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Aktuelles Hannover, (ÄKN)

Die Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen erwartet von der Politik, die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu professionalisieren: Medizinische Expertise muss stärkeren Einfluss erhalten.

In der Corona-Pandemie ist der ärztliche Sachverstand mehr denn je gefragt. Trotzdem sind viele Entscheidungen ohne Einbeziehung medizinischer Expertise getroffen worden. Besonders bei organisatorischen Fragen zur Umsetzung von zum Beispiel Test- oder Impfstrategien hätten Ärztinnen und Ärzte mit ihrer Erfahrung helfen und die Unsicherheiten in der Bevölkerung mindern können.

Die COVID-19-Pandemie hält weiter an und gleichgeartete globale Herausforderungen sind zukünftig zu befürchten. Die Delegierten der Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) haben in ihrer heutigen Sitzung daher einstimmig eine Resolution verabschiedet. Darin fordern Sie eine Professionalisierung der Pandemiebekämpfung, um eine Überforderung des Gesundheitssystems in Zukunft von vorneherein auszuschließen.

Resolution der Kammerversammlung
Die Delegierten der Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen fordern von politischen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen in Niedersachsen und dem Bund die Professionalisierung der Pandemiebekämpfung durch umfassende Einbeziehung und Beachtung der Priorität medizinischer Expertise. Sorgfältige Diskussion und die antizipierende Entwicklung fachlicher Maßnahmen sowie des erforderlichen Rechtsrahmens müssen unter Einbeziehung aller Leistungsträger des Gesundheitssystems jetzt beginnen, da die aktuelle Pandemie nicht beendet ist und weitere gleichgeartete globale Herausforderungen zu befürchten, zu erwarten sind. Die Leistungsfähigkeit unseres Systems darf nicht von Corona- und ähnlichen vorhersehbaren Fällen wegen fehlender Vorsorge überfordert werden. Wir erwarten proaktives fachadäquates Handeln aller Entscheidungsträger. Notwendige Materialien wie persönliche Schutzausrüstungen (PSA) und ggf. Impfstoffe müssen immer seitens des Staates rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden.


Kontakt:
Thomas Spieker, Leiter Kommunikation und Pressesprecher der Ärztekammer Niedersachsen
Telefon: 0511/380 2020, E-Mail: kommunikation(at)aekn.de

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