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Niedersächsisches Frühgeborenen-Nachuntersuchungsprojekt

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Ausblick

Zur weiteren Qualitätsentwicklung und Qualitätsverbesserung in Niedersachsen startete Ende 2012 das Projekt "Benchmarking in der Frühgeborenenversorgung" (Lernen von den Besten). Unter der Moderation von Frau Prof. Dr. Evelyn Kattner (bis September 2012 Chefärztin der Neonatologie des Kinderkrankenhauses Auf der Bult) mit methodischer Unterstützung des Zentrums für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ) fanden Treffen statt, an denen sich leitende Ärztinnen und Ärzte aus elf niedersächsischen LEVEL 1-Zentren treffen, um ihre Zahlen offen zu diskutieren. In den elf neonatologischen Abteilungen werden jährlich ca. 200 Frühgeborene mit einem Gestationsalter unter 28 Schwangerschaftswochen versorgt.

Die Besonderheit des Projektes liegt darin, dass erstmals für einen Benchmarking-Ansatz flächendeckend Langzeitergebnisse frühgeborener Kinder zur Verfügung stehen. Ausgehend von den Kliniken mit den besten Langzeitergebnissen können gezielt Maßnahmen entwickelt und Behandlungsabläufe und Strukturen verbessert werden.

In 2013 wurde das Thema "Erstversorgung von Frühgeborenen < 28 SSW" analysiert. Es ist geplant, in 2014 die best practice zu diesem Thema festzulegen.

Die ersten Projektkinder sind in 2014 zehn Jahre alt, so dass die ersten Zehn-Jahres-Untersuchungen für Herbst 2014 geplant sind. Das Grobkonzept für die flächendeckende, über mehrere Jahre angelegte Untersuchung Zehnjähriger, ein europaweit bislang einmaliges Projekt, wurde 2013 erarbeitet. Die Akquise der beteiligten Untersuchungszentren, die Entwicklung des Feinkonzepts erfolgte im 1. Halbjahr 2014 und die Schulung der potentiellen Untersucher erfolgte am 13. Mai 2014 bei einem Untersuchertreffen im Ärztehaus Hannover. Das Untersuchungsdesign bietet neue Untersuchungs- und Beurteilungsmöglichkeiten, da dabei z.B. auch psychische Auffälligkeiten (z.B. Angststörung und Autismus) und Aufmerksamkeitsstörungen beurteilt werden können. Die Schullaufbahn und der Schulerfolg können betrachtet werden und es wird eine Beurteilung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität stattfinden.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2017