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Aktuelles Hannover, (ÄKN)

Dr. med. Wolfgang Lensing, Vorsitzender des niedersächsischen Landesverbands des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD) und Mitglied im Landesvorstand der Ärztekammer Niedersachsen, fordert zum Europäischen Tag des Hellen Hautkrebses, Hochbetagte vor einem schweren Verlauf zu bewahren.

Etwa 213.000 Menschen erkranken derzeit jährlich neu an hellem Hautkrebs. Die in der Regel durch kumulative Sonnenexposition verursachten Karzinome treten zunehmend auch bei jüngeren Menschen auf, ergeben gerade aber in höherem Lebensalter bei gesteigerter Lebenserwartung, verändertem Freizeitverhalten und zunehmender UV-Exposition große Herausforderungen für die medizinische Versorgung. Seit 2011 hat die Hautkrebs-Rate in der Gruppe der Über-80-Jährigen besonders stark zugenommen: „Ich rate deshalb dazu, in jedem Lebensalter, gerade auch bei Hochbetagten, Basalzell- oder Plattenepithelkarzinome frühzeitig zu operieren, sofern es medizinisch irgend möglich ist“, sagt Dr. med. Wolfgang Lensing, Vorsitzender des niedersächsischen Landesverbands des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD) und Mitglied im Landesvorstand der Ärztekammer Niedersachsen, aus Anlass des Europäischen Tags des Hellen Hautkrebses am 13  September.

„Die Entfernung der Hautkrebse gelingt, wenn sie frühzeitig entdeckt werden“, betont der in Hannover niedergelassene Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten. „Gerade in fortgeschrittenem Lebensalter wachsen besonders die ,hellen‘ Hauttumore oft überraschend schnell“, weiß Lensing aus Erfahrung. Wachstum, damit einhergehende lokale Gewebezerstörung oder Metastasen seien mit erheblichen medizinischen Risiken, subjektiven Beschwerden und pflegerischen Belastungen verbunden.

Früh entdeckte Tumore saniert man oft mit einem kleinen ambulanten operativen Eingriff unter örtlicher Betäubung: „Deshalb warne ich vor der pauschalen Ansicht, Älteren könne eine Therapie nicht zugemutet werden. Ein regelmäßiges Hautscreening auch im Alter und frühzeitige Therapien sind äußerst wichtig“, sagt Lensing und warnt vor allem jetzt während der COVID-19-Pandemie davor, beides aufzuschieben. „Das Warten führt zu größeren Tumoren und folglich schlechterer Prognose!“


Kontakt:
Thomas Spieker, Leiter Kommunikation und Pressesprecher der Ärztekammer Niedersachsen
Telefon: 0511 380-2220, E-Mail: kommunikation(at)aekn.de

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