newsletter

ZQ

Projekte

Niedersächsische Perinatalerhebung

ZQ

Ergebnisse

Statistiken zur Perinatalerhebung

Im Rahmen der Niedersächsischen Perinatalerhebung (Qualitätssicherung Geburtshilfe) erhalten alle Frauenkliniken in Niedersachsen eine klinikspezifische Auswertung ihrer eigenen Geburten (Klinikstatistik). Die Statistik dient der externen Qualitätssicherung (QS) und soll durch Gegenüberstellung eigener Leistungszahlen mit Werten aus einem Vergleichskollektiv strukturähnlicher Häuser sowie dem Gesamtkollektiv (alle Fälle aus Niedersachsen) eigene Ergebnisse transparenter machen, mögliche Verbesserungspotentiale aufdecken und dadurch als Grundlage für die interne Qualitätsentwicklung dienen.

Die Statistik gliedert sich in Kapitel, Abschnitte und Rubriken:

Die graphischen Darstellungen in den Kapiteln 1 und 2 "Qualitätsindikatoren" dienen der Qualitätsbeurteilung klinikeigener Leistungen. Für jeden Indikator sind individuelle Abteilungswerte (in einem Funnelplot als Punkt) abgebildet. Die Berechnung der Werte geht aus der Definition der Bezugskollektive über Zähler und Nenner hervor. Der Referenzwert ist als rote Linie dargestellt, der von einem grauen Kontrollbereich oberhalb und unterhalb der Linie eingefasst wird.

Die Informationen zu Patientenkollektiv, Geburtseinleitung und kindlichem Outcome befinden sich im Kapitel 3 "Überblick". Durchgängig werden Gesamtwerte für Niedersachsen, klinikeigene Werte und Vergleichswerte gegenüber gestellt. In der Darstellung bedeuten eingerückte Zeilen, dass sich die Prozentangaben auf das in den jeweils übergeordneten Zeilen genannte Kollektiv beziehen. Bei der Interpretation von Prozentangaben sollte stets auch die absolute Fallzahl berücksichtigt werden, da bei kleinen Fallzahlen die korrespondierenden Raten größeren Schwankungen unterlegen sind.

Weitere qualitätsrelevante Informationen sind dem Kapitel 4 "Detailstatistik" der jeweiligen Statistik zu entnehmen.

Im Kapitel 5 werden Einzelfälle für die klinikinterne Analyse aufgelistet.

 

Ergebnispräsentation im Rahmen einer Qualitäts-Werkstatt zur aktiven Qualitätsentwicklung: "Zahlen zum Sprechen bringen"

Parallel zu der Überführung der Perinatalerhebung in die gesetzliche Verpflichtung, wurde vom ZQ ein Konzept, speziell für die an der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE) beteiligten Kliniken, entwickelt. Das Angebot der  Qualitätswerkstatt zur aktiven Qualitätsentwicklung mit dem Thema "Zahlen zum Sprechen bringen" unterstützt das geburtshilfliche Team. Die Schulungen finden in den Frauenkliniken statt, so dass die Ergebnisse aus den Verfahren mit externen Qualitätsvergleichen (Qualitätssicherung Geburtshilfe) gemeinsam im interdisziplinären Team analysiert und bewertet werden können. Zielgerichtet können gemeinsam Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung abgeleitet werden. Ergänzend sei dazu auf den Artikel in der Zeitschrift ZEFQ verwiesen (Berlage S, Wenzlaff P, Damm G, Sens B. Gemeinsam mit dem Team – von Daten und Statistiken zur Qualitätsentwicklung. Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh.wesen (ZEFQ) 104 (2010) 45-50).

Nachdem das Konzept im Jahr 2001 entwickelt wurde, startete das Modell-Projekt bereits im gleichen Jahr. Mittlerweile hat sich das Konzept als gut durchführbar und attraktiv erwiesen und wird regelmäßig von den niedersächsischen Frauenkliniken nachgefragt. In diesem Zusammenhang wird auch hingewiesen auf § 3 Abs. 2 (Krankenhausinterne Kommunikation der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung Krankenhäusern (QSKH-RL)). Demnach ist der leitende Arzt der Fachabteilung "zum Erreichen der intensiven Kommunikation … verpflichtet, die Ergebnisse, Vergleiche und Bewertungen, die ihm aus der Qualitätssicherung zugeleitet werden, mit allen Mitgliedern der Krankenhausleitung und den unmittelbar am Behandlungsprozess beteiligten Mitarbeitern anhand der Ergebnisse der Qualitätssicherungsmaßnahme durch zu sprechen, kritisch zu analysieren und ggf. notwendige Konsequenzen fest zu legen".

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2017