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Braunschweig Hannover, (ÄKN/BZBS)

Am 22. Dezember 2020 und am 6. Januar 2021 wurden in der EU zwei mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 zugelassen. Am 29. Januar 2021 erhielt ein weiterer Impfstoff, der ein Virus als Vektor nutzt, die Zulassung. Aufgrund begrenzter Impfstoffverfügbarkeit erfolgt aktuell eine Priorisierung der Impfung gegen die COVID-19-Erkrankung zunächst nur für Personengruppen, die beruflich besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben oder ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben.

Im Rahmen einer medizinischen Promotion am Klinikum Braunschweig sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kliniken befragt werden, die Impfstoffe erhalten haben und geimpft worden sind. Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es, bei Krankenhausmitarbeitern, die im Rahmen des Stufenplanes der STIKO der Gruppe 1 zugeordnet werden, Impfmotivation und mögliche Nebenwirkungen der aktuell verwendeten drei Impfstoffe nach Erhalt der ersten und zweiten Impfdosis durch eine anonymisierte Befragung zu untersuchen.

Impfungen von Personal in medizinischen Einrichtungen, die beruflich besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben, kommt eine besondere Bedeutung zu. Einerseits ist das Personal aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit einem erhöhten Expositionsrisiko gegenüber bestimmten Infektionserregern ausgesetzt; die beruflich indizierte Impfung dient hier dem individuellen Schutz des Personals vor Infektionen. Andererseits kann das Personal selbst zu einer Infektionsquelle für die von ihm betreuten Patienten oder für Kollegen werden.

Die Untersuchung der Impfmotivation ist relevant, um dadurch Impfstrategien anzupassen und so die Impfquote zu verbessern. Die Hypothese ist, das die Motivation für die Durchführung der Impfung im wesentlichen durch den eigenen Schutz vor einer Erkrankung begründet ist, zusätzlich aber der Schutz der Patienten und Kollegen und Angehörigen eine wichtige Rolle spielt.

Hinsichtlich der möglichen Nebenwirkungen ist unsere Hypothese, dass die Nebenwirkungen den publizierten Daten aus den Studien entsprechen.

Was geschieht mit den Daten aus der Umfrage?

Die Daten werden ausgewertet und in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert. Die bisher vorliegenden Daten zu Nebenwirkungen sind im Rahmen von Studien erstellt worden. Es handelt sich um eine anonyme Befragung, es können keine Rückschlüsse auf Personen erfolgen.

Hier geht’s zur Umfrage:https://www.surveymonkey.de/r/JRYRS92

Weiter Infos unter:www.klinikum-braunschweig.de/covid19

Autor: Prof. Dr. med. Peter Hammerer, Vorstandsmitglieder der ÄKN-Bezirksstelle Braunschweig

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