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GerOSS (German Obstetric Surveillance System)

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GerOSS

Die Geburtshilfe hat in Deutschland ein hohes Niveau, meist mit dem Ergebnis "Gesunde Mutter - gesundes Kind". Dennoch kommt es immer wieder zu einzelnen, oft sehr seltenen, komplizierten Geburts­verläufen, die hohe Anforderungen an die geburts­hilfliche Versorgung stellen. Veränderte Rahmen­bedingungen, wie höheres Lebensalter, Änderungen der Familien­strukturen und der Ernährungs­gewohnheiten sowie Migrationseinflüsse und soziale Strukturen sind Einflussfaktoren. Ebenso ist eine erhöhte Rate von Kaiser­schnitt­ent­bindungen zu nennen. Diese Umstände und Einflüsse können Probleme in der Versorgung von Schwangeren und unter der Geburt hervorrufen (Epidemiologie).

Mit dem neuen Ansatz des GerOSS-Projektes soll auf die beschriebenen Veränderungen zeitnah und gezielt reagiert werden. Einzelne schwerwiegende Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, die in der Regel (noch) selten auftreten, werden zentral erfasst und auf einer (erstmals) größeren Datenbasis analysiert. Die Ergebnisse können auf Empfehlungen für strukturelle, organisatorische und fachliche Anforderungen zur Optimierung des Versorgungs­managements Einfluss nehmen. Für einige Krankheitsbilder soll ein "Frühwarnsystem" mit einem optimierten Überleitungs­management von der Schwangerschaft zur Geburt entwickelt werden. Das GerOSS-Projekt, welches vom Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ) konzipiert wurde sowie koordiniert und umgesetzt wird, stellt somit eine Ergänzung zu den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitäts­sicherungs­verfahren dar und wird seit 2010 in Niedersachsen, Bayern und Berlin durchgeführt.

Das GerOSS-Projekt wird gestützt und gefördert von der QualitätsInitiative (Nieder­sächsischer Verein zur Förderung der Qualität im Gesundheitswesen e.V.) und wird in Kooperation mit der BAQ (Bayrische Arbeitsgemeinschaft für Qualitäts­sicherung in der stationären Versorgung) durchgeführt.

Über Projektziele, Konzept und Ergebnisse des Projektes werden Sie auf den folgenden Seiten ausführlicher informiert.

Weitere Informationen: www.geross.de

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2017