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Aktuelles Hannover, (ÄKN)

Die Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen appelliert an Berufsgruppen, die mit vulnerablen Menschen und jüngeren Kindern zusammenkommen, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen.

Trotz Aufhebung der Priorisierung bei der COVID-19-Schutzimpfung sind bisher nicht alle in den Heil- und Pflegeberufen sowie in Schulen und Kindergärten tätigen Menschen geimpft. Kinder unter 12 Jahren können jedoch noch keine COVID-19-Schutzimpfung erhalten, da es noch keine Impfstoffzulassung gibt. Und nicht alle pflegebedürftigen und alten Menschen können sich impfen lassen oder haben einen ausreichenden Impfschutz erworben.

Daher appelliert die Kammerversammlung per Resolution an jene Berufsgruppen, die mit vulnerablen Menschen und jüngeren Kindern zusammenkommen, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Folgender Text wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Resolution der Kammerversammlung

"Vulnerable Gruppen und Kinder schützen." - Kammerversammlung fordert insbesondere alle Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte, Lehrer und Erzieherinnen zur Corona-Impfung auf.

  • Die Corona-Impfung steht jetzt nahezu jedem Erwachsenen offen. Trotzdem sind bisher nicht alle in den Heil- und Pflegeberufen und in Schulen und Kindergärten tätigen Menschen gegen Corona geimpft!
  • Dadurch können sie die Patienten, Pflegebedürftige, Schüler und Kinder gefährden, mit denen sie beruflich in engem Kontakt arbeiten.
    Nicht alle pflegebedürftigen und alten Menschen können sich impfen lassen oder erwerben einen ausreichenden Impfschutz.
    Millionen von Kindern in Deutschland unter 12 Jahren haben mangels einer Impfstoffzulassung noch keine Möglichkeit, sich selbst gegen COVID-19 immunisieren zu lassen.
  • Damit die vulnerablen Gruppen und Kinder nicht durch eine Ansteckung an infizierten nicht geimpften Pflegepersonen, Ärzten, Lehrern und Erziehern gefährdet werden, fordert die niedersächsische Kammerversammlung auch vor dem Hintergrund einer weiteren Infektionswelle im Herbst, dass sich diese Berufsgruppen zeitnah (!) gegen Corona impfen lassen.
  • Die Kammerversammlung fordert zum jetzigen Zeitpunkt keine Impfpflicht, aber eindrücklich die Impfbereitschaft dieser Berufsgruppen. Sie müssen ihrer Verantwortung gerecht werden.
  • Dieser Impfappell zielt deshalb auf den konsequenten Impfschutz der Berufsgruppen, die im beruflichen Alltag mit vulnerablen Menschen und mit jüngeren Kindern zusammenkommen, aber auch all derer, die über ihren eigenen Impfschutz zum Schutz dieser Gruppen beitragen möchten.

Kontakt:

Thomas Spieker, Leiter Kommunikation und Pressesprecher der Ärztekammer Niedersachsen,
Telefon: 0511/380-2020, E-Mail: kommunikation(at)aekn.de

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