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Patientensicherheit

Zentrum für Qualität und Management
im Gesundheitswesen (ZQ)

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Simulationstraining für Praxisteams

Pilotprojekt geht an den Start

Notfallsituationen in Arztpraxen sind selten und stellen für die Teams eine besondere Herausforderung dar. Unter hohem Zeitdruck muss die medizinische Versorgung und der Transport des Patienten mit dem ganzen Praxisteam durchgeführt und organisiert werden. Das Zusammenspiel der einzelnen Teammitglieder in Ihren Funktionen entscheidet über den Erfolg. Auch stellt die Einschätzung der Dringlichkeit bei Erstkontaktaufnahme, d.h. das sichere Erkennen von Notfällen am Telefon und an der Anmeldung eine schwierige Aufgabe dar.

Was ist ein Simulationstraining?

Im Gegensatz zum herkömmlichen Reanimationstraining bietet Simulationstraining die Möglichkeit, nicht nur die medizinischen und technischen "Skills" zu üben, sondern unvorhergesehene Situationen realitätsnah zu erkennen und im Team zu trainieren. Die Kommunikation untereinander spielt dabei eine wichtige Rolle.

Was ist das Ziel des Pilotprojektes Simulationstraining für Praxisteams?

Ziel ist es, die Erfahrungen aus rettungsdienstlichen und klinischen Simulationen zusammenzuführen und für den ambulanten Sektor ein realistisches Simulationstraining zu konzeptionieren. Als Projektpartner bringen die Mitarbeiter des Simulationszentrums der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover(www.simulatorium.de) und der DRK Rettungsschule Goslar (www.drk-trainingszentrum.de) Ihre Expertise und Erfahrungen ein.

Was erwartet Sie und Ihr Praxisteam?

Aufbauend auf die Organisationserfahrung der Projektpartner wird der Kurs eine Mischung zwischen Theorie aus dem Bereich Zwischenfallmanagement und realistischen Notfallsituationen sein. Die zu trainierenden Notfälle sind dem ambulanten Spektrum entnommen. Die Simulation beginnt mit einem realitätsnahen "Blick in die Akte" zur Vorgeschichte und nimmt im Weiteren seinen Lauf. Störfaktoren wie Telefonklingeln, aufgeregte Angehörige etc. werden eventuell "eingebaut". Nicht jeder Fall führt zu einer reanimationswürdigen Situation.

Pro Training können maximal 12 Personen teilnehmen, d.h. die Gruppe setzt sich aus einem oder zwei Praxisteams zusammen. Das Training findet an zwei nahe beieinander liegenden Mittwochnachmittagen im DRK Simulations- und Trainings-Zentrum in Hannover statt.

Wie läuft das Simulationstraining ab?

Erster Tag

  • Kurze Vorstellungsrunde & Einführung ins sog. Team-Ressource-Management
  • Wiederholung des bekannten Reanimationsalgorithmus & Erläuterung des Ablaufs der Simulation
  • Drei bis vier Teilnehmer führen die erste Simulation eines Szenarios durch, die Kollegen schauen zu
  • Professionell geleitete Aufarbeitung und Reflektion (Debrifing)

Zweiter Tag

  • Durchführung von jeweils 5 Szenarien
  • Rollenwechsel der Teilnehmer für jedes Szenario

Sie haben Interesse mit Ihrem Praxisteam selbst an einem Simulationstraining teilzunehmen?
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Wir freuen uns auf Sie!

Informationsblatt Simulationstraining (pdf-Datei, 257 KB)

Haben Sie noch Fragen?
Dann senden Sie eine E-Mail oder melden Sie sich telefonisch bei:
Dr. med. Anouk Siggelkow, Lena Strodtmann, M.A.
Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen    
Tel. 0511-380-2506
Fax 0511-380-2118
E-Mail: zq@aekn.de

postalisch:
Berliner Allee 20      
30175 Hannover      

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 22. Juni 2017