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Zustimmung der Delegierten auf dem 121. DÄT zur novellierten MWBO ist ein wichtiges Zwischenziel auf dem Weg, eine neue kompetenzbasierte ärztliche Weiterbildung in Deutschland zu etablieren

Die fast einstimmige  Zustimmung der Delegierten auf dem 121. DÄT in Erfurt zur novellierten MWBO  der BÄK ist ein wichtiges Zwischenziel auf dem Weg, eine neue kompetenzbasierte ärztliche Weiterbildung in Deutschland zu etablieren.

Die Danksagungen an den Vorsitzenden der Weiterbildungsgremien der BÄK, Kollege Dr. Franz Bartmann aus Schleswig-Holstein, sowie an das zuständige Dezernat der BÄK waren umfangreich und zweifellos angesichts der großen Kraftanstrengung in den vergangenen Monaten mehr als berechtigt. Gefehlt hat mir eine Danksagung an die vielen Kolleginnen und Kollegen aus den Landesärztekammern, die in ihren Gremien den Entwurf der MWBO vorberaten und konsentiert haben. Ich möchte daher an dieser Stelle ausdrücklich unseren Kolleginnen und Kollegen aus dem WBA der Kammerversammlung dafür danken, dass sie diesen Prozess so intensiv mit begleitet haben. Mein besonderer Dank geht dabei an Herrn Schwinn, der als Abteilungsleiter viele kooperative Aufgaben übernommen hat.

Im Wesentlichen hat der 121.DÄT in Erfurt zum Teil C, also den Zusatzweiterbildungen, diskutiert. Eine erneute Diskussion der Kopfteile im Teil B (Gebiete und Schwerpunkte) sowie zu den Inhalten des Teil B   wurde durch Nichtbefassung aller dazu gestellten Anträge verhindert. Dies mag aus pragmatischen Gründen sinnvoll gewesen sein, eine vertiefte inhaltliche Diskussion wird dieses Vorgehen jedoch nicht verhindern, zumal der 121.DÄT nur die sogenannten Kopfteile der Abschnitte B und C verabschiedet hat. Der Sprengstoff liegt jedoch eher in den Inhalten. Ich möchte an dieser Stelle schon einmal vorsorglich darauf hinweisen, dass wir bei der Umsetzung der MWBO in Landesrecht nicht nur die Kopfteile, sondern auch die Inhalte in der Kammerversammlung beschließen. Ärgerlicher Begleiteffekt dieser Abstimmungspraxis war, dass ein auch aus Niedersachsen intendierter Antrag auf Implementierung der psychosomatischen Grundversorgung in das Gebiet Kinder- und Jugendmedizin scheiterte.

Als wichtiges Zwischenergebnis der Diskussion zum Teil C kann jedoch positiv aus niedersächsischer Sicht festgehalten werden, dass auf Antrag auch unserer Delegierten die ZWB Phlebologie berufsbegleitend erhalten wurde und auch die ZWB Psychotherapie wie  ZWB Palliativmedizin in gleicher Weise erreichbar bleiben. Daneben sind als neue Bezeichnungen jeweils in zweiter Lesung sowohl die spezielle Kinderurologie und Sexualmedizin eingeführt worden. Neu in die MWBO aufgenommen sind auch die ZWB Ernährungsmedizin und Spezielle Kardiologie für Erwachsene mit angeborenen Herzerkrankungen. Einen Gesamtüberblick kann man sich auf der Webseite www.bundesaerztekammer.de verschaffen.

Ein zentrales Element bei der Umsetzung der neuen WBO wird die Einführung eines bundesweit einheitlichen ELogbuchs sein. Erfreulich ist, dass der 121. DÄT dies auch mit großer Mehrheit gefordert hat und jetzt hoffentlich in Bälde unter Federführung der BÄK dieses Projekt weiter vorangetrieben wird.
Unverzichtbar für die Umsetzung der MWBO wird sein, jetzt in Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften  für die jeweiligen Gebiete, Schwerpunkte sowie ZWB sogenannte "fachlich empfohlene Weiterbildungspläne" zu erstellen, die zu den jeweiligen Kompetenzblöcken die differenzierten Inhalte ausformulieren sollen.

Also wir dürfen sehr zufrieden mit dem Ärztetags Beschluss sein. Wir dürfen sehr zufrieden sein, im welchem Umfang niedersächsische Delegierte auf dem 120. Und 121. DÄT gestaltend eingegriffen haben. Wir dürfen jedoch nicht die Augen davor verschließen, dass wir jetzt vor und nach der Umsetzung der MWBO in Landesrecht vor erheblicher Arbeit stehen, die nur geschultert werden kann, wenn wir unsere Weiterbildungsabteilung personell verstärken (Stichwort Kompetenzzentrum Weiterbildung) und vor allem unsere Ehrenamtler in den Gremien unvermindert mit dem gleichen Engagement wie zuvor daran mitwirken.

Ich möchte jedoch noch einmal betonen: wir haben jetzt einen Rahmen beschlossen, wie die neue MWBO aussehen soll, dieser muss jetzt jedoch auch mit den gleichen Inhalten gefüllt werden.

Ich erwarte daher in den kommenden Monaten noch diverse kritische Auseinandersetzungen über  die Inhalte der ZWBs  im Teil C. Dabei wird es wichtig bleiben, diese Diskussion so zu führen, dass sich die Inhalte in der dann beschlossenen WBO der Landesärztekammern nicht (zu sehr) inhaltlich unterscheiden. Intensiver Diskussion bedarf es auch noch, wie im Detail eine berufsbegleitende Weiterbildung aussehen soll. Diese Arbeit muss zum Teil in den LÄK, vor allem jedoch in der SKO Weiterbildung der BÄK geleistet werden, um nicht einen Flickenteppich von unterschiedlichen Inhalten bei gleicher Bezeichnung zu bekommen.

Wir befinden uns also in einem Entwicklungsprozess hin zu einer kompetenzbasierten Weiterbildung für alle Ärztinnen und Ärzte. Es gibt noch viel zu tun, packen wir es mit Optimismus und Mut an.

(Dr. med. Gisbert Voigt, Statement zur MWBO,  121. Deutschen Ärztetag in Erfurt, 2018)

Dokument erstellt am 14. Mai 2018, zuletzt aktualisiert am 11. Februar 2020