newsletter

ZQ

Patientensicherheit

Zentrum für Qualität und Management
im Gesundheitswesen (ZQ)

ZQ

Europa

Patientensicherheit in Europa

Die europäischen Nachbarn haben zahlreiche, nachahmenswerte Ansätze für mehr Patientensicherheit entwickelt und etabliert.

Patientensicherheit in Großbritannien
Seit 2001 war die National Patient Safety Agency (NPSA) die Informations- und Aktionsplattform für Patientensicherheit in England. Am 1. Juni 2012 sind alle Schlüsselfunktionen und die Expertise für Patientensicherheit auf das gesamte englische Gesundheitssystem (National Health Service NHS England) übertragen worden. Seit April 2016 sind diese im neu gegründeten NHS Improvement verortet. Aktuelle Projekte, patient safety alerts und vieles mehr rund um das Thema Patientensicherheit können hier abgerufen werden.

Das "London Protocol" von Sally Taylor-Adams und Charles Vincent hat sich als Instrument zur systematischen Analyse klinischer Zwischenfälle auch in Deutschland einen Namen gemacht.

Empfehlenswerte Filme:

Patientensicherheit in Österreich
Die Österreichische Plattform für Patientensicherheit (Austrian Network for Patient Safety ANetPAS) wurde im Zuge des Projekts EUNetPAS (European Network for Patient Safety) und auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit im November 2008 gegründet. Sie ist ein unabhängiges, nationales Netzwerk, dem die wesentlichen Einrichtungen und ExpertInnen des österreichischen Gesundheitssystems angehören, die sich mit Patientensicherheit beschäftigen. Im Mittelpunkt der Arbeit des Netzwerkes steht die Förderung der Patienten- und Mitarbeitersicherheit in Form von Forschung, Koordination von Projekten, Vernetzung und Information.

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) und der Patientensicherheit Schweiz hat die Plattform Patientensicherheit zwei Empfehlungen zum Thema "Digitalisierung und Patientensicherheit" herausgebracht:

In Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und der Leopold Franzens Universität Innsbruck (LFU), Institut für Pharmazie hat die Plattform für Patientensicherheit die Initiative AMEDISS (Austrian Medication Safty Strategy) ins Leben gerufen. Durch AMEDISS soll Krankenhäusern die Selbsteinschätzung ihrer Medikationspraxis sowie das Erkennen von Bereichen mit Verbesserungspotenzial ermöglicht werden, um in Folge gezielt Verbesserungsstrategien einleiten zu können.

Patientensicherheit in der Schweiz
In der Schweiz wurde 2003 die Stiftung Patientensicherheit Schweiz als Gemeinschaftswerk aller relevanten Fachgesellschaften, Berufsverbände und Organisationen im Gesundheitswesen gegründet. Sie ist eine nationale Plattform zur Entwicklung und Förderung der Patientensicherheit sowie des klinischen Risikomanagements in der Schweiz. Die Schweizerische Stiftung für Patientensicherheit hat sich durch Ihre wegweisenden Aktivitäten, Konzepte und Materialien ein hohes Renomée erworben. Unter dem Motto "Fehler können selbst top ausgebildeten und hoch motivierten Fachpersonen passieren" entwickelt und leitet Patientensicherheit Schweiz seit 2012 unter dem Titel "progress!" nationale Modellprogramme.

Aus dem CIRRNET , dem Critical Incident Reporting & Reacting NETwork, werden regelmäßig (Beinahe-) Fehler mit potenziellen Präventivmaßnahmen für den Klinikalltag als Quick Alert aufbereitet und überregional verbreitet. Aus der Fülle internationaler Publikationen wird als weiterer Service monatlich eine aktuelle wissenschaftliche Studie selektiert und in komprimierter Form mit relevanten Hintergrundinformationen als "Paper of the Month" vorgestellt.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 17. Juni 2019