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Ärzteforum

Aller-Elbe

Seminartag in Walsrode
16. März 2019

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Ärzteforum Aller-Elbe



Abstracts der Vorträge

Der Arzt als Coach: die Selbstwirksamkeit des Patienten aktivieren
Dr. med. Franz J. Sperlich, Facharzt für Allgemeinmedizin, Lilienthal

Eines der wichtigsten, wirkungsvollsten und immer verfügbaren Instrumente des ärztlichen Berufes ist die Kommunikation. Erfahren Sie praktische und neurowissenschaftliche Hintergründe dazu, wie sie dieses Instrument noch bewusster einsetzen können und damit die Zufriedenheit und Therapieerfolge in Ihrem Praxis-Alltag steigern.


"Nur viel oder viel zu viel" – Polymedikation
Priv.-Doz. Dr. med. Guido Schmiemann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Verden

Insbesondere multimorbide, ältere Patienten erhalten oft eine Polypharmakotherapie. Wie können umfangreiche Medikamentenpläne "bewertet" werden, wie kann ein Absetzen von Medikamenten in den Verschreibungsprozess integriert werden?


Adipositas und deren Folgeerkrankungen – wann braucht es Chirurgie?
Dr. med. Daniel Matz, Facharzt für Allgemeinchirurgie und Visceralchirurgie, Rotenburg

Adipositas ist ein weltweit zunehmendes Problem, sowohl gesundheitlich und auch aus ökonomischer Sicht. Der Vortrag soll die Bedeutung, Möglichkeiten und Indikationen der chirurgischen Therapie der Adipositas und ihrer Folgeerkrankungen beleuchten.


Primärer Hyperparathyreoidismus - vergessen aber auch wirklich verschwunden?
Priv.-Doz. Dr. med. Oleg Heizmann, Chefarzt, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg

Der primäre Hyperparathyreoidismus ist eine häufigere endokrine Erkrankung, als angenommen. Die Patienten sind oft sehr lange nur scheinbar asymptomatisch. Beim Fortschreiten führt die Hyperkalzämie bedingt durch primären Hyperparathyreoidismus zu einer Reihe von funktionellen Symptomen, die oft fehlgedeutet werden. Das frühzeitige Erkennen und die Therapie verhindern die sekundären Veränderungen und steigern die Lebensqualität.


Selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen
Thomas Duda, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Hildesheim

“Kinder und Jugendliche, die sich selbst verletzen oder von suizidale Gedanken und Handlungsimpulsen berichten, lösen in ihrer Umgebung große Beklemmung und Verunsicherung aus. Das Seminar soll zur Thematik informieren und  Hilfestellung im Umgang mit den betroffenen Kindern, Jugendlichen und deren Umfeld leisten”.


Fehler passiert – was nun?
Dr. med. Johannes Herzog, Facharzt für Innere Medizin, Uelzen

Es ist möglich mit Fehlern offen und konstruktiv umzugehen. Wie schwierig das ist, wissen alle, die es versuchen. Dies ist es umso mehr, wenn sich jemand persönlich schuldig fühlt. Anhand von eigenen Fallbeispielen wird ein im eigenen Praxisteam erprobtes Verfahren vorgestellt in dem deutlich wird, was alles zur Fehlerentstehung beiträgt und wie sich Fehler vermeiden lassen. Dies alles, ohne mit dem Finger auf die vermeintlichen Schuldigen zu zeigen. Hierbei ist Ihre Mitarbeit und Expertise aus dem eigenen Arbeitsumfeld gefragt.


"Was tun wenn es brennt" Harnwegsinfekt - aktuelle Leitlinie
Priv.-Doz. Dr. med. Guido Schmiemann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Verden

Therapiestrategien beim Harnwegsinfekt - Empfehlungen zur Diagnostik und (medikamentösen) Behandlung in unterschiedlichen Patientengruppen (vom Kind zum Pflegeheimbewohner) unter Berücksichtigung aktueller Leitlinie Harnwegsinfektionen


"Mikrointervention in der Praxis"
Dr. med. Franz J. Sperlich, Facharzt für Allgemeinmedizin, Lilienthal

Patienten in Krisensituationen erfordern oftmals eine erhöhte Aufmerksamkeit, die im Praxisalltag zeitlich schwer unterzubringen ist. Mit Hilfe des bewussten Umgangs mit Emotionen und dem Einsatz von Mikrointerventionen begegnen sie solchen Situationen souverän und effektiv.


Schilddrüsenknoten – und nun?
Priv.-Doz. Dr. med. Oleg Heizmann, Chefarzt, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg

Schilddrüsenerkrankungen sind am häufigsten auftretende endokrine Leiden. Dabei ist 1/3 der deutschen Bevölkerung von morphologischen Schilddrüsenveränderungen betroffen. Schilddrüsenknoten sind in Deutschland relativ häufig und werden meistens zufällig im Rahmen einer Sonografie entdeckt. Dabei geht es darum herauszufinden, ob es sich hierbei um hormonaktive oder bereits sogar bösartige Veränderungen mit oder ohne lokale Beschwerden handelt. Danach richtet sich dann die individuelle Therapie. Hierbei stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.


Schlange vor dem Klo – Autismus erkennen und verstehen
Thomas Duda, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Hildesheim

Die Diagnose Autismus erfährt in letzter Zeit eine deutliche Inflation. Ein Kind isoliert sich- Autismus!? Ein Kind zeigt besondere Interessen- Autismus!? Ein Kind zeigt Auffälligkeiten im sozialen Miteinander- Autismus!? Das Seminar soll dabei unterstützen differentialdiagnostische Überlegungen zu treffen, wann eine weitergehende differenzierte Diagnostik erforderlich ist und wann nicht.


Medizin hinter Gittern – Die ärztliche Versorgung niedersächsischer Gefangener
Dr. med. Kerstin Ebbecke, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Lingen

In niedersächsischen Justizvollzugseinrichtungen sind Ärztinnen und Ärzte der Allgemeinmedizin, der Inneren Medizin und Psychiatrie tätig sind. Neben der ambulanten anstaltsärztlichen Versorgung in den 12 Justizvollzugsanstalten, der Jugendanstalt und der Jugendarrestanstalt werden Gefangene im Niedersächsischen Justizvollzugskrankenhaus in Lingen (Ems) stationär behandelt.

Das Alter der Patientinnen und Patienten liegt zwischen 14 und über 80 Jahren, alle Bevölkerungsschichten sind vertreten. Häufig werden auch Menschen behandelt, die im Alltag wenig Zugang zum deutschen Gesundheitssystem finden. Neben der üblichen hausärztlichen Versorgung liegt ein Schwerpunkt der Tätigkeiten im Bereich der Behandlung von Alkohol- und Drogensucht von Suchtfolge- und Infektionserkrankungen.

Die Verantwortung für die medizinische Versorgung der Gefangenen liegt beim Land Niedersachsen. Dementsprechend wird die Fachaufsicht durch das Justizministerium ausgeübt. Neben der Berufsordnung der Ärztekammer Niedersachsen und den sonst durch Ärzte einzuhaltenden Gesetze gilt das Niedersächsische Justizvollzugsgesetz, welches einige wenige Vorschriften für ärztliche Tätigkeiten enthält. Entlastet werden Ärztinnen und Ärzte im Justizvollzug durch die erstaunlich geringe Bürokratie und fehlende Abrechnungstätigkeiten.


Konfliktmanagement und Prävention von psychischen Belastungen bei Mobbing
Ann Mathilde Furrer, Kolding

Es gibt zwei Situationen, die insbesondere Mobbing verursachen können:- Ungelöste Konflikte- Wenn jemand etwas tut, das sich von dem unterscheidet, was man normalerweise tut (Normbruch). Mobbing ist nicht nur zwischen zwei Partnern - es gibt oft Zeugen. Die Reaktionen des Zeugen sind entscheidend dafür, ob sich Situationen zu Mobbing entwickeln können. Das Verhalten der Zeugen ist auch der Schlüssel, um Mobbing zu verhindern.


Vegan, Paleo oder "frei von": Wie sind die Ernährungstrends einzuordnen?
Dipl. oec. Troph. Nicole Eckelmann, DGE Hannover

In den Medien ist täglich von unterschiedlichen Ernährungsformen zu lesen, die eine gesündere Lebensweise versprechen. Aber wie gesund sind sie wirklich und wo ist die Grenze zu einseitiger Kostform?


Kindertraumatologie – Grundsätze – was macht man anders?
Hanno von Koschitzky, Facharzt für Allgemeinchirurgie und Kinderchirurgie, Walsrode

Der abenteuerliche kindliche Alltag und die besondere Biomechanik des wachsenden Skeletts führen in jeder Altersgruppe zu anderen, typischen Verletzungen. Es wird zunächst ein Überblick über die Grundsätze der Kindertraumatologie gegeben. Ausgewählte, häufige Verletzungen und "Kadi-Läsionen" werden mit deren Besonderheiten und Tücken bei Diagnose und Therapie mit anschaulichen Beispielen aus der kinderchirurgischen Praxis vorgestellt.


Das neue niedersächsische Bestattungsgesetz – Änderungen bei Leichenschau und Meldepflichten (Block 3 + 4 inhaltlich identisch)
Dr. med. Alfred Flaccus, Facharzt für Anästhesiologie, Hildesheim

Bereits seit Mitte 2018 gilt in Niedersachsen ein neues Bestattungsgesetz. Für Ärzte, die Todesbescheinigungen ausstellen, sind viele Veränderungen zu beachten. Der Vortrag gibt einen Überblick und zeigt Probleme / Fallstricke des neuen Gesetzes auf.


Globusgefühl, Zungenbrennen, Halitosis (Mundgeruch) & Co.
Prof. Dr. med. Stephan Hollerbach, Facharzt für Innere Medizin – Gastroenterologie -, Allgemeines Krankenhaus, Celle


Gewalt von Patienten gegen das Personal, Identifikation und Prävention
Ann Mathilde Furrer, Kolding

Um effektive Präventionsmaßnahmen zu veranstalten ist die Identifikation von verbaler und körperlicher Gewalt der erste Schritt. Zur wirksamen Prävention gehören systematische Registrierung, Analyse und das Einüben von angepassten präventiven Methoden.


Rheumatische Erkrankungen - Welche Rolle spielt die Ernährung?
Dipl. oec. Troph. Nicole Eckelmann, DGE Hannover

Im Alltag bedeuten Rheumatische Erkrankungen häufig einen hohen Leidensdruck. Wie kann die Ernährung bei diesen Erkrankungen positiv unterstützen?


Schmerztherapie im Kindes- und Jugendalter aus kinderchirurgischer Sicht - was ist gut möglich und nicht schädlich?
Hanno von Koschitzky, Facharzt für Allgemeinchirurgie und Kinderchirurgie, Walsrode

Akute Schmerzen sind bei Kindern die häufigste Ursache für einen ungeplanten Arztbesuch. Es werden die wichtigsten Ursachen und altersgemäße Behandlungsmöglichkeiten zusammengefasst. Anhand typischer Beispiele aus dem Alltag wird vorgestellt, wie eine schonende und kindgerechte Schmerztherapie durchgeführt werden kann.


Impfen macht Spaß
Dr. med. Volker von der Damerau-Dambrowski, Facharzt für Allgemeinmedizin, Stade

Wenn es uns Hausärzten gelingt, unsere Patienten und die gesamte Bevölkerung nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut durch Impfungen gegen lebensgefährliche Erkrankungen zu schützen und wir dabei auch durch unsere medizinischen Fachangestellten kompetent unterstützt werden, so macht uns dies in der Praxis sehr viel Freude. Wird doch dadurch auch unsere Schlüsselrolle in der Bekämpfung dieser Krankheiten deutlich. Ein zusätzlicher Grund zur Freude ist, dass Impfungen außerhalb des Budgets gut bezahlt werden. Allerdings sollten wir uns mit den Erkrankungen, gegen die wir impfen, mit den zugelassenen Impfstoffen sowie mit dem Vorgehen im Einzelnen gut auskennen. Die Indikationen und alle Fragen, die sich bei Schutzimpfungen ergeben, werden wir in unserem Seminar gemeinsam klären.


Dokument erstellt am 13. Februar 2019, zuletzt aktualisiert am 19. März 2019