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Hannover,

Prüfungen zur Landarztquote in der Ärztekammer gestartet

Mit einem umfangreichen Prüfungsverfahren unterstützt die Ärztekammer Niedersachsen die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber für die Landarztquote 2024.

Freuen sich über den Start des Auswahlverfahrens zur Landarztquote: Dr. med. Marion Charlotte Renneberg, stellvertretende ÄKN-Präsidentin und Hausärztin, Dr. med. Andreas Philippi, niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Professor Dr. med. Nils Schneider, MPH, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover, sowie Meike Meyer-Wrobel, Geschäftsführerin des Niedersächsischen Zweckverbands zur Approbationserteilung (v.l.). Foto: N. Heusel

60 Studienplätze der Humanmedizin werden in diesem Jahr zum zweiten Mal in Niedersachsen exklusiv im Rahmen der sogenannten Landarztquote vergeben: Sie gehen an Bewerberinnen und Bewerber, die sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums und der Weiterbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt mindestens zehn Jahre in unterversorgten Regionen hausärztlich tätig zu sein. „Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen ist es wichtig, dass im Netzwerk der hausärztlichen Versorgung möglichst keine Lücken aufreißen. Die Landarztquote ist ein zentrales Instrument, um die ambulante Versorgung für alle Bewohnerinnen und Bewohner zukunftssicher zu gestalten“, betont Dr. med. Andreas Philippi, niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, während seines Besuchs des Auswahlverfahrens in der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN).

120 Bewerberinnen und Bewerber, die bereits die vorherige erste Stufe des Auswahlverfahrens erfolgreich abgeschlossen haben, nehmen an den Prüfungen vor Ort teil. „Wir freuen uns sehr darüber, dass so viele junge Menschen bereit sind, sich langfristig zu engagieren und unterstützen die Landarztquote als ein Instrument zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung ausdrücklich“, unterstreicht Dr. med. Marion Charlotte Renneberg, stellvertretende ÄKN-Präsidentin und Hausärztin aus Ilsede. „Allerdings wird die Landarztquote allein dafür nicht ausreichen. Zudem haben wir auch in anderen Fachrichtungen nicht ausreichend Ärztinnen und Ärzte. Daher ist eine Aufstockung der Medizinstudienplätze in Niedersachsen dringend notwendig.“

Die Besonderheit des in der Ärztekammer Niedersachsen stattfindenden Auswahlverfahrens ist der Fokus auf sozial-kommunikative Kompetenzen sowie auf die fachspezifischen Eignung. Hierzu werden typische Szenarien aus der hausärztlichen Praxis unter Beteiligung von Schauspielern vorgestellt und die Leistung der Bewerberinnen und Bewerber in den jeweiligen Situationen von fachlichen Juroren und Jurorinnen bewertet. „So können wir die sogenannten Social Skills, die in der hausärztlichen Tätigkeit eine besondere Rolle spielen, gut erfassen und diejenigen Kandidatinnen und Kandidaten auswählen, bei denen wir die größtmögliche Eignung für eine spätere Tätigkeit im hausärztlichen Bereich sehen“, sagt Professor Dr. med. Nils Schneider, MPH, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover, der vertretend für alle drei niedersächsischen Hochschulstandorte das Auswahlverfahren mit seinem Team fachlich begleitet.

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Über die Ärztekammer Niedersachsen
Die Ärztekammer Niedersachsen ist die standesrechtliche Vertretung der fast 46.000 Ärztinnen und Ärzte im Flächenland Niedersachsen. Sie nimmt in Selbstverwaltung öffentliche Aufgaben im Gesundheitswesen wahr und erfüllt zugleich weisungsgebunden staatliche Aufgaben. Außerdem setzt sie sich für eine qualitativ hochwertige ärztliche Fort- und Weiterbildung ein und betreut die Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten. 

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Referat Gesundheitspolitik und Kommunikation
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Pressesprecher
Telefon: 0511 3802-2104
E-Mail: kommunikation(at)aekn.de

 

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