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GerOSS (German Obstetric Surveillance System)

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Ziele und Konzept

Mit der Erhebung und Analyse seltener Komplikationen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt sollen im GerOSS-Projekt folgende Ziele verfolgt werden:

  • Optimierung des Versorgungsmanagements: Durch detaillierte Fallanalysen (u. a. root-cause-analysis, Prozessanalysen) von Experten (Geburtshelfer, Hebammen, Intensivmediziner, Pädiater, etc.) werden optimale Behandlungsstrategien und -empfehlungen erarbeitet.
  • Frühwarnsystem: "Präventionsstrategien" für seltene, aber schwer zu versorgende Fälle werden entwickelt. Eine frühzeitige Steuerung und Begleitung der "Risikoschwangeren" mit einem optimierten Überleitungsmanagement von der Schwangerschaft zur Geburt ist das Ziel.
  • Ermittlung von Inzidenzen für die ausgewählten Krankheitsbilder und geburtshilflichen Komplikationen in den teilnehmenden Bundesländern.
  • Strukturierte Informationsplattform: Die GerOSS Web-Seite dient als Informationsplattform für die Verbreitung der gewonnen Erkenntnisse aus der Analyse der erhobenen Fälle (statistische Analyse, Einzelfallanalyse).

GerOSS ist ein internetbasiertes System zur Meldung und Erfassung seltener geburtshilflicher Ereignisse. Freiwillig teilnehmende Einrichtungen benennen der ZQ-Organisationszentrale einen Projekt-Ansprechpartner. Dieser erhält monatlich eine automatische Aufforderung (per E-Mail), retrospektiv (z.B. monatlich, vierteljährlich) die aufgetretenen Fälle oder das Nicht-Auftreten eines Falles (Negativmeldung) zu melden. Die Negativmeldung ist wichtiger Bestandteil des Projektes zur Berechnung von Inzidenzen. Die Auswertung der anonymisierten Datensätze erfolgt quantitativ (Statistik) und ergänzend qualitativ durch Experten. So werden erstmals Geburtskomplikationen auf einer größeren Datenbasis durch nationale und internationale Zusammenarbeit analysiert. Die Erkenntnisse/Ergebnisse werden publiziert und auf der GerOSS-Web-Plattform zur Verfügung gestellt.

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Fragestellungen, die ab 2010 erhoben werden:

Meldung und Dokumentation der Fälle

Datensatzbeschreibung in englischer Version


Meldung der Fälle

  • Lungenembolie
  • Fruchtwasserembolie
  • Transfusion >= 5 Blutkonserven
  • Ösophagusatresie

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 13. Juni 2017