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Zu wenige nutzen die Darmkrebsvorsorge

Hannover, 30. April 2019 (äkn) - Darmkrebs ist mit jährlich mehr als 60.000 Neuerkrankungen und rund 26.000 Todesfällen immer noch die zweithäufigste Krebserkrankung. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate für Frauen liegt derzeit bei 58 Prozent und für Männer bei 53 Prozent.

Diese hohe Zahl der Todesfälle zu halbieren ist das Ziel des Nationalen Krebsplans, den das Bundesgesundheitsministerium bereits 2008 gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren auf den Weg gebracht hat.

Doch die Darmkrebsfrüherkennung per immunologischem fäkalem okkultem Bluttest (iFOBT), die Patienten ab dem 50. Lebensjahr seit dem Frühjahr 2017 angeboten wird, wird bisher nicht sehr gut angenommen. Eine Untersuchung des Berufsverbands der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V. ergab jetzt, dass von den 4,424 Millionen durch die Mitgliedslabore zwischen April 2017 und Juni 2018 ausgegebenen iFOBT-Sets nur 2,726 Millionen zur Analyse in die Labore zurückgeschickt worden seien. Das entspricht einem Rücklauf von lediglich 62 Prozent.

Die Akzeptanz soll nun erhöht werden: Ab Juli diesen Jahres müssen die Krankenkassen ihre anspruchsberechtigten Versicherten auf das Darmkrebs-Screening persönlich hinweisen. Das persönliche Einladungsschreiben soll unter anderem Informationen über die Vorsorgenmaßnahmen enthalten: Demnach haben Frauen und Männer zwischen 50 und 54 Jahren Anspruch auf jährlich einen iFOBT-Test. Außerdem haben Männer ab dem 50. Lebensjahr und Frauen ab dem 55. Lebensjahr Anspruch auf zwei Früherkennungskoloskopien im Mindestabstand von zehn Jahren.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 1. April 2019