Ärztekammer

Niedersachsen

Für Fort- und Weiterbildung auf dem neuesten Stand

Ärztekammer

Ärztekammer

Niedersachsen

Service - vor Ort und bürgernah

Ärztekammer

Ärztekammer

Niedersachsen

Im Einsatz für eine optimale Gesundheitsversorgung

Ärztekammer

Aktuell

Erhebliche Gesundheitsrisiken durch Tobacco Heating-Systems / Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Zigarettenalternative

Hannover, 1. September 2017 (äkn) - Aufgrund vermehrter Anfragen zu den sogenannten Tobacco Heating-Systemen (THS), in denen Tabakstränge nicht mehr verbrannt, sondern nur noch erhitzt werden, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine vorläufige Risikobewertung erstellt.

Steam Hot One – eine Variante des Heat-not-burn-Produkts Eclipse, die um die Jahrtausendwende auf dem japanischen Markt verkauft wurde. Foto: Wikimedia Commons/ SimonDesSteam Hot One – eine Variante des Heat-not-burn-Produkts Eclipse, die um die Jahrtausendwende auf dem japanischen Markt verkauft wurde. Foto: Wikimedia Commons/ SimonDes

Die Auswertung der in Fachzeitschriften erschienen Studien kam zu dem Ergebnis, dass durch die vergleichsweise niedrigen Temperaturen und neuartigen Filtersysteme die Gehalte gesundheitsschädlicher Stoffe im Inhalat erheblich - um bis zu 90 bis 95 Prozent - reduziert sind. Dazu gehören laut BfR auch Substanzen und Verbrennungsprodukte, die im Tabakrausch für die Entstehung von Krebserkrankungen von großer Bedeutung sind. Trotzdem bleibt die Nutzung dieser neuen Tabakprodukte mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden, betont das BfR. Für die Emissionen von THS wurden mutagene Wirkungen dokumentiert, die zwar im Vergleich zum Zigarettenrauch deutlich schwächer ausgeprägt waren, bei Dämpfen von E-Zigaretten bei sachgerechter Nutzung hingegen gar nicht nachweisbar sind.

THS sind batteriebetriebene Systeme, die durch elektrische Erhitzung von Tabak nikotinhaltige Dämpfe erzeugen. Im Gegensatz zur E-Zigarette werden dafür Tabakstränge in ein stiftähnliches Abrauchgerät platziert und auf etwa 250 bis 350 Grad Celsius erwärmt. Dabei entstehen nikotinhaltige Emissionen, die über ein Mundstück oder Filtersegment inhaliert werden. Die in den Dämpfen erreichbaren Nikotingehalte liegen in der gleichen Größenordnung wie bei herkömmlichen Tabakzigaretten. Es müsse daher von einem vergleichbaren Suchtpotenzial ausgegangen werden, so das BfR.

Autorin:
Stephanie Aue

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 21. September 2017