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Hannover,

„Geben wir den ukrainischen Kindern mit der Landesstiftung weiterhin Zeichen unserer Unterstützung und Hilfe“

Gedenkveranstaltung des Niedersächsischen Landtags anlässlich des Reaktorunglück von Tschernobyl vor 40 Jahren: Die niedersächsische Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“ unterstützt seit Kriegsbeginn 2022 die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Kliniken der Westukraine.

40 Jahre nach dem Reaktorunglück am 26. April 1986 steht der Name Tschernobyl inzwischen sinnbildlich für die nukleare Katastrophe, die niemals hätte eintreten dürfen. Vor vier Jahren wurde dann die Region erneut ins Unglück gestürzt, als sie Opfer und Schauplatz des russischen Angriffskriegs wurde. Angesichts der Tatsache, dass medizinische Einrichtungen und Kliniken von Anfang an Zielscheibe militärischer Angriffe waren, ist es erstaunlich, wie die medizinische Versorgung in der Ukraine mit aller Kraft trotzdem bis heute aufrechterhalten wird. 

Um die Versorgung vor allem der unter den Folgen der Strahlenbelastung leidenden Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, hatte der Niedersächsische Landtag 1992 die Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“ ins Leben gerufen. Seit dem Ausbruch des Krieges aber benötigen nun vermehrt verletzte und erkrankte Kinder in der Ukraine Hilfe, während die vom Reaktorunglück strahlenbelasteten Regionen in Belarus und Russland vom Westen aus nicht mehr zugänglich sind. Deshalb hat die niedersächsische Hilfsorganisation 2022 im 30. Jahr ihres Bestehens den Stiftungszweck ausgeweitet: Aktuell steht die Unterstützung für Krankenhäuser in der Westukraine, die durch den Krieg versehrte und traumatisierte Kinder und Jugendliche behandeln, im Fokus.

„Die Kliniken, die wir unterstützen, nehmen neben allen anderen geforderten Behandlungen chirurgische und neurochirurgische Eingriffe an Kindern vor oder sie versorgen Explosionsverletzungen. Ein Krankenhaus hat zum Beispiel eine Reha-Abteilung für Kinder mit einem verletzten Bewegungsapparat aufgebaut“, berichtet Dr. med. Thomas Buck, Vorsitzender des Kuratoriums der Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“ und in Hannover niedergelassener Kinder- und Jugendarzt. 

Für die Behandlungen stelle die Landesstiftung wie zuvor für die Vorsorgeuntersuchungen bei den von Strahlenschäden betroffenen Kindern und Jugendlichen Ultraschallgeräte, aber auch andere Technik wie Endoskope, ein Kardiosonographiegerät oder ein Reanimationssystem zur Verfügung. „Die Ärztinnen und Ärzte in der Westukraine versorgen Säuglinge, Neugeborene, Kinder und Jugendliche unter schwierigsten Bedingungen“, unterstreicht der stellvertretende Präsident der Ärztekammer Niedersachsen: „Wir wollen ihnen und den ukrainischen Kindern auch weiterhin mit der Landesstiftung ein Zeichen unserer Unterstützung und Hilfe geben.“ Denn wie ein Bericht der Klinik Khmelnytskyi aus der Region Podolien es als Botschaft formuliere: „Zusammen sind wir stärker.“ 

Gesundheitsminister Dr. med. Andreas Philippi, ebenfalls Arzt und Mitglied im Kuratorium der Stiftung, schließt sich dieser Aussage an und weist auf die Aktivitäten der Stiftung für traumatisierte Kinder hin. „Die gesundheitlichen, sozialen und psychischen Folgen reichen oft über Generationen hinweg. Deshalb schult die Stiftung in der Ukraine Pädagoginnen und Pädagogen in Kindergärten und Schulen sowie medizinisches Personal in Krankenhäusern im sensiblen Umgang mit traumatisierten Kindern.“ An der langen Geschichte der Stiftung beeindruckt Minister Philippi besonders eines: „Sie erinnert uns daran, wie langfristig Hilfe wirken kann – und dass Menschlichkeit auch in Zeiten neuer Krisen Bestand hat.“

Bei der Gedenkveranstaltung des Niedersächsischen Landtags am Montag, 27. April 2026, um 17 Uhr werden Hanna Naber (Präsidentin des Niedersächsischen Landtages), Dr. med. Andreas Philippi (Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung). Dr. Irina Tybinka (Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg) sowie Dr. med. Thomas Buck (Kuratoriumsvorsitzender der Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“) und Sebastian Maas (Geschäftsführer der Landesstiftung) sprechen. 

Außerdem wird es aus Anlass des Tschernobyl-Jahrestags ein Charity-Dinner am 27. April 2026 um 19 Uhr im Restaurant Leineschloss (Hannah-Arendt-Platz 1, 30159 Hannover) geben.

 

Kontakt:
Kinder von Tschernobyl
Stiftung des Landes Niedersachsen
c/o Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
Hannah-Arendt-Platz 2
30159 Hannover
Geschäftsführer: Sebastian Maas Telefon: (05 11) 120 - 40 29
Sebastian.Maas@ms.niedersachsen.de

Spendenkonto
bei der Norddeutschen Landesbank Hannover
IBAN: DE23 2505 0000 0101 4739 99
BIC: NOLADE2HXXX
 

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Telefon: 0511 3802-2102
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