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Numerus Clausus in Teilen verfassungswidrig

Hannover, 19. Dezember 2017 (äkn) - Dr. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Vergabeverfahren für Studienplätze der Humanmedizin

Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Foto: Christian Wyrwa"Ich begrüße die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, den Numerus Clausus als Zulassungsvoraussetzung für das Medizinstudium zu relativieren", erklärt Dr. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen und Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. "Vor allem für die zukünftigen Ärztegenerationen ist das eine hervorragende Nachricht, da durch ein geändertes Zulassungsverfahren viel mehr junge Menschen die Möglichkeit bekommen, sich für den Arztberuf zu qualifizieren", freut sich die Kammerpräsidentin.

"Die Eignung für den Arztberuf manifestiert sich nicht nur in der Abiturnote. Entscheidend sind auch die soziale Kompetenz, die Empathie für den Umgang mit Patienten und Ihren Krankheiten sowie einschlägige Berufserfahrungen", betont Wenker. Mit der Entscheidung aus Karlsruhe stehen den Universitäten nun alle Möglichkeiten offen, gemeinsam ein neues Auswahlverfahren zu erarbeiten, das einen qualifizierten Vergleich zwischen Bewerbern aus unterschiedlichen Bundesländern möglich macht, einschlägige Berufserfahrungen mit einbezieht und auch sozialen Komponenten wie Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit Raum bietet.

Das Bundesverfassungsgericht hat heute in Karlsruhe entschieden, dass der Numerus Clausus im Studienfach Medizin mit dem Grundrecht auf freie Ausbildungswahl nur bedingt vereinbar ist. Der Erste Senat unter Vorsitz von Gerichtsvizepräsident Ferdinand Kirchhof verlangt nun zahlreiche Änderungen des Zulassungsverfahrens.

Kontakt:
Thomas Spieker, Leiter Kommunikation und Pressesprecher der Ärztekammer Niedersachsen
Telefon: 0511/380-2220, E-Mail: kommunikation@aekn.de


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Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 18. Januar 2018