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Wie sollen Ärztinnen und Ärzte bei Verdacht auf eine Covid-19-Infektion vorgehen?

Hannover, 16. März 2020 (äkn) - Auf einer speziell eingerichteten Internetseite des Robert Koch-Instituts erhalten Ärztinnen und Ärzte Informationen rund um den Corona-Virus / Das deutsche Gesundheitssystem setzt bei der Bekämpfung auf Isolierung.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 ist in Niedersachsen ange­kommen. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, setzt die ressortübergreifende Koordinierungsgruppe der Landes­regierung zur Bekämpfung des Corona-Virus - Stand 2. März 2020 - weiterhin auf Eindämmung: "Die Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Landesverwaltung und des öffentlichen Gesundheitsdienstes waren sich einig, dass die Fortführung der Eindämmungsstrategie im Sinne des natio­nalen Pandemieplans zum jetzigen Zeitpunkt des Infektionsgeschehens weiterhin der richtige Ansatz ist", sagte Ge­sundheitsministerin Dr. rer. nat. Carola Reimann in Hanno­ver. "Wir setzen nach wie vor darauf, potenziell erkrankte Menschen zu isolieren, sie so schnell wie möglich auf das Corona-Virus zu testen und im Falle einer Ansteckung die entsprechenden Kontaktpersonen zu ermitteln. Diese wer­den dann ebenfalls unter Quarantäne gestellt und getestet", beschrieb Reimann das verabredete Vorgehen.

Eine weitere Maßnahme, auf die sich die Landesregierung gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nieder­sachsen verständigt hat, ist die Einrichtung von regionalen Zentren. Dort können Patientinnen und Patienten Proben abgenommen werden, die den Verdacht haben, sich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben. "Auf diese Weise entlasten wir die Allgemeinmedizinerinnen und Allgemein­mediziner in Niedersachsen und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Schutzkleidung für das medizinische Personal in diesen Zentren möglichst effizient genutzt werden kann", sagte Gesundheitsministerin Reimann.

Aktuelle Informationen zur Ausbreitung des Corona-Virus, aber auch Ratschläge zum richtigen Umgang mit Ver­dachtsfällen hält das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin be­reit. Die Bundesbehörde hat unter dem Link https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html eine Internetseite eingerichtet, auf der sich Ärztinnen und Ärzte unter anderem über das richtige Vorgehen infor­mieren können. Eine Infografik in Form eines Fluss-Schemas verdeutlicht anschaulich, wie eine Patientin oder ein Patient mit Atemwegserkrankungen je nach Vorgeschichte zu be­handeln ist. Hatte die Patientin oder der Patient in den zu­rückliegenden vierzehn Tagen wahrscheinlich Kontakt zu einem Covid-19-Fall oder hielt sich bis vierzehn Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet auf, so ist der Fall sofort dem Gesundheitsamt zu melden. Eine stationäre Ein­weisung soll jedenfalls nur erfolgen, wenn kein ambulantes Management möglich ist.

Bei Erkrankten, die sich in Regionen mit Covid-19-Fällen aufgehalten haben, Kontakt zu unbestätigten Fällen hatten oder an einer viralen Pneumonie ohne Alternativdiagnose leiden, soll eine differenzialdiagnostische Abklärung erfol­gen. Hier soll zunächst keine Meldung des Verdachts an das Gesundheitsamt erfolgen.

Für eine abschließende Beurteilung der Schwere der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 liegen dem RKI zufolge noch nicht genügend Daten vor. Inzwischen steht fest, dass das Co­ronavirus von Mensch zu Mensch per Tröpfcheninfektion übertragbar ist. Es ist davon auszugehen, dass Betroffene auch mit nur leichten oder unspezifischen Symptomen ansteckend sind. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis zu vierzehn Ta­gen können Symptome einer Atemwegserkrankung auftre­ten - also Fieber, Husten, Schnupfen oder Atemnot.

Unter dem folgenden Short-Link finden Sie das aktuali­sierte Flussschema zur Verdachtsabklärung sowie die entsprechenden Maßnahmen: http://www.haeverlag.de/n/066.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 3. April 2020