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Ärzteforum

Aller-Elbe

Seminartag in Walsrode
27. Oktober 2018

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Ärzteforum Aller-Elbe



Abstracts der Vorträge

Skabies auf dem Vormarsch: Kleine Milben, großes Jucken - Krätze erkennen und behandeln
Referent/in: Dr. med. Kleinheinz, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten,
Elbe Kliniken Stade-Buxtehude GmbH

Eine in Vergessenheit geratene Krankheit ist zurück und breitet sich wieder aus. Skabies-Symptome sind zwar typisch, aber trotzdem besteht häufig Unsicherheit bei der Diagnostizierung. Oftmals wird Skabies nicht erkannt und mit Allergien oder anderen Erkrankungen verwechselt. Das Erkennen und Behandeln ist allerdings wichtig, damit die Krätze zukünftig schneller erkannt und die Ausbreitung eingedämmt werden kann.


Dermatologie für Nichtdermatologen - Prävention von Hautkrebs
Referent/in: Dr. med. Kleinheinz, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten,
Elbe Kliniken Stade-Buxtehude GmbH

Im ersten Teil wollen wir gemeinsam möglichst viele Bilder von Patienten mit epithelialem und melanozytärem Hautkrebs sowie den Differenzialdiagnosen präsentieren und besprechen.


Parkinson - mehr als Rigor-Tremor-Akinese
Referent/in: Dr. med. Jens Schaumburg, Facharzt für Neurologie, Helios Klinikum Uelzen

Parkinson – mehr als „Rigor- Tremor- Akinese“ Lange wurde bei der Diagnose und Behandlung der Parkinsonerkrankung vor allem auf die Trias Rigor-Tremor-Akinese geachtet; dass das zu wenig ist und die Einschränkung der Lebensqualität von Betroffenen durch eine Vielzahl von Begleitsymptomen ebenso bedingt wird, wurde und wird immer noch öfter übersehen. Worauf also ist zu achten, was ist noch zu berücksichtigen – und welche „red flags“ gibt es, auf die es frühzeitig zu reagieren gilt?


DMP KHK
Referent/in: Ralf Weßel, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Aller-Weser-Klinik gGmbH, Verden

KHK zwischen Medikation und Intervention - Was ist heute möglich und sinnvoll?


Praktische Anleitung für eine optimale Betreuung von Patienten mit starkem Übergewicht
Referent/in: Dr. med. Jost-Hendrik Hübner, Facharzt für Chirurgie, Krankenhaus Winsen (Luhe)

Welche Empfehlungen gibt es für das Management von Patienten mit starkem Übergewicht im niedergelassenen Bereich? Was kann der Hausarzt machen und wann kommen die Chirurgen mit ins Spiel?


Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen (MMK) zur Verbesserung der Patientensicherheit
Referent/in: Dr. med. Anouk Siggelkow, Leitung Patientensicherheit,
Ärztekammer Niedersachsen, Hannover

Die wirksame Umsetzung von MMK im heutigen Klinikalltag ist aber höchst anspruchsvoll. Im Workshop werden die wichtigsten Kriterien hierfür praxisnah vorgestellt.


Dermatologie für Nichtdermatologen - Typische Hauterkrankungen
Referent/in: Dr. med. Kleinheinz, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten,
Elbe Kliniken Stade-Buxtehude GmbH

Im zweiten Teil besteht die Möglichkeit, dass die Teilnehmer Fälle aus ihren Praxen mitbringen, die gemeinsam besprochen werden. Ansonsten werden typische dermatologische Hauterkrankungen präsentiert.


Schlaganfallbehandlung - der Weg zum Hirnkatheterlabor?
Referent/in: Dr. med. Jens Schaumburg, Facharzt für Neurologie, Helios Klinikum Uelzen

Schlaganfallbehandlung - der Weg zum Hirnkatheterlabor? Der Schlaganfall ist schon lange als Notfall akzeptiert, die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren ständig weiterentwickelt. Die Option der Thrombektomie ist in den vergangenen beiden Jahren hinzugekommen und stellt eine kleine "Revolution" dar – und uns als Ärzte vor die Herausforderung, noch schneller und besser die betroffenen Patienten nach den für sie in Betracht kommenden Therapieverfahren zu selektionieren. Was also ist altbewährt, was ist neu in der Behandlung des akuten Schlaganfalls?


DMP Asthma & COPD
Referent/in: Dr. med. Olaf Dittrich, Facharzt für Innere Medizin - Lungen- und Bronchialheilkunde, Rotenburg

Welche neuen Therapie-Entwicklungen gibt es seit 2017 bei der Behandlung von Asthma und COPD.


Adipositas in Verbindung mit einer metabolischen Erkrankung - hier insbesondere der Diabetes mellitus Typ 2
Referent/in: Dr. med. Jost-Hendrik Hübner, Facharzt für Chirurgie, Krankenhaus Winsen (Luhe)

Welche Rolle spielt das Übergewicht in Bezug auf das metabolische Syndrom und was ist von einer erfolgreichen Behandlung der Adipositas in Bezug auf Erkrankungen wie den Diabetes mellitus Typ 2 zu erwarten?


Gutes Augenmaß - Blickdiagnosen in der HNO-Heilkunde
Referent/in: Priv.-Doz. Dr. med. Marco Lörz, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Bremervörde

In dem Seminar werden typische Diagnosen im HNO-Gebiet vorgestellt, die auf den "ersten Blick“ gestellt werden können ohne dabei fachspezifische Untersuchungsmethoden zu verwenden.


Wirkung von Stimme und Körpersprache im Patientengespräch
Referent/in: Dorothee Zapke, Hannover

Patientengespräche sind oft nicht einfach und benötigen Präsenz und Sensibilität. Fachleute achten im Gespräch meist auf Inhalt und die Wortwahl. Die Bedeutung der Stimme und der Körpersprache für den Transport der Information wird dabei häufig unterschätzt. In diesem Vortrag erfahren Sie, wie Sie mit einem effektiven Stimm- und Körpersprachetraining Haltungen unmissverständlich transportieren können. Unbewusste nonverbale Ausdruckselemente werden entlarvt und die damit verbundenen Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung  aufgedeckt. Sensibilisieren Sie sich neben einem empathischen Stimmeinsatz für nonverbale Schlüsselfaktoren wie Blickverhalten, Distanzen, Raumverhalten und Status.


Pädiatrie - Erkennen von Misshandlungen
Referent/in: Dr. med. Swen Geerken, Chefarzt Kinderabteilung/Neonatologie,
HELIOS Klinikum Uelzen, Ärztliche Leitung MVZ Dannenberg/Elbe

Der Umgang mit Kindesmisshandlungen ist sicher eine der schwierigsten Facetten der kinderärztlichen Tätigkeit. Bei diesem gesellschaftlich oft tabuisiertem Thema mit phasenweise enormer medialer Präsenz ist man selber stets emotional betroffen und es fehlt einem die gewohnte Routine. Nebst den Grundprinzipien eines kindgerechten Vorgehens werden "stark hinweisende Verletzungsmuster" anhand von Fallbeispielen entwickelt und der rechtliche Rahmen für das ärztliche Handeln dargestellt.


DMP Diabetes
Referent/in: Dr. med. Martin Veitenhansl, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Lilienthal

Der Schwerpunkt meines Vortrages "DMP Diabetes" werden die Therapiemöglichkeiten beim Diabetes mellitus - und hierbei insbesondere des Diabetes mellitus Typ 2 - sein. Dabei werde ich auch versuchen, eine kritische Bewertung der verschiedenen - alt hergebrachten und auch neuen - Therapieformen vorzunehmen. Derzeit kommt in der Diabetologie fast quartalsweise ein neues Präparat auf den deutschen Markt und teilweise verschwindet auch jedes Quartal ein Präparat. Vor diesem Hintergrund möchte ich mit meinem Vortrag helfen, den Überblick über sinnvolle Therapien zu halten.


Der Arzt als Coach: die Selbstwirksamkeit des Patienten aktivieren
Referent/in: Dr. med. Franz J. Sperlich, Facharzt für Allgemeinmedizin, Lilienthal

Eines der wichtigsten, wirkungsvollsten und immer verfügbaren Instrumente des ärztlichen Berufes ist die Kommunikation. Erfahren Sie praktische und neurowissenschaftliche Hintergründe dazu, wie sie dieses Instrument noch bewusster einsetzen können und damit die Zufriedenheit und Therapieerfolge in Ihrem Praxis-Alltag steigern.


Hausärztliche Palliativmedizin 2018
Referent/in: Prof. Dr. med. Lichte, Facharzt für Allgemeinmedizin – Palliativmedizin, Lauenbrück

Das Update bietet eine Zusammenfassung von aktuellen Empfehlungen zur Symptomkontrolle und Schmerztherapie.
Im Vordergrund stehen aber psychosoziale Themen wie Koordination der häuslichen Pflege und Betreuung im letzten Lebensabschnitt. Hier stehen mehr auch die pflegenden Angehörigen im Zentrum, ohne die der häufig geäußerte Wunsch vom „Sterben zuhause“ kaum möglich ist. Aber auch die Entscheidung über die Begleitung mit vorausschauenden Abstimmungen über palliative Maßnahmen wird diskutiert. Palliativkonferenzen bieten gute Möglichkeiten zwischen den pflegenden/betreuenden Angehörigen, der professionellen Pflege (ambulant wie stationär), dem betreuenden (Haus-)Arzt-Team und gelegentlich auch den Betroffenen abzustimmen. Dieses dokumentierte Gruppengespräch schafft Ruhe und Vertrauen zwischen den Akteuren und verhindert immer mehr eine Fehlversorgung durch unnötige Einweisungen bzw. notärztliche Überversorgung.


Deeskalation für den Ärztealltag
Referent/in: Dorothee Zapke, Hannover

Wie kann Konfliktpotential in angespannten Situationen rechtzeitig erkannt werden, und wie können wir darauf adäquat professionell reagieren?
In diesem Kurzseminar wird unter stimmlichen und körpersprachlichen Aspekten beleuchtet, wie Sie selbst unter starkem Stress einen kühlen Kopf bewahren können.
Der Workshop sensibilisiert für bestimmte Ausdruckselemente, um einer Unsachlichkeit, Verweigerung oder Eskalation effektiv begegnen zu können.


Kindernotfälle in der Praxis und im Bereitschaftsdienst
Referent/in: Dr. med. Swen Geerken, Chefarzt Kinderabteilung/Neonatologie,
HELIOS Klinikum Uelzen, Ärztliche Leitung MVZ Dannenberg/Elbe

Aufgrund von geringer Routine, schwieriger Zugangsanlage und Emotionen (eigenen und Angehörigen), sind Kindernotfälle auch für erfahrene Kollegen, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkinder immer wieder sehr "stressbeladen". Woran erkenne ich klinisch rasch ein kritisch krankes Kind? Für die häufigsten Notfallsituationen wird anhand von Algorithmen und klinischen Beispielen ein praxisnahes strukturiertes Vorgehen entwickelt.


Endoskopisch-interventionelle Methoden - Update
Referent/in: Prof. Dr. med. Arnold, Facharzt für Innere Medizin - Gastroenterologie, Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg gGmbH

Die endoskopische Submukosa-Dissektion und die endoskopische Vollwandresektion sind neue Verfahren, die in zunehmendem Maße in entsprechend ausgestatteten Zentren Anwendung finden. Mit diesem Vortrag sollen das Potential, aber auch die Grenzen dieser endoskopisch-interventionellen Verfahren mit Ihnen diskutiert werden.


Gichtarthritis - Diagnostik und Therapie
Referent/in: Dr. Andreas Ackermann, Facharzt für Innere Medizin - Rheumatologie,Verden

Die Gicht galt bis ins 19.Jahrhundert als Krankheit der Könige. In Zusammenhang mit der Besserung der Lebensverhältnisse und dem veränderten Ernährungsverhalten der Menschen ist Gicht heutzutage keine seltene und elitäre Erkrankung mehr. Atiologie und aktuelle Therapie sollen erläutert werden.


Wenn die Seele verletzt wird - Traumata erkennen und die Behandlung einleiten
Referent/in: Dr. med. Martina Hug, Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychiatrische Klinik Uelzen

Seelische Traumata nehmen im Bewusstsein der Öffentlichkeit und in der Psychotherapie einen immer größeren Raum ein. Die Bedrohung durch Gewalt und Terroranschläge erscheint allgegenwärtig und im Nachgang zu Katastrophen zeigt sich die Hilflosigkeit der Helfer im Umgang mit den seelischen Verletzungen. Trotz effizienter Therapiemethoden bleibt nach wie vor ein Großteil der kritisch Betroffenen zu lange unbehandelt und entwickelt in der Folge sowohl gravierende psychische als auch somatische Symptome.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2018