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Interprofessionelle Fachtagung zu Essstörungen in Hannover

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung bietet eine Tagung zum Thema „Essstörungen – gemeinsam gute Versorgung gestalten“ an. Die Veranstaltung am 1. Dezember 2026 richtet sich an alle, die sich in Beratung, Schule, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und weiteren Unterstützungssystemen mit dem Thema befassen.

Foto: zinkevych – stock.adobe.com

Essstörungen sind komplexe Erkrankungen, die eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure erfordern. Gleichzeitig zeigen sich in der Praxis vielfältige Herausforderungen an den Schnittstellen zwischen Beratung, Schule, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und weiteren Unterstützungssystemen. Dieser Fachtag bietet Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Diskussion aktueller Herausforderungen und Bedarfe.

Fachtag Essstörungen
Termin: Dienstag, 1. Dezember 2026, in der Zeit von 10 bis 16.30 Uhr 
Ort: Akademie des Sports, Lotto-Toto-Saal, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Programm

  • Grußwort von Staatssekretärin Dr. Christine Arbogast, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
  • Fachvortrag „Ein Überblick und neueste Erkenntnisse zum Thema Essstörungen“ 
    Professorin Dr. med. Martina de Zwaan, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der MHH
  • Fachvortrag „Kooperation statt Kampf - ein systemischer Ansatz im Umgang mit Essstörungssymptomen“
    Sabine Timme, Soz. Psych. M.A, Systemische Therapeutin und Traumatherapeutin
  • Vorstellung von Projekten aus der Praxis Amanda e. V. (Hannover), Lebens*Impulse gGmbH (Osnabrück), Therapeutische Frauenberatung e.V. (Göttingen), Change my way e. V. (Bassum)

Workshops

  • Workshop 1:
    „Prävention von klein auf – Essstörungen gemeinsam vorbeugen“ 
    Workshopleitung: Lena Rother (Sozialpädagogin/Syst. Beraterin, Amanda e.V. Hannover), Jule Bosak (Referent*in für Sexualpädagogik) und Christina Pohlmann (Ernährungsberaterin DGE, LI Lebens*Impulse gGmbH Osnabrück) 
    Wie können Kinderarztpraxen, Kitas und Schulen zur Prävention von Essstörungen beitragen? Der Workshop bietet einen Einblick in die Entwicklung des kindlichen Essverhaltens mit der Vorstellung der Präventionsangebote „Body and Soul“ und „Gesund & schön“ rund um Körperbild und Selbstwahrnehmung. Gemeinsam diskutieren wir, wo Prävention bereits stattfindet, welche Lücken bestehen und wie Angebote leichter zugänglich gemacht und stärker genutzt werden können. Im Mittelpunkt steht der professionsübergreifende Austausch über Handlungsmöglichkeiten und eine bessere Vernetzung. 
     
  • Workshop 2:
    „Nachsorge und langfristige Begleitung aus medizinischer, internistischer und gynäkologischer Sicht“ 
    Workshopleitung: Dr.med. Anja Grotjahn (Fachärztin für Allgemeinmedizin und Ernährungsmedizin) unter Mitwirkung des Kinderarztes Holger Theek 
     
  • Workshop 3:
    „Ein Überblick und neueste Erkenntnisse zum Thema Essstörungen, inkl. Leitfaden zu Essstörungen“ 
    Workshopleitung: Professorin Dr. med. Martina de Zwaan (Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der MHH) 
    Dieser Workshop stellt eine Vertiefung des Vortrags am Nachmittag dar und bietet Raum, die neuesten Erkenntnisse zum Thema Essstörungen zu diskutieren. Thema werden auch die neuesten Leitlinien zu diesem Thema sein. Die Einblicke werden angepasst an die konkreten Bedarfe und Fragestellungen der Workshopteilnehmerschaft. 
     
  • Workshop 4: 
    „Kooperation statt Kampf – ein systemischer Ansatz im Umgang mit Essstörungssymptomen“ 
    Workshopleitung: Sabine Timme (Soz. Psych. M.A, Systemische Therapeutin und Traumatherapeutin) 
    Dieser Workshop dient einer Vertiefung der Vortragsinhalte. Welche Bedingungen fördern die Kontaktaufnahme mit Symptom-Wissen? Wie kann es gelingen, mit Symptom, Symptombesitzer:in und sozialem Umfeld in kooperative Verhandlungen zur schrittweisen Verabschiedung dys- bzw. parafunktionalen Essstörungs-Verhaltens zu treten? Zur Beantwortung dieser Fragen werden praktikable Tools aus der Einzel - und Familientherapie vorgestellt. 
     
  • Workshop 5:
    „Schöne Menschen essen nicht – Theateraufführung mit anschließendem Gespräch“ 
    Workshopleitung: Kathrin Briest und Anna Maierl (Therapeutische Frauenberatung Göttingen e. V.) Schauspiel: Kathrin Müller-Grüß (Spielraum e. V. Göttingen) 
    Dieses Klassenzimmerstück erzählt aus der Sicht einer Betroffenen die Entstehung ihrer Essstörung – nicht als isoliertes Problem, sondern auch als Ausdruck innerer Konflikte, wachsender Unsicherheit, der Suche nach Kontrolle und Identität und den Umgang mit gesellschaftlichen Erwartungen. Im Anschluss an die Aufführung (ca. 30 Min.) gibt es genug Raum für Austausch, Anregung und Diskussion über dieses Präventionsprojekt.

Für die Veranstaltung sind Fortbildungspunkte der Ärztekammer beantragt.

Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier. 

Bei Fragen zu der Veranstaltung wenden Sie sich bitte an: gleichstellung-ref203(at)ms.niedersachsen.de 

Eine Anmeldung ist unter diesem Link möglich.

 

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