newsletter

äkn-TV

Zur Sache Corona

Live-Talk und Videocast mit dem Infektiologen Professor Dr. Matthias Stoll von der Medizinischen Hochschule Hannover.

› Zum Live-Talk
(Hinweis: Sie verlassen die Internetseite der ÄKN)

äkn-TV

Fortbildung

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird für Ärzte und Psychotherapeuten aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Quartal verlängert.

Weiterlesen

Fortbildung

Onlineplattform

match4healthcare

für Helfer und Hilfesuchende in der Medizin

Twitter: https://twitter.com/match4health_

Website: www.match4healthcare.de

(Hinweis: Sie verlassen die Internetseite der ÄKN)

Onlineplattform

Coronavirus

Sars-CoV-2

Aktuelle Hinweise der ÄKN

Informationen und Hinweise zu den aktuellen Entwicklungen zum neuartigen Virus

› mehr Informationen...

Coronavirus

Neue Broschüre

Übergriffe gegen Praxisteams

› Broschüre downloaden

› Broschüre bestellen

Neue Broschüre

Neue Broschüre

Staatsexamen bestanden - und nun?

› Broschüre downloaden

Neue Broschüre

Aktuell

Ein kritischer Blick aufs System / Dr. med. Nicole Sambruno Spannhoff neue Patientenschutzbeauftragte des Landes Niedersachsen

Hannover, 21. Juli 2020 (ÄKN) - "Sicherlich war es ein ganz besonderer Start", sagt Dr. med. Nicole Sambruno Spannhoff, die im Mai ihr neues Amt als Patientenschutzbeauftragte des Landes Niedersachsen antrat. "Ich bin direkt aus dem Corona-Krisenstab des Landkreises auf die Stelle gekommen", berichtet die Ärztin, die zuvor seit 2014 das Gesundheitsamt im Landkreis Osterholz geleitet hat.

Sambruno Spannhoff, die ihr Medizinstudium wie Dr. med. Peter Wüst – ihr Vorgänger im Amt – bei der Bundeswehr absolvierte, ist sowohl Fachärztin für Arbeitsmedizin als auch für öffentliches Gesundheitswesen.

Für ihre neue Position der niedersächsischen Patientenschutzbeauftragten sieht sich die 46-jährige Ärztin gut gewappnet: "Als Leiterin des Gesundheitsamts hat man mit den verschiedensten Bevölkerungsgruppen und Sozialstrukturen gearbeitet und kennt die Nöte der Menschen." Aber auch von ihrer Kompetenz als Arbeitsmedizinerin erhofft sich Sambruno Spannhoff Vorteile: "Hinter der Vielzahl der medizinischen Angebote im Gesundheitssektor stehen Menschen, die dort arbeiten und von ihnen hängt am Ende die Patientensicherheit ab", macht sie deutlich.

Offen für das Thema Pflege

Vor allem aber hofft die neue Patientenschutzbeauftragte, dass es ihr gelingt, einen Blick auf das große Ganze zu erhalten. Dass sie über das Individuelle hinweg, Fehler im System entdecken und zu deren Beseitigung beitragen kann. Dabei gilt das Hauptinteresse der Ärztin den Patientinnen und Patienten und deren Recht auf eine sichere medizinische Versorgung. Der potenziellen Ausweitung ihrer Zuständigkeit auf den Bereich der Pflege, steht Sambruno Spannhoff grundsätzlich positiv gegenüber: "Ärztliche Leistungen und Pflege sind in den meisten Bereichen nicht voneinander zu trennen." Für die Patienten sei diese Trennung ohnehin kaum nachzuvollziehen. Bei ihrer kurativen Tätigkeit und in anderen Funktionen habe sie zudem erlebt, dass Patientinnen und Patienten ganzheitlich betrachtet werden wollten. "Denn eine Krankheit ist nicht nur eine medizinische Diagnose, sondern letztlich immer auch mit einer sozialen Diagnose verbunden, die weit über die ärztliche Leistung hinausgeht", sagt die Patientenschutzbeauftragte. Insofern sei es durchaus wünschenswert, die Pflege ebenfalls in ihrer Zuständigkeit zu wissen, bekräftigt Sambruno Spannhoff.


Die Berufung von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern 2016 in Niedersachsen

Zum 1. Januar 2016 wurde das Amt der ehrenamtlichen Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher durch das Niedersächsische Krankenhausgesetz verpflichtend eingeführt. Erklärtes Ziel war es, nach dem Skandal um den Krankenpfleger Niels Högel die Sicherheit in den Einrichtungen zu erhöhen. Sämtliche Krankenhäuser in Niedersachsen müssen deshalb seither eine ehrenamtlich tätige Person sowie eine Stellvertretung für die Dauer von drei Jahren berufen.

Mithilfe der neuen Anlaufstellen für Patientinnen und Patienten, deren Angehörige, aber auch Klinikmitarbeiter sollen Schwachstellen in Krankenhäusern aufgedeckt und behoben werden. In der Regel bieten die unabhängigen Ansprechpartner Sprechstunden an. Die Ausbildung und Qualifikation hat unter anderem der niedersächsische Landesverband des Sozialverbands Deutschland (SoVD) übernommen. Zu den Themen zählen die rechtlichen Grundlagen der ehrenamtlichen Tätigkeit.

Von den Personen, die sich als Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher zur Verfügung gestellt haben, blicken viele auf eine Karriere im Gesundheitswesen als Ärztin, Arzt oder auch in der Pflege zurück. Darüber hinaus sind viele Seelsorger, Juristen sowie Personen mit ganz anderen beruflichen Hintergründen in Niedersachsen bereit, die Aufgabe zu übernehmen.


Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 27. Juli 2020