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Hannover,

Forschung zu nicht-verwandten Personen, die Menschen am Lebensende unterstützen

Ein gemeinsames Projekt der Medizinischen Hochschule Hannover und des Universitätsklinikums Erlangen erforscht den Beitrag, den nicht-verwandte Personen zur Versorgung von Menschen am Lebensende leisten. Von Interesse sind die Erfahrungen, Herausforderungen und Bedarfe von Menschen, die ohne familiäre Bindung eine schwerkranke Person unterstützen.

Foto: K. Kaiser / MHH

Unter dem Stichwort NOCA sammeln die Medizinische Hochschule Hannover und das Universitätsklinikum Erlangen Erfahrungen von nicht-verwandten Fürsorgenden, die sich an der Versorgung unheilbar erkrankter Menschen beteiligen

Hintergrund: Nicht-verwandte Personen aus der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis leisten neben oder anstelle von Familienmitgliedern mitunter umfangreiche Fürsorge für Menschen in Situationen am Lebensende. Diese nicht-verwandten Personen können Bekannte, Freundinnen und Freunde oder Nachbarinnen und Nachbarn sein. Hinweise zu den belastenden, aber auch bereichernden Erfahrungen solcher nicht-verwandter Fürsorgender sind jedoch kaum dokumentiert. Klassische Beratungsangebote sowie informative Vorträge und Schulungen richten sich zudem häufig an Angehörige, nicht aber an nicht-verwandte Personen.

Vorgehensweise: In einem ersten Schritt werden nicht-verwandte fürsorgende Personen mittels eines Fragebogens zu ihren Belastungen, Bereicherungen, ihrem psychischen Wohlbefinden und ihren Bedürfnissen befragt. Außerdem werden Informationen zum Umfang der Fürsorge sowie weitere demographische Daten erfasst.
In einem zweiten Schritt wird die Palliativmedizinische Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen mit einer Auswahl von Personen mit unterschiedlichem Alter, Geschlecht, Herkunft, Schulbildung und Beschäftigungsverhältnis vertiefende Interviews zu deren Fürsorgetätigkeit, Motivation und Bedürfnissen führen.

Nutzen: Die Ergebnisse und Erkenntnisse sollen für ein Rahmenwerk genutzt werden, das die Besonderheiten der Situation, eine nicht-verwandte Person am Lebensende zu begleiten, aufzeigt. Das Rahmenwerk soll als Grundlage zur Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen für nicht-verwandte fürsorgende Personen dienen und wird weiteren Forschungsbedarf aufzeigen.

Teilnehmende gesucht: Die MHH sucht Menschen, die sich aktuell um eine Person aus ihrer Nachbarschaft, ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis kümmern. Sie bittet diese Personen, in einer Online-Umfrage, die etwa 15 bis 20 Minuten dauert, von ihren Erfahrungen zu berichten. 

Den Fragebogen finden Sie hier. 

Einen Flyer zu dem NOCO-Projekt finden Sie hier. 

Ansprechperson für weitere Informationen:
Catharina Münte
Tel.: 0511 532-4506
E-Mail: muente.catharina(at)mh-hannover.de
 

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