dort auch mit der eigenen Internet-Adresse verzeichnet zu sein. Nur 743 der insgesamt 12.448 Verzeichneten haben gegenwärtig die eigene Internetpräsenz angegeben. Auch für Krankenhäuser wird die Arztauskunft attraktiver: als neues Angebot arbeiten die Verantwortlichen von ÄKN und KVN an einem Verzeichnis der Krankenhäuser mit Internet-Adresse - 71 der knapp 200 niedersächsischen Kliniken haben nach bisherigen Ermittlungen eine.
Weitere Informationen: www.arztauskunft-niedersachsen.de
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