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Neonatalerhebung

Qualitätssicherung Neonatologie

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Konzeption

Bei der Neonatalerhebung handelt es sich um ein Qualitätssicherungsverfahren mit externem Vergleich.

Arbeitsgrundlage für die Entwicklung des ab 2010 bundesweit verpflichtenden Verfahrens Qualitätssicherung Neonatologie waren die Konzepte der Neonatalerhebung der Bundesländer und Vorschläge zur Aktivierung des Verfahrens durch den Arbeitskreis der Neonatalerhebungen der Bundesländer. Von Fachexperten, die in die Entwicklung des neuen Konzepts eingebunden waren, sind Qualitätsindikatoren, die Versorgungsqualität von Früh-und Neugeborenen abbilden sollen, festgelegt worden.

Klinik- und Gesamtstatistiken

Alle neonatologischen Abteilungen in Niedersachsen dokumentieren die neonatologischen Fälle mit einem hausinternen Dokumentationssystem. Die Dokumentationen werden exportiert, verschlüsselt und vierteljährlich per E-Mail an die Datenannahmestelle auf Landesebene (Projektgeschäftsstelle Qualitätssicherung bei der NKG) geschickt.

Jede teilnehmende Klinik erhält nach Abschluss eines Jahrgangs die klinikspezifische Auswertung (Klinikstatistik) des jeweiligen Jahrgangs per E-Mail zugeschickt. Zusätzlich steht diese Statistik allen Ansprechpartnern in den niedersächsischen neonatologischen Abteilungen auf der ZQ-Homepage in einem geschützten Bereich unter der Rubrik "Download Statistiken" zur Verfügung. Der Zugang zu diesem Bereich erfolgt mit einer persönlichen Benutzerkennung. Zusätzlich kann die Gesamtstatistik Niedersachsen des jeweiligen Jahrgangs unter Statistiken abgerufen werden.

Beide Statistiken bestehen aus einer Übersichtsstatistik (Basisstatistik), der grafischen Darstellung der  Qualitätsindikatoren und einer Detailstatistik. Die Basisstatistik und die Detailstatistik sind so konzipiert, dass sich die Klinik mit dem Gesamtkollektiv Niedersachsen und einem speziellen Klinikkollektiv (z.B. allen Level-1-Perinatalzentren) vergleichen kann.

Die grafischen Darstellungen der Qualitätsindikatoren dienen der Qualitätsbeurteilung klinikeigener Leistungen. Für jeden Indikator sind individuelle Abteilungswerte (in einem Funnelplot als Punkt) abgebildet. Die Berechnung der Werte geht aus der Definition der Bezugskollektive über Zähler und Nenner hervor. Die Streudiagramme ermöglichen die Interpretation aller Klinikergebnisse in Abhängigkeit von der Fallzahl. In den Grafiken sind die die  Referenzwerte als rote Linie dargestellt, die von einem grauen trichterförmigen Kontrollbereich umschlossen wird.
 
Strukturierter Dialog

Ein wichtiges Element des 2009 gesetzlich verankerten Verfahrens ist der Strukturierte Dialog. Auffällige Ergebnisse werden anhand der Qualitätsindikatoren im "Strukturierten Dialog" gemeinsam mit den Krankenhäusern analysiert. Krankenhäuser, die mit ihren Ergebnissen außerhalb des von Experten definierten Referenzbereiches liegen, werden von den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung (LQS) um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Im Dialog mit den Krankenhäusern können so Ursachen analysiert, Verbesserungsmaßnahmen vereinbart und deren Wirksamkeit überprüft werden. Das Spektrum der Formen des Strukturierten Dialogs reicht von der schriftlichen Stellungnahme über das Gespräch bis hin zur Begehung vor Ort im Krankenhaus.

Beteiligte Einrichtungen

Aurich Ubbo-Emmius-Klinik gGmbH
Braunschweig Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH
Celle Allgemeines Krankenhaus Celle
Cuxhaven HELIOS Klinik Cuxhaven GmbH
Delmenhorst Josef-Hospital Delmenhorst Krankenhaus gGmbH
Emden Klinikum Emden - Hans-Susemihl-Krankenhaus gGmbH
Gifhorn HELIOS Klinikum Gifhorn GmbH
Göttingen Universitätsmedizin Göttingen Georg-August-Universität
Hameln Sana Klinikum Hameln-Pyrmont
Hannover Kinderklinik der Medizinische Hochschule Hannover
Hannover AUF DER BULT - Kinder- und Jugendkrankenhaus
Hildesheim HELIOS Klinikum Hildesheim GmbH
Hildesheim St. Bernward Krankenhaus GmbH
Leer Klinikum Leer gGmbH
Lingen Bonifatius-Hospital Lingen GmbH
Lüneburg Städtisches Klinikum Lüneburg gGmbH
Meppen Krankenhaus Ludmillenstift
Neustadt KRH - Klinikum Neustadt am Rübenberge
Nordhorn EUREGIO-KLINIK Grafschaft Bentheim Holding GmbH
Oldenburg Klinikum Oldenburg AöR
Osnabrück Christliches Kinderhospital Osnabrück GmbH
Papenburg Marienhospital Papenburg-Aschendorf gGmbH
Rotenburg AGAPLESION Diakonieklinikum Rotenburg gGmbH
Salzgitter HELIOS Klinikum Salzgitter GmbH
Stade Elbe-Kliniken Stade-Buxtehude GmbH
Uelzen HELIOS Klinikum Uelzen GmbH
Vechta St. Marienhospital Vechta gGmbH
Walsrode Heidekreis-Klinikum GmbH - Krankenhaus Walsrode
Wilhelmshaven Klinikum Wilhelmshaven gGmbH
Wolfsburg Klinikum Wolfsburg

Gremien

Ständige Kommission der Niedersächsischen Perinatalerhebung

Priv.-Doz. Dr. med. Heiko B. G. Franz
Vorsitzender der Ständigen Kommission und Vertreter der Geburtshelfer, Frauenklinik im Städtischen Klinikum Braunschweig

Prof. Dr. med. Karsten Harms
Stellvertretender Vorsitzender der Ständigen Kommission und Vertreter der Pädiater, Kinderklinik im Klinikum Hildesheim

Prof. Dr. med. Bettina Bohnhorst
Vertreterin der Pädiater, Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover

Priv.-Doz. Dr. Dr. med. Yves Garnier
Vertreter der Geburtshelfer, Frauenklinik im Klinikum Osnabrück

Prof. Dr. rer.nat. Evelyn Kattner
Vertreterin der Pädiater, Chefärztin a. D. der Neonatologie im Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult Hannover (bis 09/2012)

Prof. Dr. med. Susanne Grüßner
Vertreterin der Geburtshelfer, Frauenklinik im Klinikum Wilhelmshaven

Prof. Dr. med. Ralf Schild
Vertreter der Geburtshelfer, Frauenkliniken im Friederikenstift und Henriettenstift Hannover

Veronika Bujny
Gast, 1. Vorsitzende des Hebammenverbandes Niedersachsen e.V., Westoverledingen

Dr. med. Dirk Weirich
Gast/Vertreter der NKG, Projektgeschäftsstelle Qualitätssicherung bei der NKG, Hannover

Dokument erstellt am 15. September 2017, zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2018