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Presseinformationen

Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen von SPD und CDU / Hausärztliche Versorgung in Niedersachsen flächendeckend sicherstellen

Hannover, 23. August 2018 (äkn/kvn) - Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) begrüßen den in der heutigen Landtagssitzung zur ersten Beratung vorgelegten Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen von SPD und CDU.

„Es ist sehr erfreulich, dass die Sozialdemokraten und Christdemokraten die ärztliche Versorgung in Niedersachsen sicherstellen und zukunftsfest machen wollen“, erklärt Ärztekammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker. „Neue Medizinstudienplätze müssen zügig eingerichtet werden. Es darf nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Es dauert zwölf Jahre, bis die heutigen Studienanfänger als fertige Ärztinnen und Ärzte in der Praxis stehen“, ergänzt KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch.

Im Entschließungsantrag „Hausärztliche Versorgung flächendeckend in Niedersachsen sicherstellen“ wird die Niedersächsische Landesregierung als erstes aufgefordert, den Ausbau der Studienplätze für Medizin zügig voranzutreiben. „Es ist dringend notwendig, in Niedersachsen mehr Ärztinnen und Ärzte auszubilden“, bestätigt Martina Wenker. „Um die Situation kurzfristig zu entspannen, müssen jetzt sofort mindestens 250 Studienplätze neu geschaffen werden“, fordert die Kammerpräsidentin. Langfristig müssten die Kapazitäten an den Medizinischen Fakultäten zusätzlich deutlich gesteigert werden: „Es freut mich sehr, dass unser Vorschlag, die akademischen Lehrkrankenhäuser in die klinische Lehre einzubinden, um in diesem Abschnitt mehr Studienplätze zu schaffen, ebenfalls Einzug in den Antrag gefunden hat“, betont Wenker.

„Durch die Maßnahmen im Entschließungsantrag ist ein breiter Katalog entstanden, der die Attraktivität des Arztberufs erhöht“, sagt Mark Barjenbruch. „Hospitationen in hausärztlichen Praxen, die Verbundweiterbildung in Krankenhäusern und Praxen und neue kooperative Arbeitsmöglichkeiten für Medizinerinnen und Mediziner. Diese Anreize werden Ärztinnen und Ärzte dazu bewegen, sich in ländlichen Gebieten niederzulassen und damit für eine Entschärfung der Versorgungsprobleme zu sorgen“, so der Vorstandsvorsitzende. „Alle Partner im niedersächsischen Gesundheitswesen dürfen nicht in ihrem gemeinsamen Bemühen nachlassen, eine flächendeckende ärztliche Versorgung für die Menschen in Niedersachsen zu erhalten“, unterstreicht Barjenbruch.


Weitere Informationen:
MinRat Thomas Spieker, M.A., Leiter Kommunikation und Pressesprecher der Ärztekammer Niedersachsen, Tel.: 0511/380-2283, E-Mail: kommunikation@aekn.de, Internet: www.aekn.de

Detlef Haffke, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Tel.: 0511/380-3133, E-Mail: detlef.haffke@kvn.de, Internet: www.kvn.de


Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 19. November 2018