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Presseinformationen

Kammerversammlung wehrt sich gegen Abstriche in der Qualität ärztlicher Weiterbildung

Hannover, 29. April 2019 (äkn) - Die Delegierten der Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) haben in ihrer Sitzung am 27. April einstimmig eine Resolution beschlossen, in der sie sich gegen Abstriche bei der Qualifikation von weitergebildeten Ärztinnen und Ärzten wehren.

"Die ärztliche Weiterbildung ist eine Maßnahme zur Sicherung der Qualität ärztlicher Berufsausübung – vor allem im Interesse der Patientensicherheit", betont ÄKN-Präsidentin Dr. med. Martina Wenker. Das Ziel seien in erster Linie kompetent in einer speziellen Fachrichtung der Medizin weitergebildete Ärztinnen und Ärzte. "Die landes- und bundesweit abgestimmten Weiterbildungsinhalte garantieren ein hohes, einheitliches Qualitätsniveau des Absolventen", erklärt Wenker. Die Weiterbildungsordnung sei daher als "Bildungsordnung" zu betrachten und dürfe nicht mit einem "Instrument der Absolventenlenkung" verwechselt werden.
"Die Kammerversammlung begrüßt es, wenn Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen oder Kommunen finanzielle Anreize setzen, damit sich Ärztinnen und Ärzte in bestimmten Fächern weiterbilden oder eine Niederlassung in unterversorgten Regionen anstreben", zitiert die Kammerpräsidentin aus der Resolution. Dies sei allerdings keine Aufgabe der Ärztekammer. "Die ÄKN begleitet Ärztinnen und Ärzte bei der von ihnen nach eigenen Präferenzen ausgewählten Weiterbildung und bescheinigt am Ende nach bestandener Facharztprüfung die fachliche Kompetenz", erläutert Wenker. Dabei prüfe die Kammer zur Sicherung der Strukturqualität auch, ob sich eine Praxis oder eine Klinik als Weiterbildungsstätte eigne und ob dort alle erforderlichen Weiterbildungsinhalte von einem hierzu persönlich ermächtigten Arzt erlernt werden können.


Resolution der Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen

Ärztliche Weiterbildung ist Qualitätssicherung ärztlicher Berufsausbildung

Die Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen bekräftigt die Funktion der ärztlichen Weiterbildung als Maßnahme zur Sicherung der Qualität ärztlicher Berufsausübung. Am Ende der Weiterbildung sind Ärztinnen und Ärzte kompetent, in einer Fachrichtung der Medizin, entweder als Hausarzt oder als Facharzt, eigenverantwortlich eine Praxis zu führen oder eine qualifizierte Position im Krankenhaus oder im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu übernehmen. Die landes- und sogar bundesweit abgestimmten Weiterbildungsinhalte garantieren ein hohes und bundesweit einheitliches Qualitätsniveau der Absolventen. Die Weiterbildungsordnung ist daher eine Bildungsordnung und kein Instrument zur Absolventenlenkung. Die Ärztekammer Niedersachsen vergibt keine Weiterbildungsstellen, sondern begleitet die Ärzte bei der von ihnen nach eigenen Präferenzen ausgewählten Weiterbildung und bescheinigt am Ende der Weiterbildung nach bestandener Facharztprüfung die fachliche Kompetenz. Zum Zwecke der Qualitätssicherung prüft die Ärztekammer Niedersachsen, ob eine Praxis oder Klinik sich als Weiterbildungsstätte eignet und ob dort alle oder bestimmte Anteile der zu vermittelnden Weiterbildungsinhalte erlernt werden können. Dazu gehört auch, ob die an der Weiterbildungsstätte tätigen Ärztinnen und Ärzte genügend zeitliche Kapazitäten haben, um die jungen Kolleginnen und Kollegen hinreichend fachlich anleiten zu können. Die Kammerversammlung begrüßt es, wenn Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen oder Kommunen finanzielle und andere Anreize setzen, damit sich Ärztinnen und Ärzte in bestimmten Fächern weiterbilden wollen oder eine Niederlassung in unterversorgten Regionen anstreben. Dabei darf es aber keine Abstriche an der Qualifikation der weitergebildeten Ärztinnen und Ärzte geben. Mit einer Bildungsordnung können keine ordnungspolitischen Zwecke verfolgt werden.


Kontakt: Thomas Spieker, Leiter Kommunikation und Pressesprecher der Ärztekammer Niedersachsen
Telefon: 0511/380-2220, E-Mail: kommunikation@aekn.de

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 16. Mai 2019