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Kenntnisse und Fachkunde im Strahlenschutz müssen rechtzeitig aktualisiert werden

Hannover, 29. Oktober 2019 (äkn) - Wer sein Wissen rund um den Strahlenschutz nicht termingerecht auffrischt, muss seine Tätigkeit auf diesem Gebiet ruhen lassen. Die Ärztekammer bietet laufend Kurse für MFA und MTA-R zur Aktualisierung an.

"Wir hatten schon MFA, die ihre Kenntnisse neu erwerben mussten", berichtet Kathrin Wichmann, bei der Ärztekammer Niedersachsen für die Fortbildung der Medizinischen Fachangestellten (MFA) und Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTA-R) zuständig. Denn beide Berufsgruppen müssten ihr Wissen in Sachen Strahlenschutz spätestens alle fünf Jahre aktualisieren - sonst dürfen sie die entsprechenden Tätigkeiten nicht mehr ausüben.

Kenntnisse sind termingerecht zu aktualisieren

Die Teilnahmebescheinigungen für die absolvierten Aktualisierungskurse müssten auf den Tag genau vorliegen, betonte Wichmann und erinnerte MFA und MTA-R daran, dass sie für den Besuch der Strahlenschutzkurse selbst verantwortlich seien. Sie müssten sowohl ihre persönlichen Daten im Auge haben als auch die Teilnahme rechtzeitig - eventuell mit einem genügenden Zeitpuffer - organisieren. Dabei sei es wichtig, an den richtigen Kursen teilzunehmen und nicht etwa jenen für Ärztinnen und Ärzte zu besuchen. Allein im nächsten Jahr bietet die Ärztekammer neun infrage kommende Fortbildungen an.

MFA droht der Verlust der Kenntnisse

Die Konsequenzen sind für MFA und MTA-R Wichmann zufolge allerdings unterschiedlich, falls sie die rechtzeitige Aktualisierung versäumt haben: Bei der Gruppe der MTA-R ruhe die Fachkunde solange, bis sie einen entsprechenden Refresher-Kurs besucht hätten. Für die betroffenen MFA sei es indes besonders wichtig, rechtzeitig einen Refresher-Kurs zu besuchen, denn sie verlören durch die Lücke ihre Kenntnisse im Strahlenschutz und müssten diese neu erwerben, warnte die MFA-Fortbildungsbeauftragte der Ärztekammer. Für die MFA würde dies bedeuten, erneut den 90-Stunden-Kurs zu besuchen: "In der Zwischenzeit darf man nicht im Röntgenbereich arbeiten", sagte Wichmann.

Diese Regelungen werden Wichmann zufolge streng gehandhabt, denn sie dienten sowohl dem Schutz der MFA, der MTA-R als auch der Patienten. "Der Schutz steht im Mittelpunkt der Kurse", berichtete die Ärztekammer-Fortbildungsexpertin für MFA. "Neue Techniken sind nur am Rand Thema der Kurse."

Kurstermine sind auf der Homepage der Ärztekammer Niedersachsen unter dem Stichwort "MFA" und im niedersächsischen ärzteblatt zu finden. Weitere Auskünfte erteilt das Sachgebiet MFA-Fortbildung unter Tel.: 0511 380-2197.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 15. November 2019