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"Die Arbeitsmedizin ist eine attraktive und sehr vielseitige ärztliche Tätigkeit"

Hannover, 30. April 2019 (äkn) - Dr. med. Eckehard Stolz, Leitender Werkarzt bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Stöcken, macht sich für sein Fachgebiet Arbeitsmedizin stark. Tatsächlich arbeiten in Niedersachsen derzeit nur 180 Mediziner in dieser Sparte – jenseits des medizinischen Betriebs und somit außerhalb der Praxen, Krankenhäuser und Behörden.

Zu der Abteilung von Dr. Stolz, die bei Volkswagen Nutzfahrzeuge im hannoverschen Stadtteil Stöcken unter dem Label "Gesundheitswesen und -management" firmiert, gehören unter anderem neun Ärztinnen und Ärzte. Sie alle haben bereits einen Facharzt in der Tasche, wenn sie sich für die Arbeitsmedizin entscheiden: Sie sind Internisten, Allgemeinmediziner oder Facharzt für Pneumologie. Auch eine Psychiaterin gehört zum Team. Das niedersächsische ärzteblatt sprach mit Dr. Stolz anlässlich eines Werksbesuchs.

Herr Dr. Stolz, wie sieht die ärztliche Betreuung der rund 15.000 Beschäftigten im Stöckener Werk aus?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können jederzeit zu uns in die Ambulanz und in die Sprechstunde kommen. Wir sind immer für sie da. Rund um die Uhr. Wir verarzten vor Ort Verletzungen, Prellungen oder behandeln Erkältungskrankheiten. Außerdem stellen wir die Erstversorgung sicher – zum Beispiel bei Unfällen auf dem Werksgelände, bei denen einer unserer Rettungswagen ausrückt. Wir haben in unseren Räumen auch die Möglichkeit, per Ultraschall zu untersuchen oder beispielsweise ein EKG zu schreiben, um akuten Krankheits-Symptomen auf den Grund zu gehen.

Prävention spielt in der Medizin eine immer größere Rolle: Ist das auch bei Ihnen so?

Auf jeden Fall! In die Gestaltung der neuen Produktionsbereiche im Stöckener Werk fließen unglaublich viele Gesundheitsaspekte ein. Nur ein Beispiel der sichtbar verbesserten Ergonomie: Die Fahrzeuge "schweben" praktisch auf den neuen Produktionsstraßen an Hängebahnen, um die Montage zu erleichtern. Solche Arbeitsplätze verbessern und erhalten nachhaltig die Gesundheit der Belegschaft.

Bieten Sie auch Vorsorgeuntersuchungen an?

Ja, wir ermöglichen jedem Mitarbeiter alle fünf Jahre einen kostenlosen Volkswagen Checkup, bei Beschäftigten über 45 sogar alle drei Jahre. Wir machen rund 3000 Vorsorgeuntersuchungen im Jahr.

Wie sieht es denn mit gesundem Essen im Werk aus?

Unsere Betriebsrestaurants bieten täglich ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Angebot. Dazu gehören Salatbars, das "Fit im Job Menü" und frisch gepresste Säfte. Unsere Experten achten sehr auf eine ernährungswissenschaftliche Zusammenstellung der Speisen, die auch mit uns Werksärzten abgestimmt wird.

Was wird noch für die Gesundheit der Beschäftigten getan?

Ein weiterer, wichtiger Baustein ist das Reha- und Fitnesszentrum mit zehn Physiotherapeuten im Werk. Hier können sich die Beschäftigten vor und nach der Arbeit fit halten und auch beraten lassen. Ferner haben wir eine ergonomische Fachabteilung, die mit Rat und Tat zur Seite steht. Neben den Checkup-Untersuchungen gehören orthopädische wie psychosomatische Sprechstunden, Ernährungsberatungen, Diagnostik über Sonographie oder Schlafapnoescreening zum Angebot. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit unseren Kooperationspartnern zusammen: zum Beispiel Rehabilitationskliniken, Krankenkassen, Berufsförderungswerken und Hochschulen.

Wie begehrt sind die Stellen in Ihrem Team?

Facharzt für Arbeitsmedizin ist eine attraktive und sehr vielseitige ärztliche Tätigkeit, die Einblick in die Berufswelt und in die industrielle Produktion bietet. Wir haben modernste Arbeitsplätze im Werk – das gilt natürlich auch für uns Ärztinnen und Ärzte. Neben den vielfältigen Anforderungen machen die Arbeit in einem tollen Team und weitgehend planbare Arbeitszeiten den Job zusätzlich attraktiv. Mit den Unternehmen entwickelt sich auch das Berufsbild stetig weiter, so dass immer wieder neue Herausforderungen bestehen. Die Arbeitsmedizin beteiligt sich an Maßnahmen und Strategien für die Gestaltung von Arbeitsplätzen, der Arbeitszeit und des Arbeitsumfelds. Ein sehr vielseitiges Gebiet also. Wer bei uns die doppelte Facharzt-Qualifikation erlangt, hat weitere Entwicklungsmöglichkeiten im Konzern und die Chance, sich für das Management zu qualifizieren. Und nicht zu vergessen: Volkswagen ist einer der größten Weiterbildner in der Arbeitsmedizin in Niedersachsen, bildet kontinuierlich aus und verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung. Ich persönlich würde mich immer wieder für die Arbeitsmedizin entscheiden!

Das Interview führte Inge Wünnenberg.


Ergonomisches Arbeiten im Werk Hannover: Zwei Mitarbeiter bauen das Frontend in ein Fahrzeug der T-Baureihe ein. Mithilfe sogenannter Manipulatoren werden die schweren Teile herangeführt. Foto: VWN

Werksbesichtigung beim VW-Werk in Stöcken (v.l.n.r.): Thomas Spieker, Sprecher der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), VW-Mitarbeiter Jörg Füllgrabe, ÄKN-Geschäftsführer Professor Dr. med. Nils Frühauf sowie Dr. med. Eckehard Stolz und Dr. Veronika von Lintel vom VW-Gesundheitswesen und -management. Foto: VWN

Dokument erstellt am 25. April 2016, zuletzt aktualisiert am 16. Mai 2019