newsletter

Ärzteforum

Aller-Elbe

Seminartag in Walsrode
26. Oktober 2019

Ärzteforum

Ärzteforum Aller-Elbe



Abstracts der Vorträge

Besonderheiten der Versorgung von Menschen mit geistigen Behinderungen
Dipl.-Psych. Martha Hänel
MVZ am Hammersteinplatz, Uelzen

Die medizinische Versorgung und psychiatrische Behandlung von Menschen mit einer geistigen Behinderung stellt das Regelversorgungssystem immer wieder vor neue Herausforderungen. Seit drei Jahren gibt es spezialisierte Einrichtungen in Deutschland (MZEB), die sich besonders dieser Patientengruppe annehmen und damit eine wertvolle Unterstützung für die gesamte Ärzteschaft darstellen. Anhand von Fallbespielen und einem entwicklungsorientierten Blick auf Behinderung wird die besondere Versorgung der Patienten in einem MZEB exemplarisch dargestellt.


Dermatologie für Nichtdermatologen – Prävention von Hautkrebs
Dr. med. Andreas Kleinheinz, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Elbe Kliniken Stade-Buxtehude GmbH

Im ersten Teil wollen wir gemeinsam möglichst viele Bilder von Patienten mit epithelialem und melanozytärem Hautkrebs sowie den Differenzialdiagnosen präsentieren und besprechen.


Epilepsie – eine interdisziplinäre Herausforderung
Dr. med. Frank Bösebeck, Facharzt für Neurologie
Rotenburg (Wümme)

Mit deutschlandweit etwa 400.000 Betroffenen zählen die Epilepsien zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Aufgrund des "bunten" Symptombildes epileptischer Anfälle und deren symptomatologische Ähnlichkeit insbesondere zu Synkopen ist das Risiko für Fehldiagnosen hoch.Im Falle einer gesicherten Epilepsie ist darüber hinaus die präzise Klärung der Ursache von erheblicher therapeutischer Bedeutung. Diagnostisch fordert dies eine enge, fachübergreifende Zusammenarbeit. Therapeutisch steht neben der Vermeidung anfallsprovozierender Faktoren insbesondere die Behandlung mit Antiepileptika im Vordergrund. Hier gilt es, durch eine individuelle, u.a. auf Epilepsiesyndrom, Alter, Geschlecht und Komorbidität ausgerichtete Auswahl geeigneter antiepileptischen Substanzen sowohl eine gute Verträglichkeit als auch einen hinreichend guten antiepileptischen Schutz zu erzielen. Der Vortrag gibt einen Überblick über den Stand der aktuellen Diagnostik und Therapie epileptische Erkrankungen, darüber hinaus werden die gegenwärtigen Versorgung strukturellen epileptologischen Angebote vorgestellt.


DMP KHK
Dr. med. Martin Krüger, Facharzt Innere Medizin – Kardiologie
Verden

  • akutes Koronarsyndrom
  • Stabile KHK
  • Die Zeit nach dem Stent: Triple versus duale Therapie
  • Herzinsuffizienz: Neue Therapieoptionen

Schwindeldiagnostik
Priv.-Doz. Dr. med. Marco Lörz, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Bremervörde

10 Prozent der Patienten in einer Hausarztpraxis klagen über Schwindel. Die Klage „mir ist immer so schwindelig“ hört man also sehr oft. Steckt dahinter nur eine Befindlichkeitsstörung oder doch eine ernst Erkrankung?In dem Seminar werden Ursachen, Differentialdiagnosen und Therapiemöglichkeiten des Symptoms Schwindel vorgestellt und darauf aufbauend ein sinnvolles, pragmatisches vorgehen in der Hausarztpraxis vorgeschlagen.


Fehler passiert – was nun?
Dr. med. Johannes Herzog, Facharzt für Innere Medizin
Uelzen

Es ist möglich mit Fehlern offen und konstruktiv umzugehen. Wie schwierig das ist, wissen alle, die es versuchen. Dies ist es umso mehr, wenn sich jemand persönlich schuldig fühlt. Anhand von eigenen Fallbeispielen wird ein im eigenen Praxisteam erprobtes Verfahren vorgestellt in dem deutlich wird, was alles zur Fehlerentstehung beiträgt und wie sich Fehler vermeiden lassen. Dies alles, ohne mit dem Finger auf die vermeintlichen Schuldigen zu zeigen. Hierbei ist Ihre Mitarbeit und Expertise aus dem eigenen Arbeitsumfeld gefragt.


Dermatologie für Nichtdermatologen - Typische Hauterkrankungen
Dr. med. Andreas Kleinheinz, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Elbe Kliniken Stade-Buxtehude GmbH

Im zweiten Teil besteht die Möglichkeit, dass die Teilnehmer Fälle aus ihren Praxen mitbringen, die gemeinsam besprochen werden. Ansonsten werden typische dermatologische Hauterkrankungen präsentiert.


Depression - Diagnostik und Behandlung
Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kossow, Facharzt für Allgemeinmedizin
Verden

Handlungsbedarf bei Depressionen – sind DMP sinnvoll?


DMP Asthma & COPD
Dr. med. Olaf Dittrich, Facharzt für Innere Medizin – Lungen- und Bronchialheilkunde
Rotenburg

Welche  neuen  Therapie-Entwicklungen gibt es seit 2018 bei der Behandlung von Asthma und COPD


Gutes Augenmaß – Blickdiagnosen in der HNO-Heilkunde
Priv.-Doz. Dr. med. Marco Lörz, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Bremervörde

In dem Seminar werden typische Diagnosen im HNO-Gebiet vorgestellt, die auf den "ersten Blick“ gestellt werden können ohne dabei fachspezifische Untersuchungsmethoden zu ver-wenden.


Hausärztlich-geriatrisches Basisassessment
Dr. med. Volker von der Damerau-Dambrowski, Facharzt für Allgemeinmedizin
Stade

Die Geriatrie befasst sich mit geistigen, körperlichen, funktionellen und sozialen Aspekten in der Versorgung von akuten und chronischen, rehabilitativen und präventiven Erkrankungen des alten Menschen sowie deren speziellen Situation am Lebensende.


Evidenzbasierte Therapie der Leistenhernie
Dr. med. Timo Clasen, Facharzt für Visceralchirurgie
Rotenburg (Wümme)

Die Leistenhernienoperation ist eine der häufigsten operativen Maßnahmen der Welt. Die hier vorgestellte HerniaSurge-Leitlinie enthält die aktuellen evidenzbasierten Standards in Diagnostik und Therapie


Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren, jetzt auch beim Mammakarzinom
Dr. med. Freerk Müller, Facharzt für Innere Medizin – Hämatologie und Onkologie
Verden

Die systemische onkologische Therapie entwickelt sich stetig weiter. Dabei werden kaum noch klassische Zytostatika entwickelt. Nach zystostischen Antikörpern und Thyrosinkinase-Inhibitoren stehen derzeit Checkpoint-Inhibitoren im Fokus.


DMP Diabetes
Dr. med. Martina Zeitoun, Fachärztin für Innere Medizin – Diabetologie/Innere
Lilienthal

Neben Vorstellung sowohl der modernen oralen Antidiabetika als auch der Insulintherapie sollen auch die Ernährungs- und Bewegungstherapie bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 nicht zu kurz kommen. Anschließend werden die Therapiemöglichkeiten anhand von Fallbeispielen diskutiert.


Delir – die unterschätzte Gefahr
Dr. med. Konstantin Lekkos, Facharzt für Innere Medizin, Hildesheim

Das Delir ist eine häufig nicht erkannte Erkrankung, die in jeder Altersstufe auftreten kann und eine erhebliche Beeinträchtigung für den Patienten bedeuten kann. Studien zeigen, dass die Mortalitätsrate und die Pflegebedürftigkeit bei Patienten mit einem Delir signifikant steigt. Das Erkennen und richtige Behandeln eines Delirs kann diesen Effekt reduzieren. Sensibel auf Veränderungen im Verhaltensmuster und das rechtzeitige Erkennen sollte Ziel einer guten Diagnostik sein.


Das rote Auge und andere häufige Augenkrankheiten
Dr. med. Karl Jungmann, Facharzt für Augenheilkunde
Verden

Vorgestellt werden häufige Augenkrankheiten im Alltag der Augenarztpraxis und die Differenzialdiagnose beim roten Auge. Welche Fragen führen schnell zum Ziel, um die Situation ein zu stufen.


Lungenrundherd - was tun?
Dr. med. Tim Strauss, Facharzt für Chirurgie
Rotenburg (Wümme)

Ein im Röntgenbild der Lunge aufgefallener Rundherd muss weiter abgeklärt werden. Neben Entzündungen sind auch gutartige Tumore in der Lunge nicht selten. Menschen, die eine Raucheranamnese haben oder bereits onkologisch belastet sind, können mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch primäre oder sekundäre Malignome der Lunge aufweisen. Um dies eingrenzen zu können, erfolgt eine Computertomografie der Lunge. Je nach Anamnese des Patienten und Sitz des Herdes sollte eine Gewebeprobe gewonnen werden, über Bronchoskopie, CT-gesteuerte transthorakale Punktion oder mit einer videogestützten minimal  invasiven Operation. Das histologische Ergebnis wird dann als Grundlage genommen, um in einer interdisziplinären Tumorkonferenz den Fall zu diskutieren und die weitere Therapie zu empfehlen.


Juristische Aspekte psychiatrischer Zwangsmaßnahmen
Ernst Homann
Amtsgericht Walsrode

Voraussetzungen der geschlossenen Unterbringung nach BGB und PsychKG


Der diabetische Fuß – Amputationen verhindern
Dr. med. Martina Zeitoun, Fachärztin für Innere Medizin – Diabetologie/Innere
Lilienthal

Nach einer kurzen Einführung werden wir anhand von Fallbeispielen besprechen, wie sich Amputationen bei unseren Patienten mit diabetischem Fußsyndrom verhindern lassen. Dazu gehört die Patientenschulung, Schuhversorgung, als auch die Wundversorgung bei bestehendem Ulkus.


Schlafstörungen
Dr. med. Konstantin Lekkos, Facharzt für Innere Medizin
Hildesheim

Die Therapie von Schlafstörungen ist genauso schwierig, wie die Diagnose und die Ursachen-findung. Oft nehmen die Patienten gar nicht wahr, dass sie an einer Schlafstörung leiden, aber leiden an den daraus resultierenden Symptomen. Eine unbehandelte schwere Schlafstörung kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Im Laufe des Lebens verändert sich das Schlafmuster. Eine gute Anamnese ist besonders wichtig. Eine Therapie ist schwierig.


Arzt-Patienten-Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung
Dipl.-Dok. Oliver Busse und Dipl.-Red. Andreas Pagel
Ärztekammer Niedersachsen

Was ist digitale Kommunikation und wie funktioniert sie zwischen Arzt und Patient im World Wide Web? Welche Möglichkeiten bietet sie und welche Gefahren bringt sie mit sich? Was ist "Old-School" und was liegt im Trend der digitalen Kommunikation, und was ist bei der Erstel-lung einer modernen Homepage zu beachten? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die ÄKN-Online-Redakteure Andreas Pagel und Oliver Busse.


Dokument erstellt am 13. Februar 2019, zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2019