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Ärzteforum

Weser-Ems

Seminartag in Garrel

21. April 2018

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Ärzteforum Weser-Ems


Themen und Abstracts im Überblick

25 Jahre Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl" - Was ist geschehen, was ist geblieben?
Dr. med. Gisbert Voigt, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Melle
Prof. Dr. med. Heyo Eckel, Ehrenpräsident der Ärztekammer Niedersachsen, Göttingen

Im Herbst 1992 wurde durch einen Beschluss des niedersächsischen Landtages die Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl" gegründet. Von Beginn hat die niedersächsische Ärzteschaft an prominenter Stelle im Kuratorium dieser Stiftung mitgearbeitet und unter dem Kuratoriumsvorsitz von Prof. Heyo Eckel,
Dr. Martina Wenker und aktuell Dr. Gisbert Voigt entscheidend die Arbeit dieser Landesstiftung geprägt.

Die humanitäre Hilfe in den postsowjetischen Staaten Weißrussland sowie der Ukraine fußt auf zwei Säulen: In den vergangenen 25 Jahren sind weit über 300 Ultraschallgeräte für die Frühdiagnostik von Schilddrüsenkrebs und anderen Erkrankungen an dortige Krankenhäuser und Polikliniken gespendet worden und durch eine interdisziplinäre Fortbildungswoche in Ultraschalldiagnostik sind mehrere Tausend Ärztinnen und Ärzte in der Ultraschalldiagnostik qualifiziert worden unter ehrenamtlichem Einsatz hochrangiger deutscher Ultraschallausbilder.

Auch gut 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe sind die gesundheitlichen Auswirkungen für die Bevölkerung erheblich. Im Vortrag werden dazu detaillierte Informationen gegeben. Die Arbeit der Landesstiftung lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Das Ansehen der niedersächsischen Ärzteschaft hat von diesem Engagement erheblich profitiert. Die Arbeit der Stiftung in Belarus sowie der Ukraine hat sehr zur Völkerverständigung in der Mitte Europas beigetragen.


Die Großleitstelle Oldenburger Land - Das Notrufmanagement und seine Schnittstellen
Frank Leenderts, Geschäftsführer der Großleitstelle Oldenburger Land, Oldenburg

Die Großleitstelle Oldenburger Land ist die zuständige Feuerwehr- und Rettungsleitstelle für die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Wesermarsch sowie die Städte Delmenhorst und Oldenburg. Auf einer Fläche von ca. 4.200 km² werden jährlich über 250.000 Notrufe und Hilfeersuchen von über 735.000 Bürgerinnen und Bürgern bearbeitet. Aufgrund des breit gefächerten Einsatzspektrums müssen täglich viele Schnittstellen zu anderen Institutionen bedient werden - dies stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen.


Update Rheumatologie Teil 1 und Teil 2
Dr. med. Michael Schwarz-Eywill, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, Klinik Der Fürstenhof, Bad Pyrmont

Fallstricke in der Diagnostik und Therapie
10 Fallbeispiele aus der täglichen Praxis. Diagnostik und Therapie entzündlich rheumatologischer Erkrankungen. Was ist zu beachten? Wie sind Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben? Habe ich an alles gedacht? Wie sicher ist die Diagnose? Diese und andere für den Hausarzt wichtige Fragen werden interaktiv diskutiert und in klare Handlungsbotschaften zusammengefasst.

Erfolge in der Behandlung
10 Fallbeispiele aus der täglichen Praxis. Die Therapie entzündlich rheumatischer Erkrankung ist aktuell vielschichtig und ganz überwiegend sehr erfolgreich. Welche Aufgabe habe ich als Hausarzt. Was kann
ich Gutes tun? Wann und wie brauche ich den Spezialisten? Diese und weitere Fragen besprechen wir interaktiv, durchaus auch kritisch, und kommen zu eindeutigen Empfehlungen für die tägliche Arbeit.


Therapie des Morbus Parkinson
Dr. med. Katja Odin, Chefärztin der Abteilung Neurologie, Paracelsus-Klinik Bremen

In diesem Seminar werde ich zunächst kurz auf epidemiologische Daten und Grundlagen des Morbus Parkinson eingehen. Im Schwerpunkt sollen dann die uns derzeit zur Verfügung stehenden unterschiedlichen Medikamentengruppen und Applikationsverfahren sowie der gezielte Einsatz dieser Medikamente den Teilnehmern nahe gebracht werden. Dabei wird ein Exkurs zu den neuen S3-Leitlinien erfolgen. Zum Schluss werden noch zukünftige Forschungsrichtungen wie z.B. Zelltransplantation und Gentechnik angesprochen werden.


Das akut erkrankte Kind für Nicht-Pädiater Teil 1 und Teil 2
Susanne Thönnißen, Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin St. Bonifatius-Hospital gGmbH, Lingen

Akute lebensbedrohliche Notfälle beim Kind

  • Teil 1: Tipps und Tricks für Nicht-Pädiater, Vorgehen bei akuten Notfällen aus den Bereichen Volumen-mangel, Bewusstlosigkeit und Atemnot
  • Teil 2: Basisversorgung in der Kinderreanimation

Update Antibiotika-Therapie in der ambulanten Medizin
Dr. med. Jutta Esser, Fachärztin für Laboratoriumsmedizin, Laborarztpraxis Osnabrück, Georgsmarienhütte

Einige Leitlinien zur Antibiotika-Therapie sind kürzlich aktualisiert worden. Die Empfehlungen ergänzen u.a. unser verfügbares Repertoire an Antiinfektiva, z.B. zur Behandlung von Harnwegsinfekten. Was ist neu? Was hat sich im klinischen Alltag bisher bewährt? Kommen wir dauerhaft mit den derzeit zur Verfügung stehenden Antibiotika aus?

Auf der anderen Seite können uns neue elektronische Unterstützungssysteme bei der Vermeidung unnötiger Antibiotika-Therapien helfen. Das Modellprojekt "RAI" unterstützt den Hausarzt unter dem Motto: "Lebensretter Antibiotika. Wissen wann - wissen wie" z.B. mit dem Infozept-Generator. Seine Einsatzmöglichkeiten werden zur Diskussion gestellt.


Qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin. Die Behandlung chronisch alkoholabhängiger Menschen
Dr. med. Markus Dornbach, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Krankenhaus Rheiderland, Weener

Die Alkoholabhängigkeit ist eine häufige Erkrankung, oder wie es die ehemalige Bundesdrogenbeauftragte, Frau Caspers-Merk, vor Jahren bemerkte, sei jedes 6. Bett in der Inneren Medizin ein „Suchtbett“. Problematisch sind die Folgen für Körper, Geist, Seele und das soziale Umfeld. Es gibt gute Möglichkeiten einer Behandlung und Begleitung. Seit 2016 existiert eine S3-Leitlinie für die Alkoholabhängigkeit. Sie erhalten Informationen, wie heutzutage eine Behandlung und Entgiftung von Alkoholabhängigen im Krankenhaus, ggf. auch im ambulanten Setting einer Praxis aussehen kann.


Sexuelle Funktionsstörungen bei Mann und Frau
Dr. med. Viola Kürbitz, Fachärztin für Urologie, Westerstede

In diesem Seminar werden die wichtigsten sexuellen Funktionsstörungen und die Kommunikation darüber behandelt. Dabei werden Aspekte der Diagnostik und Therapie vertieft.


Psychiatrie für Nichtpsychiater Teil 1 und Teil 2
Jeanette Böhler, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH

Psychische Krankheiten gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Hausärzte sind oft die ersten Ansprechpartner für Betroffene und in vielen Fällen beginnt die Diagnostik und Behandlung einer psychischen Erkrankung in der Hausarztpraxis. In 2 Fortbildungen soll der Blick auf psychische Symptome und die notwendige Diagnostik geschärft werden und Sie erhalten erste Tipps für die medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlung depressiver Erkrankungen in der hausärztlichen Praxis.

  • Teil 1: Der psychisch kranke Patient in der Hausarztpraxis
  • Teil 2: Die Therapie der Depression durch den Hausarzt - Möglichkeiten und Grenzen

Dermatologie für Nichtdermatologen Teil 1 und Teil 2
Dr. med. Volker Jasnoch, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Allergologie und Phlebologie, Vechta

In dem zweiteiligen Seminar "Dermatologie für Nichtdermatologen" wird anhand von umfangreichem Bildmaterial die Klinik der häufigsten Hauterkrankungen erläutert. Hierbei legt der Vortragende Wert auf Tipps und Tricks in Diagnostik und Therapie. Praxisnahe Darstellung der Hauterkrankungen wird anhand eines kollegialen Gespräches mit den Kursteilnehmern vertieft.


Das kranke Kind im Bereitschaftsdienst
Susanne Thönnißen, Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin St. Bonifatius-Hospital gGmbH, Lingen

Fieber, Kopf- und Bauchschmerzen - Differentialdiagnosen und Vorgehen im KV-Bereitschaftsdienst


Gesund im Alter - eine Herausforderung
Prof. Dr. med. Sylvia Kotterba, Chefärztin der Klinik für Geriatrie, Klinikum Leer gGmbH

Der Mensch altert ab dem 50. Lebensjahr, ab dem 75. Lebensjahr sprechen wir vom alten Menschen. Der Anteil der Menschen, die dieses Alter und viele weitere Jahre erleben, wächst. Alter ist keine Krankheit, aber mit Krankheiten durch natürliche Abbauprozesse verbunden. Daher gibt es kaum Menschen in dieser Lebensspanne (aber auch davor), die sich laut WHO körperlich, geistig und im sozialen Gefüge vollkommen uneingeschränkt fühlen. Dennoch sind viele zufrieden und fühlen sich gesund. Im Workshop sollen die typischen Alterserscheinungen und die altersbedingten Erkrankungen vorgestellt werden. Es soll diskutiert werden, welche Bedürfnisse ältere Menschen haben und wie sie im demographischen Wandel bei immer weniger jungen Menschen befriedigt werden können (Stichwort Generationenvertrag, neue Wohnformen), damit auch die heute Jungen gesund ins Alter kommen.


Arzneimitteldosierungen bei eingeschränkter Nierenfunktion
Dr. med. Stephan Watermeyer, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, Leer

Die Prävalenz der mittel- bis hochgradigen Niereninsuffizienz beträgt über 10 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass ca. 60 Prozent der Arzneimittel teilweise oder weitgehend renal eliminiert werden, hat die Niereninsuffizienz eine pharmakologische Bedeutung im ärztlichen Alltag. Im Referat sollen Grundlagen aufgefrischt, Dosierungsregeln bei Niereninsuffizienz besprochen und praxisrelevante Informationen zu gebräuchlichen Arzneimitteln vermittelt werden.


Überlastungsschäden im Laufsport
Dr. med. Marcus Beuchel, Oberarzt der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie,
Pius-Hospital Oldenburg

Schwerpunkte des Seminars werden sein:

  • Leistungsdiagnostik
  • Hüfte/Leiste
  • "Runners knee"
  • "Jogger's foot"
  • Rückfußpathologien
  • Operative Therapie bei Knorpelschäden

Dokument erstellt am 5. März 2018, zuletzt aktualisiert am 8. August 2018