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(Muster-) Weiterbildungsordnung: ÄKN gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen!

Hannover, 31. Juli 2018 (äkn) - Der diesjährige 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt hat eine "(Muster-) Weiterbildungsordnung" beschlossen. Dazu hat die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) häufig gestellte Fragen und die dazugehörigen Antworten in einem Überblick zusammengestellt.

Foto: Robert Kneschke - FotoliaFoto: Robert Kneschke - Fotolia

Der Deutsche Ärztetag hat eine "(Muster-) Weiterbildungsordnung" beschlossen.
Was bedeutet "Muster"?

Die Bundesärztekammer hat die Aufgabe, das ärztliche Berufsrecht bundesweit zu koordinieren. Sie erarbeitet daher in enger Abstimmung mit den Landesärztekammern eine Musterregelung, die aber noch nicht rechtsverbindlich ist. Es bedarf daher in Niedersachsen noch eines Beschlusses der Kammerversammlung und einer Bekanntmachung im Internet.

 

Das klingt so, als ob die neue Weiterbildungsordnung in Niedersachsen ganz schnell in Kraft treten kann?

So schnell geht es leider nicht. Bei der Bundesärztekammer sind noch abschließende Arbeiten zu erledigen und alle Kammern müssen sich mit ihren jeweiligen Aufsichtsbehörden - Niedersachsen ist das das Sozialministerium - abstimmen, ob vorher noch das Kammergesetz geändert werden muss. Das betrifft etwa das geplante elektronische Logbuch.

 

Was ist das elektronische Logbuch?

Bisher wurde der Weiterbildungsverlauf auf Papier dokumentiert. Die neue kompetenzbasierte Weiterbildung kann aber nur mit elektronischer Hilfestellung, also über eine spezielle App, sinnvoll begleitet werden. Momentan wird hierfür ein Pflichtenheft erarbeitet, dann erfolgt die Programmierung und dann kann man auch die neue Weiterbildungsordnung in Kraft setzen.

 

Ich bin gerade in einer Facharztweiterbildung. Muss ich befürchten, dass ich kurz vor Ende erfahre, dass ich noch ganz neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden lernen muss?

Nein, bisher war es immer so, dass derjenige, der sich bereits in einer Weiterbildung befindet, diese auch nach den bisherigen Bestimmungen abschließen kann. Das fordert letztlich sogar das Grundgesetz. Es besteht aber die Möglichkeit, auf die neue Ordnung umzuschwenken, weil dann mit der Facharzturkunde bescheinigt wird, dass man aktuelleres Wissen hat. Das kann bei der Stellensuche helfen und weitere Abrechnungsmöglichkeiten im KV-System eröffnen.

 

Ich will mich aber alsbald niederlassen. Dann ist es doch schade, dass die neue Weiterbildungsordnung noch nicht gleich kommt?

Ja und nein. Die Ärztekammer Niedersachsen hat als einzige Kammer bundesweit die Möglichkeit der Nachqualifikation eröffnet. Man kann daher auch noch nach seiner Niederlassung "draufsatteln" und bekommt dazu eine gesonderte Bescheinigung. Das hat sich bewährt und wir werden das sicher auch bei der neuen Weiterbildungsordnung anbieten.

 

Nach dem Beschluss des 121. Deutschen Ärztetages gibt es neue Bezeichnungen wie etwa "Klinische Notfallmedizin". Kann ich diese bereits jetzt beantragen?

Nein, das geht erst, wenn die Weiterbildungsordnung offiziell in Kraft tritt. Es wird dann Übergangsbestimmungen geben, die vorsehen werden, dass derjenige, der in diesem Bereich tätig war, die Bezeichnung auch ohne weitere Weiterbildungszeit erwerben kann. Gegebenenfalls wird man bei einigen dieser neuen Bezeichnungen noch einen Kurs machen müssen. Auf jeden Fall muss eine Prüfung bei der Ärztekammer bestanden werden.

 

Haben Sie einen Tipp, um mich auf den Antrag nach Übergangsbestimmungen vorzubereiten?

Auf jeden Fall sollte man sich in einem Zeugnis bescheinigen lassen, welche zusätzlichen Weiterbildungsinhalte man neben den Vorgaben nach der Weiterbildungsordnung noch erworben hat, ob als Assistenzarzt oder ob als Oberarzt. Wichtig ist auch, dass der zeitliche Umfang angegeben wird, den man hiermit verbracht hat, und zwar sowohl was die Länge betrifft (über x Monate) als auch bezogen auf den zeitlichen Umfang an der gesamten Arbeitszeit.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 8. August 2018