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Ärzteforum

Leinetal

Der Seminartag in Einbeck wurde aufgrund der
aktuellen Entwicklungen bzgl. des neuen Coronavirus
vorsorglich abgesagt.

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Ärzteforum Leinetal


Themen und Abstracts im Überblick

Block 1 - 11:30 - 12:30 Uhr


Thema: ADHS - (k)eine Modediagnose

Referent: Thomas Duda, Hildesheim

Es gab ihn immer schon: den "Zappelphilipp" und den "Hans-guck-in-die-Luft". Auch Mozart, Einstein oder Churchill waren schulische Versager und doch so genial! Was ist dieses Syndrom der Extreme? Es werden Genese, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten von ADHS dargestellt. Differentialdiagnosen und Hilfen zur Früherkennung sollen diskutiert werden.


Thema:  Mythen, Trugschlüsse und Kontroversen in der aktuellen leitliniengerechten Medizin

Referent: Prof. Dr. med. Johannes Bruno Dahm, Göttingen

Um medizinische Erkenntnisse frei von subjektiven Fehleinschätzung zu bekommen, verpflichten uns schlussendlich nicht nur die Kostenträger und der ständige Ausschuss des Bundestages (GBA) zu Evidenz-basierter Medizin meist auf dem Boden hierfür notwendiger sehr umfangreicher Studien, deren Kosten aber nur die Pharmaindustrie bewältigen kann und deren Ergebnisse aber dann innerhalb kürzester Zeit mittels Leitlinien unser ärztliches Handeln erheblich beeinflussen. Da nicht nur die Studienfragen und Inhalte erheblich von renditenorientierten Stellgrößen geprägt werden, kann es im individuellen Einzelfall häufig zu unterschiedlichen klinischen Einschätzungen führen, was im Ausland bereits zu einer ärztlichen namhaften und selbstbewussten Entscheidungsfindung weniger starr leitliniengerecht und mehr individuell-gerecht geführt hat ("choosing-wisely"). Anhand zahlreicher Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit werden neben namhaften Block-Buster-Studien auch viele Fehlinterpretationen und Fehleinschätzungen sowie mit vielen Mythen aufgeräumt.


Thema: Notfälle im HNO-Fachgebiet

Referent: Dr. med. Manfred Eilts

Nur wenige HNO-Notfälle sind auch wirklich lebensbedrohlich. Berichtet wird über die akute Hörstörung durch den Hörsturz, das Knalltrauma und Cerumen.

Des Weiteren wird über die akute Blutung aus dem Ohr, der Nase und der Mundhöhle berichtet, über Fremdkörper im HNO-Bereich, die akute Atemnot und stridorösen Atmung; letztendlich informiere ich über Komplikationen bei Patienten mit einer Tracheostoma. Der Vortrag zeigt therapeutische Möglichkeiten der o.g. Notfälle auf, die in den eigenen Praxisräumlichkeiten und auch im Bereitschaftsdienst umgesetzt werden können.


Thema: Lebermetastasen: wird zu wenig operiert und zu selten diagnostiziert?

Referent: Professor Dr. med. Frank Lehner, Hildesheim


Thema: Neuroleptika in der Behandlung verhaltensauffälliger Demenzpatienten Zulassung und Leitlinien - Who cares?

Referent: Dr. med. Stefan Preuße

Verhaltensauffälligkeiten wie Unruhe und Aggression von Demenzpatienten sind weltweit die häufigste Ursache für psychiatrische Krankenhausbehandlungen noch vor kognitiven Symptomen. Die überwiegende Mehrheit der Fachgesellschaften und wissenschaftlichen Publikationen lehnt eine Langzeitanwendung mit Neuroleptika ab und nur wenige Neuroleptika sind überhaupt zur Behandlung von verhaltensauffälligen Demenzpatienten zugelassen. Der Einsatz von Neuroleptika ist jedoch weit verbreitet. Welche Behandlungsoptionen sich gegen die wissenschaftlichen und fachgesellschaftlichen Ansichten und Empfehlungen entwickelt haben und warum, wird im Forum anhand selbst erhobener Daten diskutiert.


Thema: Fallbeispiele aus dem Netzwerk Ethikberatung Göttingen (NEG)

Referentin: Dr. med. Almuth Klapsing-Hessenbruch, Göttingen


Block 2 13:30 - 14:30 Uhr


Thema: Diabetes 2020

Referent: Tillmann Wolf, Fürstenberg


Thema: Selbstsorge - Umgang mit Endlichkeit

Referent: Prof. Dr. med. Matthias Gründel

Ausgangspunkt ist die Frage, ob Ärztinnen und Ärzte sich mehr und anders mit ihrer eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen sollten, verglichen mit anderen Berufsgruppen. Nach Bejahung der Frage wird eine "Gewinn-und-Verlustrechnung" vorgestellt mit besonderem Augenmerk auf die Möglichkeiten, sich konstruktiv mit dem Phänomen menschlicher Endlichkeit zu beschäftigen.


Thema: Kindernotfälle im Bereitschaftsdienst

Referent: Thomas Holstein-Diepold, Northeim


Thema: Antibiotikaverordnung in der ärztlichen Praxis

Referent: Dr. med. Elmar Wilde, Hildesheim

Um der zunehmenden Resistenzentwicklung gegen Antibiotika entgegenzuwirken (DART 2020 – Deutsche Antibiotika Resistenz Strategie), ist ein verantwortungsbewusster, evidenzbasierter und patientenorientierter Umgang mit Antibiotikaverordnungen (Antibiotic Stewardship) in der ärztlichen Praxis geboten. Obwohl die Verordnungszahlen von Antibiotika bei Atemwegsinfekten seit einigen Jahren erfreulicherweise bereits rückläufig sind, tun sich viele niedergelassene Ärzte noch schwer damit, auf eine Antibiotikaverordnung zu verzichten, wenn ihre Patienten - z.B. mit Fieber und Husten - diese (vermeintlich) erwarten. Anhand des NLGA-Antibiotikaratgebers und von Fallbeispielen aus der Praxis soll mit den Teilnehmern erarbeitet werden, wie Antibiotic Stewardship mithilfe eines einfachen Algorithmus im Praxisalltag konkret umgesetzt werden kann.


Thema: Disease Management Programm 'Koronare Herzkrankheit' - praktisch machen, aber wie?"

Referent: Dr. med. Johannes Hauswaldt

Pflicht ...

Disease Management Programme (DMPs): Wo finde ich als Hausarzt die Grundlagen? Worauf kommt's bei strukturierten Behandlungsprogrammen eigentlich an? Und lohnt sich das (Vergütung)? Wie praktisch machen? Erfahrungsaustausch: Vorteile und Nachteile eines DMP KHK.

... und Kür:

Hausärztliche Beratung zur kardiovaskulären Primärprävention mit arriba KVP.


Thema: Augenärztliche Notfälle im allgemeinen Bereitschaftsdienst

Referent: Dr. med. Stefan Kienzle, Herzberg

Nicht selten werden Ärzte im allgemeinen Bereitschaftsdienst oder während der Sprechstunde mit augenärztlichen Notfällen konfrontiert. Oft steht man ratlos vor den Patienten und ist unsicher, welche Therapie man anwenden soll, und der nächste Augenarzt ist weit. Der Vortrag möchte hierzu eine praktische Entscheidungshilfe gegeben. Die wichtigsten Notfälle werden systematisch vorgestellt und es wird ein Katalog konkreter Handlungsanweisungen, teilweise auch mit praktischen Übungen, erarbeitet. Ziel ist es, einfache Notfälle selbst fachgerecht behandeln zu können und zu wissen, wann es besser ist, die Patienten direkt zum Facharzt zu überweisen.


Block 3 - 14:45 - 15:45 Uhr


Thema: Chirotherapie – die Wirbelsäule, Akteur im Verborgenen

Referent: Dipl.-Med. Dr. rer. nat. Benno Gramlich, Elze


Thema: Akuter Kreuzschmerz – entsprechende Leitempfehlung

Referent: Dr. med. Norbert Olbrich, Bad Gandersheim


Thema: Dermatologie Teil 1 und Teil 2

Referent: Priv. Doz. Dr. med. Holger Petering, Hildesheim


Thema: Hausärztliche Beratung mit Entscheidungshilfen - arriba und arriba-lib

Referent: Dr. med. Johannes Hauswaldt

Neben dem verbreitet genutzten arriba-Modul zur kardiovaskulären Primärprävention werden Hausarzt und Patient mittlerweile durch weitere Module bei Entscheidungen zur Medikation (KHK, OAK, MediQuit), zum diagnostischen oder therapeutischen Vorgehen (LHK, Depression, Diabetes) oder vor einem Screening (PSA) unterstützt.

Nach Vorstellung der aktuell bestehenden und geplanten arriba Module werden diese anhand von Fallvignetten und deren Modifikation durch die Teilnehmenden erprobt. Die arriba-Genossenschaft wird vorgestellt.

Die Teilnehmenden lernen die aktuellen Module von arriba kennen. Sie geben Feedback zu Inhalten und didaktischer Gestaltung. Sie benennen weiteren Entwicklungsbedarf bezüglich relevanter Themen, neuer Beratungsmodule und sinnvoller wissenschaftlicher Evaluation.


Thema: Augenärztliche Notfälle im allgemeinen Bereitschaftsdienst

Referent: Dr. med. Stefan Kienzle, Herzberg

Nicht selten werden Ärzte im allgemeinen Bereitschaftsdienst oder während der Sprechstunde mit augenärztlichen Notfällen konfrontiert. Oft steht man ratlos vor den Patienten und ist unsicher, welche Therapie man anwenden soll, und der nächste Augenarzt ist weit. Der Vortrag möchte hierzu eine praktische Entscheidungshilfe gegeben. Die wichtigsten Notfälle werden systematisch vorgestellt und es wird ein Katalog konkreter Handlungsanweisungen, teilweise auch mit praktischen Übungen, erarbeitet. Ziel ist es, einfache Notfälle selbst fachgerecht behandeln zu können und zu wissen, wann es besser ist, die Patienten direkt zum Facharzt zu überweisen.


Block 4 - 16:00 - 17:00 Uhr


Thema: Chemische Kampfstoffe

Referent: Prof. Dr. med. Andreas Schaper

Die Systematik der chemischen Kampfstoffe umfasst Lungen-, Haut- und Nervenkampfstoffe. Beispiele für Lungenkampfstoffe sind Chlorgas, Phosgen, Di- und Triphosgen. Als Hautkampfstoffe werden Senfgas oder Lost sowie arsenhaltige Kampfstoffe, wie z. B. Lewisit, verwendet. Die Nervenkampfstoffe umfassen Phosphorsäure-Ester wie z. B. Tabun, Soman, Sarin, VX oder CVX (dabei handelt es sich um ein VX-Gas aus chinesischer Produktion).

Aus Russland ist der Nervenkampfstoff Nowitschock (Neuankömmling) bekannt. Zwei spektakuläre Ereignisse aus dem Jahre 2018 machten die Nervenkampfstoffe einer größeren Öffentlichkeit bekannt: Die Ermordung des Halbbruders des nord-koreanischen Machthabers Kim Jong Un (Kim Jong Nam) auf dem Flughafen von Kuala Lumpur, Ma-laysia, mit VX und der Anschlag auf den russischen Doppelagenten Skripal mit Nowitschok im britischen Salisbury.


Thema: Hüft- und Knie-Endoprothetik - Aktuelle Entwicklungen

Referent: Dr. med. Norbert Olbrich, Bad Gandersheim


Thema: Hilfe zur Selbsthilfe als Chirurg in der dritten Welt

Referent: Dr. med. Joachim Dörges, Göttingen


Thema: Dermatologie Teil 1 und Teil 2

Referent: Priv. Doz. Dr. med. Holger Petering, Hildesheim


Thema: Was gibt es Neues von der Prostata

Referent: Dr. med. Heribert Schorn, Göttingen


Thema: Grundlagen des Betreuungsrechts im medizinischen Alltag

Referent: Dr. Till Gronemeyer, Northeim


 

 

Dokument erstellt am 12. Februar 2020, zuletzt aktualisiert am 3. April 2020