
Insbesondere im Auto sind die gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens bedingt durch das geringe Raumvolumen grundsätzlich erhöht. Da Säuglinge und Kinder außerdem pro Minute mehr Atemzüge machen als Erwachsene, nehmen sie auch mehr Giftstoffe auf. Zusätzlich sind sowohl ihre Lunge als auch ihr Entgiftungssystem noch nicht vollständig ausgeprägt – hierdurch sind sie besonders verwundbar.1 „Viele erwachsene Raucher gehen verantwortungsbewusst mit den Risiken für Dritte um und verzichten auf den Konsum von Zigaretten, E-Zigaretten oder anderen Tabakprodukten im Auto. Doch wenn diese Verantwortung nicht wahrgenommen wird, sind Kinder doppelt gefährdet: Zum einen sind sie als Passivraucher einem höheren gesundheitlichen Risiko ausgesetzt und zum anderen können sie nicht selbst für ihre gesundheitlichen Belange einstehen. Daher benötigen sie gesetzlichen Schutz“, so Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN). Seit über zehn Jahren fordern Ärztinnen und Ärzte in Deutschland ein Rauchverbot im Auto zur Stärkung des Nichtraucherschutzes von Kindern. 2, 3
Quellen
1 Cheraghi M & Salvi S (2009) Environmental tobacco smoke (ETS) and respiratory health in children. Eur J Pediatr 168: 897–905
2 117. Deutscher Ärztetage 2014
https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Public_Health/Suchtpolitik/117.DAET2014_II-04_Kinder_und_Jugendliche_in_PKW_vor_Passivrauchen_schuetzen.pdf
3 119. Deutscher Ärztetage 2016
https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Public_Health/Suchtpolitik/119.DAET2016_IV-92_Kinder-vor-Tabakrauch-schuetzen.pdf
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