
Über 150 Organisationen des Gesundheitssystems, der Wohlfahrt und der Zivilgesellschaft fordern eine stärkere Verankerung von Hitzeschutzkonzepten in der Krisenvorsorge und im Katastrophenschutz. Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen Dr. med. Marion Charlotte Renneberg begrüßt die Initiative: „Die gesundheitlichen Auswirkungen von lang anhaltenden Hitzeperioden insbesondere auf vulnerable Gruppen sind bereits jetzt enorm und werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter steigen. Wir müssen uns daher dringend schon jetzt darauf vorbereiten, in Zukunft auch bei größeren Notlagen handlungsfähig zu sein.“ Um derartige Vorkommnisse frühzeitig erkennen und ihnen entgegenwirken zu können, fordert die Fachärztin für Allgemeinmedizin darüber hinaus mehr Präventionsangebote und eine Stärkung der Gesundheitskompetenz in Sachen Hitzeschutz. „Jeder Mensch in unserem Land ist zukünftig darauf angewiesen, zu wissen, wie er sich selbst vor den gesundheitlichen Auswirkungen extremer Hitze schützen kann und wie er Anzeichen und Risiken für hitzebedingte Krankheitszustände bei anderen Menschen erkennen und sie davor schützen kann. Deshalb müssen wir das Thema Hitzeschutz auf allen Ebenen der Präventionsarbeit stärker mitdenken – angefangen bei der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung über die Vermittlung entsprechender Kompetenz im Schulunterricht bis hin zu frei verfügbaren Angeboten. Wir können eine echte Krisenresilienz gegen Extremhitze nur erreichen, wenn wir das Wissen um Risikoerkennung und -management auf breiter Ebene etablieren.“
Quellen
1 Gemeinsame Pressemitteilung im Internetauftritt der Bundesärztekammer
https://www.bundesaerztekammer.de/presse/aktuelles/detail/mehr-als-150-organisationen-fordern-hitzeschutz-in-krisenvorsorge-und-katastrophenschutz-aufnehmen
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