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Berichte

20. Peer Review Intensivmedizin in Niedersachsen

Seit Ende 2013 wird das Thema "Peer Review in der Intensivmedizin" in Niedersachsen und Bremen aktiv vorangetrieben.

Seitdem sind 31 Peers (leitende Intensivmediziner, leitende Fachpflegekräfte Intensivmedizin) ausgebildet worden und ein hochrangig besetztes Fachgremium fest etabliert.

Am 14. April 2016 fand im DRK-Krankenhaus Clementinenhaus in Hannover das 20. Peer Review statt. Dr. phil. Brigitte Sens, Leiterin des Zentrums für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ), hat mit dem Chefarzt der Anästhesie, Dr. med. Mathias Gnielinski, MBA, über das Peer Review gesprochen. Das Interview wurde im "niedersächsischen ärzteblatt" (Heft 9, Seite 25) veröffentlicht.

Weitere Informationen: Interview zum 20. Peer Review ... (pdf-Datei, 277 KB)


Peer Review auch in Bremen

In Bremen wurden bereits zwei Peer Reviews durchgeführt (im Januar 2014 wurde das Klinikum Bremen-Mitte besucht, im April 2014 das Klinikum Bremen-Nord).

Durch die Analyse von Falldokumentationen, Abläufen und Prozessen, verbunden mit einem 52-Punkte-Bogen zur Selbsteinschätzung, konnte manches Verbesserungspotential identifiziert werden.

Weitere Informationen: Peer Review in der Intensivmedizin (Kontext, Juli/August 2014)


Informationsveranstaltung am 11. September 2014 in Hannover

Was muss man tun, um Nachwuchspflegekräfte für die Tätigkeit auf der Intensivstation zu gewinnen? Wie kann man die Forderungen des Medizinproduktegesetztes (MPG) zur Gerätesicherheit und Mitarbeiterschulung - und damit zur Patienten- und Mitarbeitersicherheit! - lückenlos umsetzen? Wie stehen alle auf der Intensivstation gemeinsam erarbeiteten Therapiestandards im Arbeitszusammenhang ad hoc und stringent zusammengefasst zur Verfügung? Wie ist sichergestellt, dass bei sich als nötig erweisenden freiheitsentziehenden Maßnahmen (z.B. Fixierung) von Patienten auf Intensivstation das Amtsgericht unmittelbar informiert wird? Wie begleitet man Angehörige und Besucher, die ohnehin häufig verängstigt und unsicher sind, zielgerichtet und ohne Warteschleifen auf die Intensivstation?

Diese und weitere Fragen wurden von den Chefärzten der intensivmedizinischen Fachabteilungen in Niedersachsen und Bremen, die sich einem Peer Review unterzogen hatten, anschaulich beantwortet: dieses waren die Praxisbeispiele, die im Rahmen des Peer Reviews als "Best Practice" identifiziert wurden und zur Nachahmung empfohlen werden! Dieser zentrale Baustein der zweistündigen Veranstaltung im Ärztehaus Hannover, zu der mehr als 60 Teilnehmer gekommen waren, sollte Interesse am Peer Review-Verfahren wecken.

Die aktiv beteiligten Mitglieder des inzwischen konstituierten Fachgremiums, Prof. Dr. med. Tobias Welte (Vorsitzender) und Prof. Dr. med. Wolfgang Koppert betonten dabei den Wert dieser qualitätssichernden Maßnahme, die als freiwilliger, kollegialer Dialog angelegt ist. So wurde durchaus auch kritisch diskutiert, ob das von Prof. Dr. med. Wolfgang Koppert ebenfalls vorgestellte modulare Zertifikat Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) als weiteres "Aushängeschild" sinnvoll sein könne.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 15. Mai 2017