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Zentrum für Qualität und Management
im Gesundheitswesen (ZQ)

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Veranstaltungsberichte

2017-02 | Perinatalmedizin aktuell - Jahresversammlung der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE)

Das neue Format "Perinatalmedizin aktuell" hat viele Vertreter aus der Geburtshilfe und Neonatologie interessiert.

Am 3. Februar 2017 fanden sich mehr als 70 Interessierte, vor allem aus den niedersächsischen Frauen- und Kinderkliniken, aber auch aus Bereichen des Gesundheitswesens allgemein zur Veranstaltung "Perinatalmedizin aktuell" im Vortragssaal der Ärztekammer ein.

Nach der Begrüßung führte der Vorsitzende der Ständigen Kommission der NPE, Privatdozent Dr. med. Heiko B. G. Franz durch eine spannende Tagung. Die Vorträge zu klinisch relevanten Fragen aus der Geburtshilfe und Neonatologie sowie zu Auswirkungen  der Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL) wurden lebhaft diskutiert. Der Nachmittag endete mit den Themen "Erfassung des intrauterinen Fruchttods (IUFT) im Rahmen des GerOSS-Projekts" und "Peer Review in der Geburtshilfe und Neonatologie", beides Projekte, die im Zentrum für Qualität und Management (ZQ) methodisch unterstützt werden. 

Die Vorträge

2016-11 | Erfolgreiches 13. ZQ-Forum Patientensicherheit & Risikomanagement

Das 13. ZQ-Forum am 11. November 2016 zum Thema Medikationssicherheit war mit zirka 90 Teilnehmern aus dem ärztlichen/pflegerischen Bereich, den Apotheken, dem Management und der Politik sehr gut besucht. Das Konzept der Veranstaltung, eine interdisziplinäre Austauschplattform zu sein, ging voll auf. Am Vormittag wurden aktuelle Zahlen, Daten, Fakten und Forschungsergebnisse vorgestellt. Im Anschluss folgte ein emotionalisierender Vortrag, der das Ansprechen von Sicherheitsbedenken durch "Speak up" thematisierte, um in einer konkreten Situation die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten. Die daraus entstandene Dynamik verhalf der anschließenden Mindmap-Session im Plenum zu konstruktivem Schwung. Das Ergebnis war eine breit angelegte Ideensammlung zur Verbesserung der Sicherheitskultur allgemein, interdisziplinär und in Bezug auf Medikationssicherheit.

Who is who?

Die teilnehmenden Berufsgruppen waren durch unterschiedlich farbige Namensschilder gekennzeichnet, was den interprofessionellen Austausch während der Pausen förderte. Der Nachmittag mündete in der Vorstellung praxisnaher Beispiele für erfolgreich umgesetzte sicherheitskulturfördernde Umgangsformen. Außerdem wurden konkrete Konzepte wie die standardisierte Arzneimittelanamnese durch Apotheker und die "Tridemvisite" durch Ärzte, Pflegekräfte und Apotheker vorgestellt.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei den Kooperationspartnern dieser Veranstaltung bedanken, besonders bei den Kollegen aus der MHH, der Apothekerkammer, der Niedersächsischen Krankenhaus Gesellschaft, dem Bundesverband Pflegemanagement und dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe, die dieses Programm mitgestaltet und beworben haben. Wie schon beim 12. ZQ-Forum hat sich das interdisziplinäre Konzept als konstruktive Austauschplattform bewährt, so dass wir auch im nächsten Jahr daran festhalten werden.

Weitere Informationen:

2016-11 | Qualität in der Intensivmedizin - wohin geht die Reise?

Diese Frage hat mehr als 50 Teilnehmer interessiert. Nach absolut vielfältigen und spannenden Vorträgen aus den unterschiedlichsten Perspektiven, wurden in zwei Arbeitsgruppen die Frage nach einer erforderlichen Zertifizierung und die Notwendigkeit eines Benchmarking erörtert. Eine Podiumsdiskussion rundete die Veranstaltung ab und alle Teilnehmer konnten sich mit folgenden Statements einverstanden erklären.

  • Das Peer Review in der Intensivmedizin ist ein weiterer Baustein in einem Qualitätsmanagementsystem, welches zur Qualitätsverbesserung sehr gut geeignet ist.
  • Das Peer Review ist ein interdisziplinärer Dialog auf Augenhöhe.
  • Das Peer Review zeigt Schwächen auf, die im normalen Klinikalltag leicht übersehen werden.
  • Die Etablierung eines Benchmarking-Verfahren ist wünschenswert.
  • Eine Zertifizierung als Abschluss eines erfolgreichen Peer Reviews ist vorstellbar.

Es bleibt also weiter spannend!

Die Vorträge der Veranstaltung können Sie hier herunterladen:

Aktueller Stand zum Peer Review Intensivmedizin in Niedersachsen und Bremen von Dr. phil. Brigitte Sens (pdf-Datei, 3,4 MB)

Peer Review Intensivmedizin - pragmatisch, praktisch, gut von Prof. Dr. med. Alexander Brinkmann (pdf-Datei, 1,9 MB)

Qualitätsanforderungen in der Intensivmedizin aus Sicht eines Vorstandes von Dr. med. Andreas Tecklenburg (pdf-Datei, 723 KB)

Zertifikat Intensivmedizin der DGAI - Stellenwert für die Qualität in der Intensivmedizin von PD Dr. med. habil. Tobias Bingold (pdf-Datei, 7,6 MB)

Zertifizierung als Mittel der Qualitätssicherung am Beispiel der Zertifizierung "Weaning" durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumonologie und Beatmungsmedizin von Prof. Dr. med. Bernd Schönhofer

DIVI-REVERSI: Benchmarking und Qualitätsindikatoren von Prof. Dr. med. Gerhard W. Sybrecht

 

 

2016-10 | 3. ZQ-Forum Patientensicherheit in der Arztpraxis

Mit über 40 Teilnehmern ist das 3. ZQ-Forum Patientensicherheit in der Arztpraxis am 26.10.2016 in den Räumlichkeiten des Klinikums Osnabrück erfolgreich gelaufen. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus Haus- und Fachärzten, Medizinischen Fachangestellten und weiteren interessierten Personen zusammen. Diese "bunte Teilnehmermischung" bot die Gelegenheit sich während der Workshops fach- und professionsübergreifend auszutauschen.
Frau Dr. med. Anouk Siggelkow, seit 2014 zuständig für den Bereich Patientensicherheit in der ÄKN, führte durch die Veranstaltung. In zwei Kurzpräsentationen wurden die erfolgreichen Projekte der ÄKN "Peer Review Patientensicherheit in der Arztpraxis" (Dr. med. Anouk Siggelkow) und "Simulationstraining für Praxisteams" (Lena Strodtmann) vorgestellt.
Herr Dr. med. Johannes Herzog, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin aus Uelzen, stellte unter der Überschrift "Oft ein Problem – Kommunikation mit dem Krankenhaus" die erfolgreiche Etablierung eines sektorenübergreifenden Qualitätszirkels im Landkreis Lüneburg vor.
Darauf folgend gab Herr Dr. med. Wolfgang Schneider-Rathert, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin aus Querum, praxisnahe Anregungen wie man das Potenzial der eigenen Praxissoftware im Arbeitsalltag optimal ausschöpfen kann.
In zwei parallel laufenden Workshops wurden die Themen "Fehlermanagement" (Dres. Herzog/Siggelkow) und "Polymedikation" (Dr. med. Schneider-Rathert) interaktiv und anhand praktischer Beispiele erarbeitet.
Auch im nächsten Jahr wird das ZQ-Forum Patientensicherheit in der Arztpraxis als Plattform für den Austausch von praxisnahen Tipps wieder angeboten werden.

 

Die Vorträge der Veranstaltung können Sie hier herunterladen:

Peer Review Patientensicherheit in der Arztpraxis von Dr. med. Anouk Siggelkow (pdf-Datei, 603 KB)

Simulationstraining für Praxisteams von Lena Strodtmann (pdf-Datei, 615 KB)

Digitalisierung intelligent nutzen - Patienten sicherer und besser versorgen von Dr. med. Wolfgang Schneider-Rathert (pdf-Datei, 368 KB)

Oft ein Problem - Kommunikation mit dem Krankenhaus von Dr. med. Johannes Herzog (pdf-Datei, 1,2 MB)

Fehlermanagement in der Arztpraxis von Dr. med. Anouk Siggelkow und Dr. med. Johannes Herzog (pdf-Datei, 1,5 MB)

Polymedikation für das Praxisteam - gemeinsam klug entscheiden von Dr. med. Wolfgang Schneider-Rathert

2016-08 | Erfolgreicher 1. Tag der Qualitätsinitiative

Der neue "Tag der Qualitätsinitiative", mit dem der 1996 gegründete Förderverein sein 20-jähriges Bestehen feierte, fand mit rund 70 Teilnehmern großes Interesse. In seiner Begrüßung hob der Vorsitzende Jens Wagenknecht hervor, dass mit der Qualitätsinitiative e.V. eine einzigartige Plattform aller Akteure im Gesundheitswesen geschaffen sei und dass der Vorstand mit vielen Ideen und Aktivitäten daran arbeite, diese auszubauen.

Die aktuellen Informationen von Dr. med. Christof Veit, Direktor des Institutes für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), zum Aufgabenspektrum und zum Stand der Arbeiten, insbesondere zur anstehenden Veröffentlichung der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren für Krankenhäuser, wurden intensiv diskutiert.

Vortrag Dr. Christof Veit: "Was unterscheidet Qualität von heißer Luft?" (pdf-Datei, 436 KB)

Anschliessend blätterte Dr. phil. Brigitte Sens, Geschäftsführerin der Qualitätsinitiative e.V. und Leiterin des Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen der Ärztekammer Niedersachsen, das breite Kaleidoskop der über 20 Jahre geförderten Projekte und Vorhaben auf.

Vortrag Dr. phil. Brigitte Sens: "Highlights aus den von der Qualitätsinitiative geförderten Projekten" (pdf-Datei, 1,6 MB)

2016-04 | Das 1. ZQ-Forum Qualität und Management hat die Qualitätsstrategie 2030 im Fokus

Die neue Reihe "Forum Qualität und Management im Gesundheitswesen" startete am 22.4.2016 im Ärztehaus Hannover mit hochkarätiger Besetzung. Die starke Akzentuierung der Versorgungsqualität im KHSG, die Auswirkungen auf die strategischen Zielsetzungen der Gesundheitseinrichtungen und deren operativen Umsetzung waren zentrale Themen. Rund 150 Teilnehmer besuchten die gemeinsam mit NKG, VLK, VKD und Bundesverband Pflegemanagement ausgerichtete Veranstaltung.

Die Vorträge des Forums können Sie hier herunterladen.

Qualitätsstrategie 2030: Qualität im aktuellen gesundheitspolitischen Kontext - wissenschaftliche Einordnung - Kontroversen in der praktischen Umsetzung von Prof. Dr. med. Matthias Schrappe (pdf-Datei, 1,27 MB)

Qualitätsindikatoren und weitere Strukturkennzahlen in der qualitätsorientierten Versorgungsplanung und der qualitätsorientierten Vergütung von Prof. Dr. med. Thomas Mansky

Statements aus dem Publikum, Meinungen und Kommentare aus dem Publikum zusammengefasst nach den ersten beiden Vorträgen (pdf-Datei, 109 kb)

Die Politik will Qualität und Ökonomie im Gesundheitswesen - Wie reagiert man als Leistungserbringer? von Dr. med. Andreas Tecklenburg

Strategische Hebel einer an Qualität und Produktivität orientierten Entwicklung von Gesundheitseinrichtungen von Dr. rer. nat. Bamberg (pdf-Datei, 505 kb)

Operative Umsetzung einer Qualitätsstrategie in der Organisation von PD Dr. med. habil. Maria Eberlein-Gonska (pdf-Datei, 1,7 MB)

Foto: L. Strodtmann / ÄKN
(Foto: L. Strodtmann / ÄKN)

2016-03 | Erfolgreicher Auftakt für das 1. DVMD-Frühjahrssymposium in Hannover

Das erste DVMD Frühjahrssymposium zum Thema "Qualitätsmanagement im Medizinischen Informationsmanagement" war ein voller Erfolg und soll auf jeden Fall fortgesetzt werden.

Der Saal war mit zirka 80 Teilnehmern sehr gut gefüllt, denn das Thema Qualität und Management hat bei vielen Dokumentaren und Informationsmanagern großes Interesse gefunden. Aktuell ist das Gesundheitswesen einem starken Wandel unterworfen. Nicht nur das Krankenhausstrukturgesetzt, sondern auch die verschiedensten Regularien und gesetzlichen Vorgaben geben dem Begriff der "Qualität" zukünftig eine neue und überaus wichtige Bedeutung

Damit werden die medizinischen Dokumentare und Informationsmanager eine neue Rolle in Ihrem Tätigkeitsfeld einnehmen können und tragen erheblich zur Darlegung einer guten Qualität in der Gesundheitsversorgung bei. Ohne systematische Vorgehensweise und ausgefeilte Sicherungsmaßnahmen ist Qualität weder messbar noch nachweisbar. Beides ist jedoch notwendig, um zuverlässig gute Qualität zu liefern, Schwachstellen zu erkennen, Verbesserungen anzustoßen und sich dadurch weiterzuentwickeln. Dabei sind gerade die verschiedenen Bereiche des Medizinischen Informationsmanagements besonders sensibel im Hinblick auf Qualität - geht es doch in der Regel um die Patientensicherheit und damit um Menschen.

Die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen rund um das Thema "Qualität" wurden am 4. März 2016 von ausgewählte Referenten dargestellt.

Die Vorträge können hier heruntergeladen werden.

Programm (pdf-Datei, 1,2 MB)

Basics des Qualitätsmanagement von Verena Lührs, ZQ (pdf-Datei, 1,1 MB)

DIN EN 15224:2012 - Eine Zertifizierungsnorm für Qualitätsmanagementsysteme in Gesundheitseinrichtungen von Dr. phil. Brigitte Sens, ZQ (pdf-Datei, 931 KB)

Einrichtungsinternes Qualitätsmanagement - Was bedeutet das für die Medizinische Dokumentation von Silvia Berlage, ZQ (pdf-Datei, 316 KB)

Qualitätsentwicklung durch Prozessgestaltung und Integrierte Behandlungspfade von Gabriele Damm, ZQ (pdf-Datei, 677 KB)

Patientensicherheit und Instrumente des medizinischen Risikomanagements von Dr. med. Anouk Siggelkow, ZQ (pdf-Datei, 959 KB)

Qualitätsinstitutionen im Gesundheitswesen - Who is who? von Gabriele Damm, ZQ (pdf-Datei, 237 KB)

Konzepte und Werkzeuge der externen stationären Qualitätssicherung von Silvia Berlage, ZQ (pdf-Datei, 1,1 MB)

Qualitätsberichte deutscher Krankenhäuser (- gute Datenquelle für die interessierte Öffentlichkeit?) von Dr. med. Christine Gernreich, Klinikum Region Hannover (pdf-Datei, 1,9 MB)

Qualitätssicherung in der Kodierung von Dr. Nikolai von Schroeders, KSB Klinikberatung GmbH (pdf-Datei, 852 KB)

Qualitätssicherung in der Klinischen Forschung von Katharina Thorn, Vorsitzende DVMD e.V. (pdf-Datei, 62 KB)

Qualitätssicherung in der Tumordokumentation / Krebsregister von Dr. Hagen Barlag, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT)(pdf-Datei, 620 KB)

Qualitätssicherung in der Tumordokumentation / Krebsregister von Dr. Gerd Wegener, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) (pdf-Datei, 1,5 MB)

2016-02 | Die Informationsveranstaltung zur DIN EN ISO 9001:2015 war ein voller Erfolg

Deutlich wurde auf der Veranstaltung, dass die neue DIN EN ISO Norm die Führungsebene mehr in die Pflicht nimmt. An die 100 Teilnehmer haben gespannt den hochkarätigen Referenten zugehört und wurden über den Inhalt und die Änderungen aufgeklärt. Die Ausführungen zur Umsetzung der neuen Norm, was besonders beachtet werden sollte, gaben wichtige Impulse. Im World-Café konnten sich die Teilnehmern intensiv untereinander auszutauschen und regte somit die Diskussion nach den Vorträgen an. Einen ausführlichen Bericht wird in Kürze im Niedersächsischen Ärzteblatt (Heft März 2016) veröffentlicht.

Die Vorträge

Die neue ISO 9001_2015: Struktur-Inhalt-Änderungen von Dr. med. Heike A. Kahla-Witzsch (pdf-Datei, 101 KB)

World Café: Was bedeuten diese Änderungen für die praktische Umsetzung - Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Diskussionsrunden (pdf-Datei, 1,6 MB)

Unternehmenspolitik > Strategie > Managementsystem: Umsetzung in Kontext der neuen ISO 9001:2015 von Dr. med. Christine Gernreich (pdf-Datei, 832 KB) und Edgar Stehning (pdf-Datei, 688 KB)

2016-02 | Jahresversammlung der Niedersächischen Perinatalerhebung (NPE) 2015

Die Jahresversammlung der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE) fand am 5. Februar 2016 im Vortragssaal der Ärztekammer statt. Die Veranstaltung war mit ca. 60 Teilnehmern sehr gut besucht. Priv. Doz. Dr. med. Heiko B. G. Franz (Klinikum Braunschweig) berichtete über die geleistete Arbeit und erfüllten Aufgaben der Ständigen Kommission der NPE aus dem Jahr 2015 und führte als Vorsitzender durch das Programm.

Die Vortragenden präsentierten aus den unterschiedlichsten qualitätsverbessernden Projekte, die im Rahmen der Perinatalerhebung initiiert wurden. Hervorzuheben sind neben der 10-Jahres-Nachuntersuchung frühgeborener Kinder, die 10-Punkte-Klassifikation der Sectiorate in Niedersachsen sowie der Bericht zum aktuellen Stand aus dem Arbeitskreis zur Förderung der natürlichen Geburt. Welche Anforderungen das Krankenhaustrukturgesetz (KHSG) an die Krankenhäuser stellt, wurde in einem weiteren Vortrag dargestellt. Es wurde deutlich, dass zukünftig der Nachweis einer guten Qualität in der Gesundheitsversorgung eine noch bedeutendere Rolle haben wird.

Die einzelnen Vorträge können am Ende der Seite heruntergeladen werden.

Die Neuwahl der Mitglieder der Ständigen Kommission lieferte folgendes Ergebnis:

  • Priv.-Doz. Dr. med. Heiko B. G. Franz
    Vorsitzender der Ständigen Kommission und Vertreter der Geburtshelfer, Frauenklinik im Städtischen Klinikum Braunschweig
  • Prof. Dr. med. Karsten Harms
    Stellvertretender Vorsitzender der Ständigen Kommission und Vertreter der Pädiater, Kinderklinik im Klinikum Hildesheim
  • Priv.-Doz. Dr. med. Bettina Bohnhorst
    Vertreterin der Pädiater, Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover
  • Priv.-Doz. Dr. Dr. med. Yves Garnier
    Vertreter der Geburtshelfer, Frauenklinik im Klinikum Osnabrück
  • Prof. Dr. rer. nat. Evelyn Kattner
    Vertreterin der Pädiater, Chefärztin a. D. der Neonatologie im Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult Hannover (bis 09/2012)
  • Prof. Dr. med. Susanne Grüßner
    Vertreterin der Geburtshelfer, Frauenklinik im Klinikum Wilhelmshaven
  • Prof. Dr. med. Ralf Schild
    Vertreter der Geburtshelfer, Frauenkliniken im Friederikenstift und Henriettenstift Hannover

 

Programm (pdf-Datei, 8KB)

Tätigkeitsbericht von PD Dr. med. Heiko B.G. Franz (pdf-Datei, 398 KB)

Pitfalls aus dem Strukturierten Dialog in der Neonatologie von Prof. Dr. rer. nat. Evelyn Kattner (pdf-Datei, 217 KB)

Zehn-Jahres-Nachuntersuchung frühgeborener Kinder: Erste Erfahrungen aus Niedersachsen von Dr. med. Michael Wagner (pdf-Datei, 171 KB)

10-Punkte-Klassifikation der Sectiorate in Niedersachsen von Prof. Dr. med. Ralph Schild (pdf-Datei, 307 KB)

GerOSS: Versorgung und Outcome bei Eklampsie im Vergleich und Fallberichte von Prof. Dr. med. Susanne Grüßner (pdf-Datei, 475 KB)

Relevante Änderungen zum Themenkomplex Qualität - Qualitätssicherung - Qualitätsmanagement (Artikel 6 Krankenhausstrukturgesetz) von Dr. Phil Brigitte Sens (pdf-Datei, 174 KB)

Peer Review in der Geburtshilfe von Dr. phil. Brigitte Sens (pdf-Datei, 1,54 MB)

Elternberatung in der Neonatologie -  vom Leitfaden zur Entwicklung eines Weiterbildungskonzeptes von Gabriele Damm (pdf-Datei, 629 KB)

2015-11 | Patientensicherheit in der Arztpraxis - Individuelle Lösungen gibt es nur im Team und Netzwerk!

Eine Pauschalantwort auf die Frage wie sich die Patientensicherheit in Praxen verbessern lässt, gibt es nicht. Dazu sind die Strukturen, Abläufe und Fragestellungen in den einzelnen Praxen zu unterschiedlich. Dies zeigte sich auch an der bunten Teilnehmerpalette des 2. ZQ-Forums Patientensicherheit in der Arztpraxis, das am 11.11.2015 in den Räumlichkeiten des Industrieclubs stattfand. Der Einladung kamen 40 Teilnehmer bestehend aus Ärzten und ganzen Praxisteams aus verschiedenen Fachrichtungen und Organisationsformen wie Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen und MVZs nach. Damit gab es in den Workshops reichliche Möglichkeiten zum Austausch untereinander.

Zunächst aber wurden die beiden erfolgreichen Pilotprojekte der Ärztekammer, die unter der Federführung von Dr. med. Anouk Siggelkow, zuständig für Patientensicherheit der ÄKN, in 2015 abgeschlossen bzw. gestartet wurden, vorgestellt: Das Peer Review Patientensicherheit in der Arztpraxis, das bereits in der Ausgabe 09/15 im Niedersächsischen Ärzteblatt vorgestellt wurde, hat sich im Pilotprojekt so gut bewährt, dass es ab Frühjahr 2016 für allem interessierten Praxisteams zur Verfügung steht. Das zweite engagierte Projekt ist das Simulationstraining für Praxisteams, über das Dr. med. Markus Flentje, Anästhesist im Simulationszentrum der MHH und seit kurzem ärztlicher Leiter der DRK-Rettungsschule, berichtete. Für den zeitlichen Aufwand der zwei Nachmittage wurden die Teilnehmer des ersten Pilotdurchlaufs mit praxisnahen Trainings in realitätsnahen Simulationssettings belohnt und waren begeistert.

Im Workshop zum Thema “Fehler- und Risikomanagement" unter der Regie von Dr.med. Johannes Herzog, niedergelassener Internist und Leiter des Arbeitskreises Patientensicherheit der ÄKN und Dr.med. Anouk Siggelkow, erlernten die Teilnehmer beispielhaft die systematische Analyse eines realen und komplexen Falles, der der Fehlermelde- und Lernplattform „www.jeder-fehler-zaehlt. de“ entnommen war. Aufgrund einer unglücklichen Aneinanderreihung von organisatorischen und individuellen Fehlern an Schnittstellen und bei der Zustandsbeurteilung kam ein Patient zu Tode. Letztendlich wurde auch der Patient als „Risikofaktor“ entlarvt, der selber seinen schlechter werdenden Zustand beschwichtigte. Dieser Fall gab Anlass zu vielschichtiger Diskussion. Letztendlich blieb die Erkenntnis, wie wichtig es ist, sich an jeder Schnittstelle ein eigenes objektives Bild über die vorliegenden Befunde zu machen und sich ein Netzwerk mit den wichtigsten Ansprechpartnern an den kooperierenden Einrichtungen mit Kooperationsstandards aufzubauen.

PD Dr. Guido Schmiemann, niedergelassener Allgemeinmediziner und Lehrender im Fachbereich Public Health der Uni Bremen, bearbeitete mit den Teilnehmern des Workshops „Schwere Arzneimittelinteraktionen“ die Grundprobleme, die sich im niedergelassenen Bereich ergeben. Die Ursachen sind im Wesentlichen Kommunikationsmängel mit verordnenden Fachärzten und auch Apothekern. Dementsprechend ist es für niedergelassene Hausärzte auch aufgrund der unterschiedlichen Handelsnamen schwierig die Übersicht zu behalten und Risiken für Arzneimittelinteraktionen zu erkennen. Hier könnte die vorbereitende MFA mit eingebunden werden, indem sie edv-unterstützt im Rahmen der primären Anamnese eine Liste der (neu-) verordneten Wirkstoffe zusammenstellt.

Die Dringlichkeitsentscheidungen bei Kontaktaufnahme mit Patienten am Telefon sind ein nicht zu unterschätzender Faktor für Patientensicherheit in Arztpraxen. Im Workshop zu diesem Thema leitete Frau Nicole Schwäbe von der Trainingsakademie LAT an, wie jede Praxis entsprechend ihres eigenen Spektrums – ein Gefäßchirurg erwartet andere Notfälle als ein Allgemeinmediziner- Beurteilungskriterien erarbeiten kann, die es der MFA am Telefon ermöglicht, die Anrufer in die Kategorien sofortiger Notfall (Rettungswagen) -rasches Handel (direkter Hausbesuch) -dringlich (Termin heute noch) – Routine ermöglicht.

Insgesamt wurde das Team-Konzept der Veranstaltung aus Ärzten und MFA gut angenommen, so dass die Rückmeldungen durchweg positiv zeigten, dass Jeder praxisnahe Tipps mit in seinen Arbeitsalltag nehmen konnte. Das ZQ-Forum Patientensicherheit in der Arztpraxis wird dementsprechend als Austauschplattform im kommenden Jahr wieder angeboten.

Die Vorträge vom 2. ZQ-Forum Patientensicherheit in der Arztpraxis können Sie hier herunterladen.
Peer Review Patientensicherheit in der Arztpraxis (Dr. med. Anouk Siggelkow)
Simulationstraining für Praxisteams (Dr. med. Markus Flentje)
•Fehler- und Risikomanagement in der Arztpraxis (Dr. med. Johannes Herzog, Dr. med. Anouk Siggelkow)
Wie akut ist es wirklich? - Tipps zum sicheren Umgang mit Notfallpatienten am Telefon (Nicole Schwäbe)

2015-11 | Informationsveranstaltung BÄK-Richtlinie Hirntoddiagnostik

Am 23.11.2015 fand in der Ärztekammer Niedersachsen eine Informationsveranstaltung zur neuen BÄK-Richtlinie Hirntoddiagnostik statt, gemeinsam ausgerichtet mit der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft. In drei Vorträgen wurden die neugefaßten Inhalte präsentiert (Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Andreas Ferbert), Erfahrungen und Probleme aus Sicht der DSO zusammen gefaßt (Dr. med. Thorsten Doede), sowie die ersten Erfahrungen bei der Umsetzung der neuen Richtlinie aus Sicht eines Krankenhauses (MHH) dargestellt (Dr. med. Frank Logemann).

Programm und Vorträge können Sie hier herunterladen.

2015-06 | 12. Forum Patientensicherheit und Risikomanagement: GETTING TO ZERO?! - Dialog für neue Ziele in der Krankenhaushygiene

Diese provokante Forderung haben rund 145 Teilnehmer - bei herrlichstem Sommerwetter - intensiv und lebhaft diskutiert. Kernelement der Veranstaltung war ein World-Café: In interprofessionellen und interdisziplinären Kleingruppen wurden die Hürden für eine verbesserte Krankenhaushygiene fixiert und Lösungen erarbeitet. Das Ergebnis: Die Krankenhaushygiene beginnt in der Ausbildung und kann nur aktiv gelebt werden, wenn alle Akteure sich Ihrer Verantwortung und Vorbildfunktion bewusst werden. Auch müssen Barrieren zwischen den mitwirkenden Institutionen überwunden werden, um Synergieeffekte zu nutzen. Die AG Krankenhaushygiene des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtens macht dies durch aktive Angebote zur Zusammenarbeit konkret.

Die überwiegende, abschließende Meinung war, dass die Forderung nach einer 100%igen Infektionsprävention unter den aktuellen Rahmenbedingungen nur schwierig erreicht werden kann.
Allerdings ist eine Reduktion der nosokomialen Infektionen - derzeit geschätzte  600.000 Fälle pro Jahr - zwingend erforderlich. Dafür standen alle Teilnehmer ein und nahmen die Aufgabe der Multiplikatoren mit nach Hause. Den Abschluss bildete eine Präsentation zum professionellen Umgang mit den Medien im Falle eines "Hygieneskandals".

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sind hier zusammengestellt.

2015-02 | Jahresversammlung der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE) 2014

Die Jahresversammlung der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE) liefert zu Beginn des Jahres einen Rückblick auf das vergangene Jahr in den Perinatal- und Neonatalerhebungen und fand am Freitag, 6. Februar 2015 im Vortragssaal der Ärztekammer statt.

Neben den originären Aufgaben der Rückschau auf die Tätigkeiten der Ständigen Kommission (dem gewählten Gremium aller an der Erhebung beteiligten Kliniken) im Jahr 2014 wurden auch neue Ansätze des Qualitätsmanagements und innovative Projekte vorgestellt und mit allen Anwesenden diskutiert. Ziel war es, gemeinsam eine eigenverantwortlich gestaltete Qualitätsentwicklung in den Frauen- und Kinderkliniken umzusetzen.

Besonderes Highlight bei dieser Veranstaltung war das von Dr. med. Stefan Hutter sehr anschaulich in einem Vortrag mit eingespielten Videosequenzen vorgestellte "Interdisziplinäre Simulationstrainings im Kreißsaal". Dabei wird im Team vor Ort, also im eigenen Setting oder in einem eigens ausgestatteten Notfallsimulations-OP in einem Simulationszentrum geübt. Trainingssituationen sind beispielsweise das pathologische CTG, eine Notfallsituation, die schnelles, zielgerichtetes Handeln erfordert. In der Simulation wird schnell offensichtlich, ob es z.B. klare Verhaltensregeln für das Kreißsaalteam bei Notfallsituationen gibt und wie das Schnittstellenmanagement bzw. die Kommunikation im geburtshilflichen Team oder auch mit den Pädiatern funktioniert. Die Simulation der verschiedenen vorstellbaren Notfallsituationen dauert ca. zehn Minuten. Anschließend erfolgt ein Debriefing, in dem alle Situationen, vor allem Besonderheiten der Kommunikation angesprochen werden und die Simulation bewertet wird. Wichtig ist, dass ein Debriefing niemals einer Prüfungssituation gleich kommt und dass der Ausgang der Simulation immer positiv ist, d.h. Mutter und Kind haben die Situation gut überstanden!

Ein weiterer Vortragsblock befasste sich mit dem Inhouse-Schulungsangebot des Zentrums für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ), wobei sowohl das Konzept der bisher durchgeführten Schulungen mit den verschiedenen Modulen, als auch das neu entwickelte Konzept nach dem Baukastenprinzip, das in diesem Jahr unter dem Namen "Qualitätswerkstatt" startet, vorgestellt wurde. Zwei Erfahrungsberichte aus dem KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge von Dr. med. Michael Schneider (Chefarzt der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin) und von Uta Petersen (Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe) zeigten die Vielfalt der in den Schulungen behandelten Themen und Möglichkeiten, sich mit der eigenen Versorgungsqualität auseinander zu setzen, bzw. Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Ein Interview mit Dr. med. Michael Schneider und mit Dr. med. Hubert K. Sommer wird im niedersächsischen ärzteblatt veröffentlicht.

Downloads

 

 

2014-11 | 1. Process Solutions Day im Gesundheitswesen

Wie bringt man zwei Geschäftsfelder zusammen, die sich nur von gegenseitigen Besuchen der jeweiligen Fachmesse kennen? Zwei Fachgesellschaften laden gemeinsam zum Austausch ein.

Am 19. November 2014 fand im Vortragssaal der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) der 1. Process Solutions Day im Gesundheitswesen statt. Eingeladen hatten die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung (GQMG), die Gesellschaft für Organisation (gfo) und das Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ), um sich mit konkreten Herausforderungen und Lösungsansätzen im Prozessmanagement für Krankenhäuser auszutauschen.

BPM-Lösungen (Business Process Management) sind in vielen Branchen wie der Industrie deutlich ausgeprägter etabliert als im Gesundheitswesen, zunehmend entwickelt sich hier jedoch auch ein Markt. So stand der Vormittag im Zeichen von BPM-Tool-Anbietern, die Ihre Vorgehensweise und Erfahrungen mittels IT-gestützten-Lösungsvarianten konkret vorstellten. Deutlich wurde, dass Grundsätze aus der industriellen Logik und daraus resultierende Verbesserungsmethoden, wie zum Beispiel Lean Production, sich auch auf die Organisation im Krankenhaus übertragen lassen. Nachhaltiger Erfolg stellt sich immer dann ein, wenn das Prozessmanagement nicht nur technische Fragestellungen berücksichtigt, sondern insbesondere auch organisatorische Aspekte, wie die strategische Ausrichtung, die Organisationskultur und die Einbindung und Führung von Prozessbeteiligten.

Am Nachmittag folgten best-practice-Beispiele aus einzelnen Krankenhäusern. Herausgestellt wurde die enorme Komplexität des ad hoc erforderlichen Spektrums an Informationen wie Patientendaten, Befunde, bildgebende Verfahren, Verläufe, Prozessschritte, Leitlinien, Qualitätskennzahlen und vielen mehr im Alltag eines Krankenhauses. Die darüber hinaus "freiwillige" Datenerhebung für Studien- oder Controllingzwecke münden offenkundig in einem nicht mehr vernetzten System mit Mehrfachdokumentation, Anwenderüberforderung und großer Frustration. Andererseits zeigen einzelne Projekte auch, dass durch eine stringente Workflow-Gestaltung und gezieltere Datenerfassung effizienteres und effektiveres Arbeiten ermöglicht werden kann. Durch eine anwenderfreundliche Arbeitsumgebung können Einsparpotenziale an Ressourcen rasch gehoben werden. Verschwendung durch Suchvorgänge, Laufwege, hinterhertelefonieren, Mehrfachtätigkeiten, etc.  sind zu vermeiden!

Insgesamt stellten elf Anbieter ihre Business Process Management Tools vor. Der rege Dialog während der Pausen und im Nachgang in der Industrieausstellung macht deutlich, dass der Bedarf seitens der Krankenhäuser immens erscheint: Process Solutions Day im Gesundheitswesen – Fortsetzung folgt!

Die Vorträge stehen für die Teilnehmer im geschützten Bereich auf der Homepage der GQMG zur Verfügung: www.gqmg.de

2014-10 | 11. Forum Patientensicherheit und Risikomanagement

Patientensicherheit konsequent umsetzen - was hindert mich, was motiviert mich?

Diese zentrale Frage haben rund 60 Teilnehmern intensiv und lebhaft diskutiert. Eine ganz besondere Sichtweise auf das Thema "Sicherheitskultur und Verantwortung" präsentierte Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Theo Wehner vom Zentrum für Arbeits- und Organisationspsychologie der ETH Zürich: je mehr Mitarbeiter, desto mehr Verantwortungsdiffusion Aus der Flugsicherung der Niederlande überzeugte der Safety Manager Job Brüggen die Anwesenden, dass viele Konzepte und Strategien aus dem Bereich der Flugsicherheit auch in der Gesundheitsversorgung umsetzbar sind. Zum Ende der Veranstaltung waren alle von der Möglichkeit des Perspektivwechsels überzeugt: trotz gesetzlicher Vorgaben vom MÜSSEN zum WOLLEN, zum Nutzen für die Mitarbeiter und die eigene Arbeitszufriedenheit.

Die Vorträge des Forums können Sie hier nachlesen.

 

 

2014-09 | 1. Forum Patientensicherheit in der Arztpraxis

1. ZQ-Forum Patientensicherheit in der Arztpraxis war ein voller Erfolg!

Zum 1. ZQ-Forum Patientensicherheit in der Arztpraxis versammelten sich am 26. September 2014 knapp 50 Interessierte in den Räumlichkeiten des Industrieclubs. Dr. phil. Brigitte Sens blickte in ihrer kurzen Ansprache auf die 10-jährige Vorarbeit zum Thema Patientensicherheit in der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) zurück. Das Ergebnis dieser Bemühungen seien zahlreiche Veranstaltungen und Kurse und letztendlich die eigens für Patientensicherheit eingerichtete Stelle gewesen, die seit 10 Monaten mit Dr. med. Anouk Siggelkow besetzt ist. Dr. Siggelkow übernahm die weitere Leitung der Veranstaltung und führte zunächst in einer ambitionierten Kurzpräsentation in die Grundlagen und Grundhaltung der Patientensicherheit ein.

Im 1. Themenblock stellten zunächst Ulla Dick und anschließend Dr. rer.pol. Heike Johannes praxisnah vor, wie etablierte QM-Systeme wie QEP und EPA die kontinuierliche Implementierung von Patientensicherheitskonzepten unterstützen können. Der 2. Themenblock widmete sich der Verbesserung der sektorenübergreifenden Kommunikation. Dr. med. Johannes Herzog berichtete über den Weg zur erfolgreichen Etablierung eines Qualitätszirkels im Landkreis Lüneburg, in dem Krankenhausärzte und Niedergelassene gemeinsam aus "ihren" Fehlern lernen. In den folgenden beiden Workshops wurden interaktiv die Schwerpunkte "Fehlermanagement" (Dres. Herzog/Siggelkow) und "Polymedikation" (PD Dr. Schmiemann) an praktischen Beispielen erarbeitet.

Dank des bunten Teilnehmerfeldes, das aus Hausärzten, Kollegen der fachärztlichen Versorgung und zahlreichen MFAs bestand, ergaben sich lebhafte Diskussionen. Diese Überschreitung von Berufs- und Fachgruppengrenzen ist ein Leitgedanke der Patientensicherheit und soll nun in diesem jährlich wiederkehrenden Forum etabliert werden.

 

 

2014-09 | Peer Review in der Intensivmedizin

Die zweite Informationsveranstaltung "Peer Review in der Intensivmedizin" am 11. September 2014 in der Ärztekammer Niedersachsen war ein voller Erfolg: über 50 Teilnehmern haben mit großem Interesse die Entwicklung des Peer Review und die ersten Erfahrungsberichte verfolgt. Mit Beispielen aus der Praxis haben vier Intensivmediziner die besonderen Vorzüge eines Peer Reviews beeindruckend vorgestellt. Die lebhafte Diskussion und weitere Interessensbekundungen rundeten den Abend ab.

Sollten Sie neugierig geworden sein, nehmen Sie zu uns Kontakt auf.

Die Vortrage der Referenten und das Programm können Sie hier ansehen.

2014-09 | Elternberatung von Anfang an

Die Elternberatung in Perinatalzentren und ihre professionelle Umsetzung in der Praxis war Thema einer Tagung im Ärztehaus Hannover am 19. September 2014.

Die zum 1. Januar 2014 in Kraft getretene Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Neugeborene (QFR-RL) sieht vor, dass Perinatalzentren der Versorgungsstufen Level 1 und 2 ab dem 1. Juli 2014 eine professionelle psychosoziale Betreuung der Eltern zur Verfügung stellen müssen. Diese Forderung stellt viele Neonatologien vor neue Herausforderungen, da für eine qualitativ anerkannte Beratung einige konkrete Voraussetzungen und Maßnahmen erforderlich sind. Unter anderem ist bei der Betreuung der Eltern ein Leistungsumfang von anderthalb Vollzeit-Arbeitskräften pro 100 Aufnahmen von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1.500 Gramm pro Jahr vorgesehen. Die Beratung soll von Montag bis Freitag zur Verfügung stehen.

Für den Begriff Elternberatung gab es bislang keine verbindliche Definition. Nur wenige Kliniken in Deutschland verfügen über langjährig bewährte, strukturierte psychosoziale Beratungskonzepte, um Eltern frühgeborener Kinder in der Zeit der stationären Behandlung sowie in der präpartalen und nachstationären Phase beratend und anleitend zu unterstützen. Viele Kliniken haben noch kein umfassendes Konzept beziehungsweise stehen erst am Anfang ihrer Bemühungen. Daher initiierte der Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e.V. (BVDfK) gemeinsam mit einer Gruppe erfahrener Elternberater ein Projekt, in dem ein Leitfaden für Elternberatung erarbeitet wurde, der die Implementierung beziehungsweise Optimierung der Elternberatung in neonatologischen Abteilungen erleichtern soll. "Unser Ziel ist es, dass allen Eltern, unabhängig davon, wo in Deutschland ihr Kind geboren wird, eine qualitativ hochwertige Beratung angeboten werden kann", erklärte Barbara Grieb vom BVDfK in der Eröffnungsrede.

Das Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ), hat das Projekt methodisch begleitet, um die Professionalisierung der Elternberatung, die sich nachweislich vorteilhaft auf die Entwicklung der Frühgeborenen auswirkt, zu unterstützen. "Häufig unvermittelt und ohne Vorwarnung werden Eltern mit der Realität einer extremen Frühgeburt und/oder einem kritisch erkrankten Neugeborenen konfrontiert. Sie benötigen in dieser Krisensituation umfassende Unterstützung, wie sie im Leitfaden thematisiert wird", betonte der

Eltern im Fokus

"Wichtig ist, dass außer dem Gesundheitszustand des Frühgeborenen auch die psychische Situation der Mutter berücksichtigt wird", betonte Kerstin von der Hude aus dem Team der Elternberatung an der Charité Berlin in ihrem Impulsvortrag zum Thema "Psychosoziale Begleitung der Eltern". Im Leitfaden "Elternberatung in der Neonatologie" werden Rahmenbedingungen und Inhalte der Elternberatung definiert und strukturiert Beratungsangebote dargestellt, die sich an der Phase des klinischen Aufenthalts und den Bedürfnissen der betroffenen Familien orientieren. Ihm liegt eine intensive Abstimmung der Expertise erfahrener Elternberatender unterschiedlicher Professionen (wie Pflege, Psychologie oder Sozialarbeit mit entsprechender Zusatzqualifikation) zugrunde sowie systematische Literaturrecherchen. Die Entwicklung fand in Abstimmung mit Experten aus relevanten Fachgesellschaften und Berufsverbänden statt. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch die Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin Katrin Rohde.

Ergänzend zum Leitfaden, der über die Homepage des Bundesverbandes heruntergeladen beziehungsweise bestellt werden kann (Download), wurden Informationsveranstaltungen wie die am 19. September in Hannover angeboten, in denen die Vorgaben der gesetzlichen Grundlage intensiv beleuchtet sowie einige bereits bewährte und zum Teil evaluierte Beratungskonzepte vorgestellt wurden.

In Hannover hat die Autorin die Anforderungen und die Ziele der Qualitätssicherungs-Richtlinie "Früh- und Neugeborene" in Bezug auf die psychosoziale Betreuung der Eltern erläutert und Tipps für die Interpretation und Umsetzung der Richtlinie gegeben. Denn die Vorgabe des G-BA nach Einführung psychosozialer Elternberatung in Perinatalzentren wirft bei vielen Beteiligten noch immer wichtige Fragen auf und es wird nach Lösungen bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern und Finanzierbarkeit der Stellen gesucht. Was kann da besser helfen als gut strukturierte Konzepte, die einige Vorreiter bereits erarbeitet, implementiert und teilweise auch evaluiert haben? An der Beratungstätigkeit Interessierte benötigen konkrete Informationen, wie zum Beispiel:

  • Welche Qualifikationen werden hierfür benötigt?
  • Wodurch zeichnet sich eine qualitativ hochwertige Beratung in diesem Bereich aus?
  • Wie kann die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem neonatologischen Team aussehen?

Drei beispielhafte Beratungskonzepte wurden in Hannover vorgestellt, die die Teilnehmer aufmerksam verfolgten und ausgiebig diskutierten:

Kerstin von der Hude aus dem Team der Elternberatung an der Charité Berlin stellte ein Beratungskonzept zur individuellen und bedürfnisorientierten Begleitung von Familien mit frühgeborenen oder kranken neugeborenen Kindern vor, das mittlerweile seit 20 Jahren erfolgreich besteht. Die Elternberatung an der Charité wird geleitet von ehemaligen Intensivkrankenschwestern, die nicht mehr pflegerisch tätig sind. Eine gute Rückkopplung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Ärzten und Pflegenden des neonatologischen Teams sowie die Vernetzung mit weiteren beteiligten Professionen wird dabei als essentiell erachtet.

"Die familienzentrierte Versorgung ist integraler Bestandteil der neonatologischen Versorgungsqualität", betonte Privatdozent Dr. med. Matthias Keller, Chefarzt der Kinderklinik Dritter Orden in Passau, der über das Modell eines transsektoralen familienzentrierten Behandlungspfades in der Neonatologie "NeoPAss" referierte. „Ohne die Einbeziehung der Familien riskieren wir den medizinischen Behandlungserfolg“, so das Statement des Chefarztes, der die Eltern als "primary caregiver" sieht. Daraus ergebe sich ein Wandel im Berufsbild der Versorgenden, der neue Herausforderungen an die neonatologischen Teams stellt.

Privatdozent Dr. phil. Jörg Reichert, Leiter des Dresdner "FamilieNetz" stellte ein Konzept der psychologisch-sozialmedizinischen Versorgung in der Neonatologie des Uniklinikums Dresden vor. Es hat das Ziel, die Eltern eines frühgeborenen oder kranken Kindes während der Zeit seines stationären Aufenthaltes zur selbstständigen Pflege und Versorgung des Kindes und zur Neu-Organisation der Familie zu befähigen. Wesentliche Bestandteile des Konzepts sind außer der Elternschulung, der praktischen Anleitung der Eltern zur Pflege und Versorgung ihres Kindes und dem strukturierten Entlassungsmanagement die Förderung der Eltern-Kind-Interaktionen. Eine Besonderheit ist das sogenannte Feinfühligkeitstraining und eine videogestützte Interaktionsberatung.

Durch innovative Ideen inspiriert und mit neuen Lösungsansätzen im Gepäck verließen die Teilnehmer am Abend den Vortragssaal. "Die Tagung hat genau unsere Vorstellungen getroffen und unseren Informationsbedarf erfüllt", resümierte ein Teilnehmer.

Autorin: Gabriele Damm, Projektmanagement im Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ)

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2014-05 | Untersuchertreffen des Niedersächsischen Frühgeborenen-Nachuntersuchungsprojekts

Am 13. Mai 2014 fand im Ärztehaus Hannover ein Untersuchertreffen des Niedersächsischen Frühgeborenen-Nachuntersuchungsprojekts statt, das in 2004 mit einer flächendeckenden prospektiven Langzeituntersuchung von extrem unreifen Frühgeborenen in Niedersächsischen startete. Im Projekt wird die Versorgungssituation von Kindern, die mit einem Gestationsalter unter 28 Schwangerschaftswochen geborenen wurden, untersucht und Aussagen über ihre Entwicklung getroffen. Die ersten Projektkinder werden im Oktober 2014 zehn Jahre alt - ein Zeitpunkt, der den Untersuchern im Vergleich zur Zwei- und Fünf-Jahres-Nachuntersuchung neue umfangreichere Test- und Beurteilungsmöglichkeiten bietet.

Eingeladen zum Untersuchertreffen waren Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie weitere Therapeutinnen und Therapeuten aus den teilnehmenden Kinderkliniken und Sozialpädiatrischen Zentren, die die Untersuchungen ab dem zweiten Halbjahr 2014 organisieren und durchführen werden. Als Schwerpunktthemen standen die Vorstellung des Feinkonzepts (ärztlicher Teil, Motorikteil und psychologischer Teil) der Untersuchungen sowie die Organisation der Nachuntersuchung auf der Agenda.

Die flächendeckende, über mehrere Jahre angelegte Untersuchung zehnjähriger Frühgeborener ist ein europaweit einmaliges Projekt. Neben der Erhebung von körperlichen und entwicklungsneurologischen Daten sowie kognitiven Fähigkeiten liegt der Fokus der Zehn-Jahres-Nachuntersuchung auf der Beurteilung psychischer Auffälligkeiten wie Aufmerksamkeitsstörungen, Angststörungen oder anderer Verhaltensauffälligkeiten. Das Untersuchungsdesign bietet hierzu neue Untersuchungs- und Beurteilungsmöglichkeiten. Erstmals kann die Schullaufbahn und der Schulerfolg der frühgeborenen Kinder flächendeckend betrachtet werden. Eine Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität ist ebenso in das Untersuchungskonzept integriert. Die umfangreiche Untersuchung wird im Durchschnitt vier Stunden dauern. Das Setting beinhaltet ärztliche Untersuchungen, einen Motoriktest, verschiedene psychologische Testungen und Fragebögen, die von Eltern und Kindern beantwortet werden sollen.

In Niedersachsen wurden im Rahmen des Nachuntersuchungsprojekts bislang mehr als 1300 ehemalige Frühgeborene im Alter von sechs Monaten nachuntersucht. Mit zwei Jahren konnten knapp 1000 und mit fünf Jahren mittlerweile 450 Kinder untersucht werden. Im Rahmen der geplanten Zehn-Jahres-Nachuntersuchung sollen mindestens die ersten zwei Projektjahrgänge in niedersächsischen Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) nachuntersucht werden, so dass damit Daten von ca. 200 Kindern für Analysen zur Verfügung stehen werden. Die ersten Untersuchungen starten im Oktober 2014. Bis dahin sollen möglichst viele Eltern und Kinder zur freiwilligen Teilnahme an dem Projekt motiviert werden.

Im Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ), Einrichtung der Ärztekammer Niedersachsen, erfolgen die Koordination, das Projektmanagement und die Auswertungen. Förderer des Projektes sind die Kaufmännische Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse und die Qualitätsinitiative Niedersächsischer Verein zur Förderung der Qualität im Gesundheitswesen e.V.). Als Kooperationspartner sind das Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT sowie der Bundesverband „Das frühgeborene Kind" e.V. zu nennen.

Download Vorträge:

 

Weiter Informationen zum Projekt finden Sie hier...

2014-02 | Jahresversammlung der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE) 2013

Am 7. Februar 2014 fand die Jahresversammlung der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE) im Vortragssaal der Ärztekammer statt. Die Veranstaltung war mit über 60 Teilnehmern sehr gut besucht. Priv. Doz. Dr. med. Heiko B. G. Franz (Klinikum Braunschweig) lieferte den alljährlichen Tätigkeitsbericht der Ständigen Kommission der NPE ab und führte als Vorsitzender durch das Programm.

Die Neuwahl der Mitglieder der Ständigen Kommission lieferte folgendes Ergebnis:

Den Vorsitz führt erneut Priv. Doz. Dr. med. Heiko G. B. Franz, Chefarzt der Frauenklinik im Städtischen Klinikum Braunschweig. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Prof. Dr. med. Karsten Harms, Chefarzt der Kinderklinik im Klinikum Hildesheim. Im Amt bestätigt wurden ebenfalls Privatdozent Dr. Dr. med. Yves Garnier, Chefarzt der Frauenklinikim Klinikum Osnabrück, Prof. Dr. rer. nat. Evelyn Kattner, Chefärztin a.D. der Neonatologie im Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult, sowie Prof. Dr. med. Bettina Bohnhorst, Oberärztin der Kinderklinik der MHH, Neonatologie und Kinderpneumonologie. Als neue Mitglieder wurden Dr. med. Katrin Marschner, Chefärztin im Reinhard-Nieter-Krankenhaus in Wilhelmshaven, und Prof. Dr. med. Ralf Schild, Chefarzt der Frauenkliniken im Henriettenstift und im Friederikenstift in Hannover gewählt.

Die Vortragenden präsentierten eine Vielzahl von Ergebnissen und Entwicklungen der verschiedenen qualitätsverbessernden Projekte wie dem niedersächsischen Frühgeborenen-Nachuntersuchungsprojekt, dem Leitfaden Elternberatung Neonatologie und dem GerOSS-Projekt (German Obstetric Surveillance System)

 

 

2013-11 | 10. Forum Patientensicherheit und Risikomanagement

Mit rund 100 Teilnehmern, spannenden Vorträgen und interessanten Diskussionen ist das 10. ZQ-Forum Patientensicherheit & Risikomanagement am 1. November 2013 in Hannover erfolgreich gelaufen. Das diesjährige Thema "Qualität+Sicherheittypo3/assets/gallery/Sachgebiete/ZQ/Patientensicherheit/Collage10Forum350px.jpg=Wirtschaftlichkeit" stieß auf große Resonanz in zahlreichen Medien (wie z.B. "Neue Presse", "Ärzte Zeitung", NDR, RTL Nord ...).

2013-02 | Jahresversammlung der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE) 2012

Am 8. Februar 2013 fand die Jahresversammlung der Niedersächsischen Perinatalerhebung (NPE) im Vortragssaal der Ärztekammer statt. Die Veranstaltung war mit über 80 Teilnehmern sehr gut besucht und es wurde intensiv diskutiert. Priv. Doz. Dr. Heiko B. G. Franz (Klinikum Braunschweig) lieferte den alljährlichen Tätigkeitsbericht der Ständigen Kommission der NPE ab und führte als Vorsitzender der Ständigen Kommission der NPE durch das Programm.

Da in diesem Jahr keine Wahl vorgesehen war, stand der Nachmittag ganz im Zeichen der Qualitätsaspekte in der geburtshilflichen und neonatologischen Versorgung.

Die Vortragenden präsentierten eine Vielzahl von Ergebnissen aus verschiedenen qualitätsverbessernden Projekten wie GerOSS (German Obstetric Surveillance System) oder dem niedersächsischen Frühgeborenen-Nachuntersuchungsprojekt und der Peri- und Neonatalerhebung.

2012-11 | DIN EN 15224

Die Veranstaltung zur neuen DIN EN 15224, die in Kooperation mit der GQMG und JOMEC Healthcare Consulting Management GmbH ausgerichtet wurde, hat uns ein volles Haus beschert. Rund 180 Teilnehmer wollten sich über die Anforderungen der ersten, branchenspezifischen Norm für Qualitätsmanagementsysteme in Gesundheitseinrichtungen informieren.

Die DIN EN 15224 wird aller Voraussicht nach im Dezember veröffentlicht werden. Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung erscheint in der Dezember-Ausgabe des "niedersächsischen ärzteblattes". Weitere Informationen: www.jomec.de

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2012-09 | "Crew Resource Management als Erfolgsfaktor für Qualität und Sicherheit im Krankenhaus" - 9. Forum Patientensicherheit

Das 9. Forum Patientensicherheit & Risikomanagement war mit rund 70 Teilnehmern gut besucht. Der Vortragssaal im Ärztehaus Hannover bot den Referenten Gelegenheit, das Auditorium aktiv in die Diskussion zum Thema "Crew Resource Management als Erfolgsfaktor für Qualität und Sicherheit im Krankenhaus" einzubeziehen.

Ausgangspunkt dazu war - wie nicht anders zu erwarten - die von der Führungsebene kommunizierte und vorgelebte Politik des Hauses. Eingebettet in eine proaktive Qualitäts- und Risikostrategie finden dann auch einzelne Elemente wie Teamtraining, Simulation, Lerneinheiten im Team und Umgang mit Fehlern ihren Platz: aktiv gelebte Sicherheitskultur! In der November-Ausgabe des "niedersächsischen ärzteblattes" erscheint ein ausführlicher Tagungsbericht.

2012-06 | Früh geboren - und dann? Vernetzung von Anfang an

Am 22. Juni 2012 fand im Vortragssaal der Ärztekammer Niedersachsen in Hannover eine Informationsveranstaltung des Zentrums für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ) im Rahmen des Projektes "Nachuntersuchung von Frühgeborenen unter der 28. Schwangerschaftswoche" in Kooperation mit dem Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e.V. unter dem Motto "Früh geboren - und dann? Vernetzung von Anfang an" statt.

Die Tagung war mit über 100 Teilnehmern sehr gut besucht. Eingeladen zu der kostenfreien Veranstaltung waren Ärzte und Ärztinnen, Pflegekräfte, Psychologen und Psychologinnen, Erzieher/innen und besonders auch Eltern sowie alle an diesem Thema Interessierten.

  • Wie kann das Ziel, diesem Hochrisikokollektiv möglichst gute Start- und Entwicklungsbedingungen zukommen zu lassen, erreicht werden?
  • Wann und wo müssen Konzepte entwickelt und aufgesetzt werden, um Kinder und Eltern optimal zu unterstützen?
  • Wo sind die Grenzen, Chancen und Möglichkeiten einer optimalen Nachsorge?

Neben Experten aus verschiedenen, am Versorgungsprozess von Frühgeborenen beteiligten Fachrichtungen referierten Elternvertreter sowie Fachleute aus den Bereichen Beratung und Erziehung zu diesem spannenden Thema.

"Die Themenwahl ist hochspannend, hochaktuell und sehr notwendig", betonte der ÄKN-Vizepräsident und Kinderarzt Dr. med. Gisbert Voigt in seinen Grußworten. "Unabdingbar ist es, dass den Müttern und Vätern in der Klinik Hilfen an die Hand gegeben werden", sagte Dr. Voigt.

Das zweite Grußwort sprach die Leiterin des Zentrums für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ), Dr. phil. Brigitte Sens, die auch die Gesamtmoderation der Veranstaltung übernommen hatte. Sie wies auf die Wichtigkeit des Erkennens von Verbesserungspotentialen in der Versorgungspraxis hin. Damit können gezielt Optimierungsmaßnahmen abgeleitet und strukturierte Versorgungskonzepte erarbeitet werden (-> die richtige Fördermaßnahme zum richtigen Zeitpunkt für das richtige Kind). Auf diese Weise könne es gelingen, den Frühgeborenen und ihren Eltern nach dem schwierigen Start optimale Entwicklungsbedingungen zukommen zu lassen.

Im ersten Vortragsblock wurden drei Konzepte psychosozialer Betreuung vorgestellt, die demonstrierten, wie eine gelungene Unterstützung Frühgeborener und ihrer Eltern in der Praxis erreicht werden kann.

Im Einstiegsreferat stellte PD Dr. Jörg Reichert das "FamilieNetz", ein Projekt am Fachbereich Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin des Uniklinikums Dresden vor. Es hat das Ziel, die Eltern eines frühgeborenen oder kranken neugeborenen Kindes während der Zeit seines stationären Aufenthaltes zur selbständigen Pflege und Versorgung des Kindes und zur Neuorganisation der Familie zu befähigen. Dieses Konzept einer psychologisch-sozialmedizinischen Versorgung soll Anpassungs- und Belastungsstörungen vermeiden, den Eltern-Kind-Bindungsprozess optimieren und medizinische Behandlungserfolge langfristig sichern.

Kerstin von der Hude aus dem Team der Elternberatung an der Charité Berlin referierte im Anschluss über das seit mittlerweile 17 Jahren erfolgreich am dortigen Perinatalzentrum installierte Beratungskonzept zur individuellen und bedürfnisorientierten Begleitung von Familien mit frühgeborenen oder kranken neugeborenen Kindern. Das Beratungskonzept umfasst die präpartale und postpartale Betreuung, die Entlassungsvorbereitung sowie die Sterbe- und Trauerbegleitung. Hier steht den Eltern ein multiprofessionelles Netzwerk bereit, dass passgenaue Unterstützungsangebote für die Eltern beinhaltet.

Als drittes Beispiel für die Begleitung von Eltern frühgeborener Kinder hielten Dr. PH Oda von Rahden, Psychologin, und Dr. med. Eva Cloppenburg, Oberärztin der Neonatologie, einen gemeinsamen Vortrag zum Modell der vor- und nachgeburtlichen Beratung am Klinikum Oldenburg. Die Besonderheit, die im Oldenburger Modell zu berücksichtigen ist, ist das große Einzugsgebiet der Klinik. Eltern müssen hier Strecken von bis zu 150 km auf sich nehmen, um ihr frühgeborenes Kind zu besuchen. Auch im Oldenburger Konzept ist die interdisziplinär gestaltete Sozialvisite daher ein zentraler Punkt zur Beurteilung der individuellen Belastungen und Ressourcen der Familien und dem daraus resultierenden Unterstützungsbedarf.

Im zweiten Block folgten nun Daten und Ergebnisse des niedersächsischen Frühgeborenenprojekts, einem deutschlandweit einmaligen flächendeckenden Nachuntersuchungsmodell, an dem alle Kinderkliniken und Sozialpädiatrischen Zentren Niedersachsens beteiligt sind. Finanziell gefördert wird das Projekt von der KKH-Allianz als Hauptförderer, der Techniker Krankenkasse und der Qualitätsinitiative (Niedersächsischer Verein zur Förderung der Qualität im Gesundheitswesen). Ziele des Projektes sind die Optimierung der Lebensqualität und Lebensperspektive der Frühgeborenen und deren Eltern, die Optimierung der Versorgungsqualität und der Primärversorgung sowie die Optimierung des Einsatzes der zur Verfügung stehenden Mittel.

Dr. med. Wolfgang Voss, Oberarzt im Sozialpädiatrischen Zentrum auf der Bult in Hannover, berichtete, dass seit Oktober 2004 in Niedersachsen mithilfe eines standardisierten Nachuntersuchungskonzepts alle Frühgeborenen mit einem Gestationsalter <28 Schwangerschaftswochen zu definierten Entwicklungszeitpunkten (im Alter von 6 Monaten, 2, 5 und 10 Jahren) untersucht werden und zeigte Ergebnisse der Fünf-Jahres-Nachuntersuchung der ehemaligen Frühgeborenen aus den Bereichen Motorik/Neurologie, Intelligenztestung und Sprachbeurteilung sowie zum körperlichen Entwicklungsstand und zum Umfang an Therapie- und Fördermaßnahmen.

Um die auffälligen Ergebnisse besser bewerten zu können und valide Aussagen zum Entwicklungsstand der früh geborenen Kinder treffen zu können, wurde als Teilprojekt 2011 bis 2012 die Untersuchung eines Vergleichskollektivs reif geborener Kinder im Alter von fünf Jahren in niedersächsischen Kindergärten in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen durchgeführt, über dessen Ergebnisse Paul Wenzlaff vom Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen referierte.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags folgten zwei Vorträge zum Thema Frühgeborene in Betreuungseinrichtungen.

Dipl. Sozialpädagoge Sven Hinrichsen, Leiter einer Kindertagesstätte in Hamburg und Lehrtherapeut PPSB, stellte die Problematik "Frühchen in der Kita zwischen ICD-10 und Ressourcen" in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen und zeigte Lösungsmöglichkeiten auf, wie trotz begrenzter Ressourcen Frühgeborene und deren Eltern eine glückliche Kindergartenzeit erleben können.

Im Anschluss daran stellte Barbara Grieb aus dem Team des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V. Empfehlungen für pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten vor, die bei der Betreuung frühgeborener Kinder von Wichtigkeit sind um sowohl den Kindern und ihren Eltern als auch den Erzieher/innen den Alltag bei der vorschulischen Betreuung zu erleichtern.

Am Ende der Veranstaltung fand eine Podiumsdiskussion statt. Bei dieser hatten Mitarbeiter aus Kinderkliniken und Sozialpädiatrischen Zentren, Nachsorge- und Betreuungseinrichtungen, Kassenvertreter und Eltern die Gelegenheit, sich rund um die Themen Nachsorge und Vernetzung auszutauschen.

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 24. Februar 2017